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Unsere Tochter hört einfach nicht auf uns

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Verfasst am: 10.05.2010 [13:37]
SilviaG
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 06.05.2010
Beiträge: 2
Hallo,
ich brauche unbedingt auch einen Rat, unsere Tochter ist 2 Jahre alt und egal was wir Ihr sagen sie hört einfach nicht auf uns bzw. sie versteht das Wort "Nein" nicht wirklich. Wirklich schwierig wird es auch wenn wir etwas von Ihr möchten,z.B. Händewaschen, Nase putzen, umziehen ist ein ganz schwieriges Thema,denn beim Pampers Wechseln gibt es richtig Theater. Oder wir spielen im Garten und es wird Zeit ins Haus zu gehen, ganz egal was es ist, sie hört nicht auf uns und fängt ganz schnell zu weinen an. Wir bereiten sie darauf vor was als nächstes passiert aber es hilft alles nichts.Sie hat ihren eigenen Willen und den will sie auch unbedingt durchsetzen, teilweise fängt sie auch an zu hauen. Was können wir machen damit das Alles für Sie und für uns entspannter abläuft?
Viele Grüße

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 10.05.2010 um 13:44.]
Antworten Profil
Verfasst am: 10.05.2010 [14:17]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe SilviaG,
Ihre Tochter befindet sich in der Trotzphase und hat daher ihren eigenen, oft sehr festen Willen. DAS "Geheimrezept", wie der Erziehungsalltag entspannter abläuft, gibt es daher nicht. Ihre Tochter wird sehr häufig anders wollen als Sie. Informationen zur Trotzphase finden Sie z.B. hier: www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/trotzanfall-wie-viel-nein-darf-sein.html

Kinder leben außerdem viel mehr im Hier und Jetzt, wollen spielen oder herumrennen statt Windeln wechseln oder Hände waschen. Und mit Erklärungen kommt man meist nicht weiter in dem Alter, was aber nicht heißt, dass man nicht auch Kleinkindern kurz und kindgemäß erklären sollte, warum man dieses oder jenes von ihnen will.

Wenn etwas nicht so wichtig ist, sollte man lieber drauf verzichten. Versuchen Sie, wenn möglich, immer einen Kompromiss zu finden, der Ihnen und Ihrer Tochter entgegen kommt. Z.B. beim Windelwechsel Windelslips verwenden, da diese sich notfalls (sofern kein Stuhlgang in der Windel ist) auch im Stehen anziehen lassen.

Anweisungen, die Sie gegeben haben, sollten Sie konsequent durchsetzen. Das heißt, Sie müssen dafür sorgen, dass auch gemacht wird, was Sie gesagt haben. Hört Ihre Tochter mit etwas, das Sie verboten haben, nicht auf, entfernen Sie den Gegenstand oder Ihre Tochter vom Schauplatz. Zum Hände waschen gehen Sie gemeinsam mit Ihrer Tochter und waschen ihr notfalls selbst die Hände, wenn sie es nicht tut. Es genügt in diesem Alter oft nicht, etwas zu sagen, sondern Sie müssen meist auch handeln - so genannte logische Konsequenzen einsetzen. Wer abends nach dem Spielen im Garten nicht freiwillig mit Mama ins Haus geht, wird eben getragen - auch wenn Ihre Tochter dann weint. Schließlich hat es einen einen Sinn, dass Sie hineingehen: Ihre Tochter muss bettferitg sein, bevor sie völlig übermüdet ist und alles nur noch schwieriger wird.

Weitere Erziehungstipps finden Sie hier:
www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/so-folgt-ihr-kind-ihren-anweisungen-besser.html
www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/motivieren-sie-ihr-kind-mit-humor-und-fantasie.html
www.elternwissen.com/erziehung-entwicklung/erziehung-tipps/art/tipp/erziehungs-tipps-gegen-ungehorsam.html

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 10.05.2010 [14:46]
Ulli68
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 09.05.2009
Beiträge: 16
Liebe SilviaG,

Deine Beschreibungen kenne ich nur zu gut. Unser Sohn ist im März zwei Jahre alt geworden und er verhält sich ganz genauso wie Deine Tochter.

Wir kündigen auch jeden Schritt oder jedes Vorhaben früh genug an. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Das variiert je nach Laune und Verfassung. Wenn er nicht von selbst mitmacht, wird er eben getragen oder wir waschen ihm die Hände. Anders geht es nicht. Immer häufiger helfen jedoch klare kurze Anweisungen und Gründe, warum etwas sein muss. Das erspart uns an manchem Tag Ärger, zieht aber auch "Diskussionen" nach sich. Ich denke, es geht hier auch um Abgrenzung von den Eltern und es ist ein wichtiger Entwicklungsschritt, der sicher noch eine Weile anhält. Daher braucht ihr eine gewisse Portion Gelassenheit, Nervenstärke und vielleicht auch Humor. Denk daran: ES GEHT VORBEI icon_smile.gif

Viel Glück und Durchhaltevermögen

Ulli68
Antworten Profil
Verfasst am: 12.05.2010 [13:55]
Engelbiest
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 09.09.2008
Beiträge: 58
Hallo,

nach 2 Kindern hat sich bei mir in solchen "Trotzanfällen" eine heitere Gelassenheit eingestellt. Ich wundere mich manchmal über mich selbst, wie ich mit einem feinen Lächeln auf dem Gesicht meine brüllende Tochter auf den Arm nehmen und sie aus dem Supermarkt/Kindergarten/Wartezimmer tragen kann. Oder wie ich lächelnd auf sie runterschauen kann, während sie heulend und wütend auf dem Boden liegt, weil sie kein zweites Eis darf und ihr ganz cool mitteile, dass es noch beeindruckender wäre, wen sie zusätzlich noch mit Füßen und Händen auf den Boden schlägt.
Innerlich sehe ich so aus: banghead.gif Aber was hilfts? Nix! Also lass ich manchmal Wut Wut sein und versuche fortzustzen, was ich eben getan hab, sofern ich vorher ruhig erklärt habe, wieso es hier ein "Nein." gab. Den Rest überlasse ich ihr (solange sie sich selbst und andere nicht gefährdet). Ich muss sagen, wie fahren ganz gut damit. Die "Kleine" ist nun 2 Jahre und 3 Monate und die Trotzanfallmesskurve geht deutlich runter icon_biggrin.gif

Viel Spaß noch,

Jana
Antworten Profil
Verfasst am: 14.05.2010 [17:16]
SilviaG
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 06.05.2010
Beiträge: 2
Hallo,
vielen Dank für die ganzen Antworten und Ratschläge. Ich habe das erstemal hier um Rat gebeten und es war bestimmt nicht das letzte Mal. Ich glaube ihr habt Recht. Wenn man mit gaaaanz viel Geduld und einem kleinen Lächeln auf die Trotzanfälle reagiert fährt man damit für die Zukunft noch am Besten. Ich bin auch ein wenig erleichtert das es nicht nur uns so geht icon_cool.gif
Viele Grüße
Silvia
Antworten Profil
Verfasst am: 11.06.2010 [09:52]
sus_anne
Newbie
Dabei seit: 13.06.2009
Beiträge: 3
Hallo,

bitte nicht vergessen: Die Reaktionen des Kindes sind entwicklungsgerecht und normal und für sie bricht eine Welt zusammen wenn es nicht nach ihrem Kopf geht. Ich kriege gerade mein drittes Kind und habe ein sehr schwieriges erstes gehabt (jetzt 4), die zweite ist 2. Aus der Erfahrung mit der ersten habe ich für mich den Entschluss gefasst, dass es nicht richtig sein kann das Kind ständig zu frustrieren in dem ich ihm meinen Willen aufzwinge und seinen übergehe. Manchmal geht es natürlich nicht anders (z. B. beim Zähneputzen), aber häufig eben schon. Z. B. wenn meine Kleine keine Windel wechseln will, dann warte ich ein paar Minuten und plötzlich geht es meistens doch. Oder ich lenke sie ab oder warte bis sie was von mir will. Dann sage ich ihr dass ich das erst mache wenn sie eine frische Windel anhat und plötzlich macht sie mit.

Wenn es dann doch mal zum Trotzanfall kommt, z. B. weil sie keine Schokolade bekommt, diskutiere ich nicht lange rum, gehe aber immer zu ihr hin und versuche Verständnis für ihre Gefühle zu zeigen, in dem ich z. B. sage "Na Schatz, musst Du Dich jetzt ganz arg ärgern?". Meist kommt dann ein schluchzendes, schniefendes "Jaaaaaaa!" und sie lässt sich trösten.

Natürlich funktioniert das nur wenn ich entspannt bin und Zeit habe. Oft genug gibt es auch die Situationen wo ich es nicht schaffe und dann doch gleich zur Furie werde wenn die Kinder nicht machen was ich will. Bei meiner großen hilft oft nur noch wenn ich da ansetze wo es richtig weh tut - im übertragenen Sinne. Das ist bei uns die Gute-Nacht-Geschichte. Dass die ausfällt riskiert sie in der Regel dann doch nicht... icon_smile.gif
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