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Keine Lust Gittare zu üben

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Verfasst am: 17.04.2009 [14:10]
Lenalein
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 25.07.2008
Beiträge: 4
Hallo,
unser Sohn (9 Jahre) lernt seit 2 Monaten Gitarre. Leider ist er in letzter Zeit weniger interessiert bei der Sache. Üben mag er gar nicht. Er übt immer nur nach mehrmaliger Aufforderung und quengelt dann nur rum.
Der Unterricht selbst macht ihm Spaß, aber das Üben nicht. Was sollen wir tun? Den Unterricht wieder beenden?
Wäre das nicht inkonsequent? Schließlich war es seine Entscheidung, damit anzufangen. Und nur weil etwas schwierig wird, will ich ihn nicht gleich aufgeben lassen. Aber ein Hobby sollte doch Spaß machen...oder was meint ihr?
Hat jemand einen Rat für mich?
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Verfasst am: 17.04.2009 [20:04]
UtaReimannHöhn
Profi
Dabei seit: 18.04.2008
Beiträge: 43
Liebe Lenalein,
wer ein Instrument spielen will, der kommt um das Üben nicht herum. Sie müssen mit Ihrem Sohn ganz klare Absprachen treffen und sich auch nicht davon abbringen lassen. Mit 9 Jahren ist das eine durchaus leistbare Anstrengung, die sich nach kurzer Zeit schon auszahlen wird. Gerade beim Gitarrespielen braucht Ihr Kind eine motorische Grundfertigkeit, die es nur durch das Üben erlernen kann. Vereinbaren Sie einen bestimmten Zeitrahmen, etwas zwischen 4 und 6 Monaten, und eine klare, tägliche Übungszeit von 10 bis 15 Minuten. Das Wochenende sollte frei sein.
Danach darf Ihr Sohn entscheiden, ob er weiter Gitarrenunterricht haben möchte, oder ob er lieber ein anderes Instrument ausprobiert oder sich ganz vom Musikmachen abwendet. Koppeln Sie aber den Unterricht immer auch an das Üben, sonst macht Ihr Sohn keine Fortschritte und wird die Lust sowieso verlieren.
Für die Motivation können Sie auch etwas tun. Hören Sie sich gemeinsam Gitarrenmusik an, gehen Sie zusammen in ein Konzert oder machen Sie Hausmusik. Loben Sie Ihren Sohn für seine Fortschritte und lassen Sie sich ab und zu etwas vorspielen.
Diese positive Aufmerksamkeit wird dazu führen, dass Ihrem Sohn auch das Üben mit der Zeit sinnvoll erscheint und es lernt durchzuhalten. Für das Lernen generell ist dies ein positiver Effekt.

Viel Spaß beim Musik hören und Musik machen wünscht
Uta Reiman-Höhn


Chefredakteurin von "Lernen und Fördern mit Spaß!"
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Verfasst am: 20.04.2009 [08:18]
annettchristine
Junior
Dabei seit: 24.03.2009
Beiträge: 5
Hallo Lenalein,
nachdem unsere Grundschullehrerin immer sagt: "Lassen Sie das Problem wo es ist!", würde ich das auch hier probieren. Der Gitarrenlehrer sollte dem Kind klarmachen, dass es üben sollte. Er sollte festlegen an wievielen Tagen pro Woche und welchen Zeitrahmen die Übezeit betragen sollte.
Und das setzen Sie mit dem Kind zusammen um. Zum Einhalten der Zeit finden Kinder den obligatorischen Eierwecker (hier einen der nicht tickt-sonst kommt das Kind beim Spielen aus dem Takt!!)immer gut.
Frohes Gitarre-Üben wünscht
Annett
Unser Sohn möchte gern Trompete lernen-ein etwas lauteres Instrument, aber erstmal muss er dazu noch alle Frontzähne bekommen, und die lassen noch auf sich warten (er ist 7).
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Verfasst am: 21.04.2009 [23:35]
gisela2110
Newbie
Dabei seit: 21.04.2009
Beiträge: 2
Hallo Lenalein,
meine Tochter lernt auch Gitarre. Damit das Üben nicht immer wieder rausgeschoben und dann vergessen wird, haben wir jetzt einen sog. "Verstärkerplan" eingeführt (bezieht sich in unserem Fall auch noch auf Hasen füttern und Lernwörter üben). Bei jeder erledigten Tat (Plan, Häufigkeit, usw. vorher genau festlegen) gibt es einen Stempel auf den Wochenplan. Mit dem Kind genau ausmachen, ab wieviel Punkte (Sterne, Stempel...) es eine kleine Belohnung gibt. z. B. Sticker, schöner Stift, Comic.
Täglich gemeinsam Punkte am Abend verteilen und immer wenn eine Woche vorbei ist auch das Versprechen gleich einlösen, Positive Verstärkung!
z. B. für 14 Punkte (Gesamtpunktzahl pro Woche) 1 Comic
für 11 Punkte 2 neue Buntstifte
für 7 Punkte 1 neuer Buntstift
Hat den Vorteil, dass weniger geschimpft werden muß!
Schont also auch meine Nerven!
Sollte das Gitarre üben weiterhin keinen Spass machen, evtl. überdenken und besprechen ob es das richtige Instrument ist! Aber aller Anfang ist immer schwer!
liebe Grüße
gisela2110

gisela2110
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Verfasst am: 28.08.2012 [13:48]
schnuffeline
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 27.08.2012
Beiträge: 11
Hallo,
super-Vorschlag das mit den Punkten!
Und ansonsten, ich würde das nicht soooo sehr in den Vordergrund stellen mit der Überei. Es soll ja vor allem Spass machen. Ganz klar, der Lehrer muss klare Ansagen machen, wieviel und was geübt werden soll. Das würde ich dann auch mit dme Kind einhalten, das Kind fordern und dadurch fördern (grins).
Punkte dafür zu verteilen ist eine sehr gute Idee. Und nach ein paar Monaten / Wochen schauen, ob die Lust auf das Instrument noch da ist, ist auch eine gute Idee...
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Verfasst am: 30.08.2012 [16:35]
Ankawi
Super-Nanny
Dabei seit: 16.04.2012
Beiträge: 61
Hallo Lenalein,

hat er das Instrument selbst auch ausgesucht? Vielleicht hat er sich das Ganze anders vorgestellt bzw. ziemlich sicher sogar. Motivation kommt immer dann, wenn er merkt, dass er etwas kann - einfache Übungen erfüllen zwar einen Zweck, aber sind doch etwas langweilig. Ein einfacher lustiger Song würde sicher mehr Spaß machen?

Spielen Sie selber ein Instrument? Dann wäre es doch sicher schön, zusammen zu üben und ein Lied zu spielen?

viele Grüße
Ankawi
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Verfasst am: 08.02.2013 [11:29]
wauki
Newbie
Dabei seit: 21.02.2011
Beiträge: 3
Hallo Lenalein,

wir halten es bei unserer Tochter so (sie lernt Querflöte), dass Sie einmal pro Woche den Unterricht besucht, der ihr total Spaß macht, aber zu Hause braucht sie nur zu üben, wenn sie auch möchte. Sie lernt ziemlich schnell und braucht die Übung zu Hause gar nicht.

Ich mache das so, weil ich nicht möchte, dass sie den Spaß an der Musik verliert. Das erste Jahr wollte sie zwischendurch aufgeben, doch da haben wir gesagt, dass sie zwar aufhören kann, aber trotzdem kein neues Instrument lernen darf, zumindest nicht in naher Zukunft. Das war ihr dann auch nicht recht und im Endeffekt wollte sie "nur" aufhören, weil sie sich ein paar Noten nicht gleich gemerkt hatte! Sie spielt jetzt das zweite Jahr und kann fast alle Noten und spielt schon richtig toll und das weiß sie selbst auch!

Hör auf dein Bauchgefühl, Mamas wissen instinktiv was gut für ihre Kids ist!
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Verfasst am: 11.09.2015 [10:22]
ich-kanns
Super-Nanny
Dabei seit: 01.09.2015
Beiträge: 63
Finde ich auch. Ein Hobby sollte Freude machen. Sag mal nichts, wenn er ohne zu üben in die Stunde geht, merkt das eine Lehrerin und wird ihn drauf ansprechen. Ob ihm das dann gefällt, glaub ich kaum.Lass ihn nur mal auflaufen.

LG
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Verfasst am: 23.11.2015 [09:42]
lenna
Super-Nanny
Dabei seit: 24.08.2014
Beiträge: 284
Hast du ihn mal gefragt, warum er keine Lust mehr dazu hat? Vielleicht gab es ja eine Auseinandersetzung mit dem Gitarrenlehrer oder eine Änderung im Ablauf der Übungsstunde. Manchmal müssen es nur kleine Dinge sein, die die Motivation von Kindern maßgeblich beeinflussen können. Du könntest auch den Gitarrenlehrer mal fragen, inwiefern er Unterschiede bei deinem Sohn festgestellt hat.
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Verfasst am: 02.05.2016 [12:53]
monitkka
Super-Nanny
Dabei seit: 18.04.2014
Beiträge: 120
Hallo,
ich habe unsere Tochter auch zu nichts gezwungen, aber ein bisschen Unterstützung bei den Zielen kann nicht schaden. Die Idee die Übungszeit zu staffeln finde ich wirklich gut, denn so hat Ihr Sohn das Gefühl er kann selbst aussuchen wann er aktiv Gitarre üben will und wann nicht. Ich merke bei uns zu Hause auch das meine Tochter manchmal keine Lust hat und wir haben uns drauf geeinigt, dass sie dann wenigstens Abschnittsweise üben soll. Das heißt Konkret: Wenn es ihr schwer fällt, soll sie sich auf schwierige Griffkombinationen stürzen und die dann mehrmals wiederholen. Am nächsten Tag hat sie dann meist wieder Lust länger zu üben.
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