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Thema mit vielen Antworten

Mit 14 in die Hose machen

Autor Nachricht
Verfasst am: 26.03.2010 [17:59]
moppel
Quelle der Weisheit
Themenersteller
Dabei seit: 26.03.2010
Beiträge: 50
Hallo!
Also ich muss erst mal sagen, ich bin kein Vater sondern selber noch Kind und habe ein riesiges Problem.
In anderen Foren bekam ich keine Antwort oder es antworteten Perverse oder ich habe dämliche Antworten bekommen.
Vielleicht kann man mir hier helfen.
Ich bin 14 Jahre alt und es passiert immer wieder, dass ich in die Hose mache.
Ich merke zwar vorher, dass ich aufs Klo muss aber dann gehe ich nicht und irgendwann mache ich dann in die Hose oder auch Nachts ins Bett.
Besonders schlimm ist es wenn das in der Schule passiert.
Manchmal passiert es, dass mich meine Eltern auf Toilette schicken, wenn sie merken, ich muss.
Dann gehe ich auch manchmal, aber manchmal gehe ich nur ins Bad und dann wieder raus und dann geht es in die Hose.
Früher dacheten meine Eltern, ich habe vielleicht was an Blase oder Darm und ich hatte da viele Untersuchungen aber es war alles immer gut.
Seit 2007 bin ich jetzt bei einem Psychologen aber gebracht hat es auch noch nichts.

Ich wollte auch gerne Windeln für die Schule haben, die wie Unterhosen sind, aber das erlauben meine Eltern nicht. Jetzt habe ich mir heimlich welche gekauft, aber die sind so sauteuer, da geht mein ganzes Taschengeld weg.
Seit 2007 bin ich bei einem Therapeuten aber das hat bis jetzt auch noch nichts gebracht. Jetzt wollen mich meine Eltern in eine Psychoklinik geben und davor habe ich totale Angst! Ich denke immer an die Klinik, aber trotz der Angst gehe ich nicht immer auf Toilette.
Manchmal passiert wochenlang nichts und manchmal passiert es jeden Tag. Ich weiß echt nicht was ich machen soll aber ich will nicht ins Irrenhaus.

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Antworten Profil
Verfasst am: 26.03.2010 [21:57]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Lieber moppel,
ich kann gut verstehen, dass du unter dem Einnäss-Problem sehr leidest. Was mir allerdings nicht ganz klar ist, ist deine "Klo-Vermeidungs-Strategie" tagsüber. Du schreibst, dass du zwar spürst, dass du zur Toilette musst oder dass deine Eltern dich zur Toilette schicken, du aber trotzdem oft nicht gehst - obwohl du vor dem geplanten Klinikaufenthalt ziemlich Angst hast.

Bestimmt hast du dich mit deinem Psychotherapeuten schon über dieses Problem unterhalten. Aber bisher haben die Ursachenforschung und auch die getroffenen Therapiemaßnahmen (Eltern schicken dich zur Toilette) wohl noch nichts verbessert.

Sieh das Einnäss-Problem doch einmal von einer anderen Seite: Dir fehlt einfach noch eine Fähigkeit zur Blasenkontrolle, die du noch lernen musst. Z.B., zur Toilette gehen, wenn du merkst, dass du musst bzw. andere dich daran erinnern. Dabei könnte dich ein sehr erfolgreiches Programm namens "Ich schaff´s" unterstützen, mit dem sich Probleme in Fähigkeiten verwandeln lassen. Es gibt eine spezielle Version für Jugendliche (Buchtipp: "Ich schaffs! - Cool ans Ziel: Das lösungsorientierte Programm für die Arbeit mit Jugendlichen" von Ch. Bauer und Th. Hegemann). Nach diesem Konzept und mit Unterstützung durch deinen Psychotherapeuten und deine Eltern schaffst auch du es, trocken zu bleiben.

Zumindest tagsüber, denn du kannst ja wahrnehmen, wann deine Blase voll ist und entleert werden will. Nachts ist das Ganze ein wenig schwieriger. Möglicherweise hast du eine erbliche Veranlagung zu nächtlichem Einnässen und schläfst so tief, dass du die Signale deiner Blase nicht wahrnehmen kannst. Hier könnte eine Klingelhose helfen, die Alarm gibt, sobald der erst Tropfen Urin in der Hose landet. So lernst du, deine Blase auch nachts wahrzunehmen und nachts aufzuwachen, wenn du musst. So eine Klingelhose kann der Kinderarzt verschreiben.

Fürs Erste würde ich mich aber auf das Einnässen tagsüber konzentrieren, denn das dürfte das wesentlich größere Problem für dich darstellen.

Übrigens: Eine Klinik für Psychotherapie ist kein Irrenhaus! Vielleicht wäre gerade für dich eine Behandlung dort hilfreich, denn dort bist du mit Sicherheit nicht der einzige, der ein Problem hat, und oft ist es gut, aus seinem gewohnten Umfeld (und gewohnten Trott!) herauszukommen, um das Problem lösen zu können. Der Klinikaufenthalt ist nicht als Strafe gedacht, sondern als intensive und hilfreiche Unterstützung!

Herzliche Grüße und alles Gute!
Deine
Andrea Schmelz

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Verfasst am: 27.03.2010 [18:29]
moppel
Quelle der Weisheit
Themenersteller
Dabei seit: 26.03.2010
Beiträge: 50
Liebe Frau Schmelz,

jetzt schreibt hier die Mutter.

Ich heute ganz überrascht, als mein Sohn mit dem Bücherwunsch (das Buch, das Sie ihm empfolen haben), zu mir gekommen ist.
Es ist jetzt das erste Mal, dass er sich selber bemüht, das Problem zu lösen!
Heute habe ich das erste Mal auch richtig mit ihm über das Thema reden können, und ich war sehr überrascht wie sehr ihn das ganze Problem doch belastet, viel mehr, als man sonst gemeint hätte und wir hatten ein langes und sehr emotionales Gespräch, aber für uns beide auch sehr befreiend. Jetzt schreibe ich hier mit seinem Einverständnis.
Das Problem besteht ja nicht nur mit Einnässen, es besteht auch mit Einkoten, beides schon das ganze Leben. Es ist auch so, dass er schon sehr bewusst wahr nimmt, wenn er zur Toilette muss, vor ein paar Jahren sind mein Mann oder ich mit ihm zur Toilette gegangen, dann musste man dabei bleiben, damit er wirklich in die Toilette machte. Uns ist auch nicht bekannt, dass er vielleicht ein Kindheitstrauma im Zusammenhang mit einer Toilette hat. Er sagt ja selber, dass er auch keine Angst davor hat. Ich glaube es ihm auch, und es passiert ja auch, dass er einnässt obwohl er sich problemlos an einen Baum stellen könnte (wir leben auf dem Land).

Manchmal haben wir tagelang keine Unfälle, dann geht es wieder von vorne los. Was mich und auch meinen Mann verwundert, dass man ihn aber dann auch manchmal auffordern muss, nasse oder volle Hosen zu wechseln. Er meint, er kann sich das auch selber nicht erklären, warum er die Sachen dann nicht von sich aus wechselt.

Die bisherige Psychotherapie hat ansonsten bei ihm rein gar nichts gebracht. Er hat ja auch beim Schulpsychologen immer wieder Termine.
Er ist sonst ganz normal entwickelt, ist ein guter Schüler, er geht in die 8. Klasse Gymnasium, hat einen IQ von 128. Durch seine Problematik hat er keine Freunde.
Da die Therapiezeit jetzt abgelaufen ist, machte der Therapeut den Vorschlag, mit einer stationären Aufnahme, da sie ihn dort ganz anders betreuen können und auch untersuchen können. Danke für die Worte zum Thema "Irrenhaus", genau das sagen wir ihm nämlich auch!

Jetzt wollen wir es aber erst mal mit dem Buch versuchen, das habe ich heute bestellt.
Er hat heute zum ersten Mal selber die Initiative ergriffen, und ich denke, dass das ein riesiger Schritt für ihn ist!

Eine Frage haben mein Sohn und ich noch, er möchte gerne für die Schule Windelslips bekommen, mein Mann und ich waren bislang dagegen, weil wir gerade bei seiner Problematik vielleicht das Unsauber sein noch forcieren könnten.Was denken Sie?

Ansonsten Danke fürs Zuhören (-lesen) und Ihre Hilfe!

Und auch von meinem Sohn viele Grüße
Antworten Profil
Verfasst am: 28.03.2010 [00:29]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe Mutter von moppel,
ich freue mich, dass ich einen Anstoß geben konnte, der Ihren Sohn nun selbst aktiv werden lässt. Nur mit entsprechend hoher Eigenmotivation wird er es schaffen, denn auf Drängen/Bitten anderer funktioniert das so gut wie nie.

Die Windelslips sind, wie Sie selbst schon vermuten, ein zweischneidiges Schwert. Einerseits bewahren sie Ihren Sohn in der Schule vor großer Peinlichkeit, andrerseits können sie aber auch dazu führen, dass er es eher "laufen lässt", weil die unangenehmen Folgen des versäumten Toilettenganges nicht für alle sichtbar sind. Ich schlage einen Deal vor: Sie erlauben ihm einen Windelslip für die Schule (also 5 Tage die Woche) unter der Bedingung, dass er sich genauso um Trockenheit und Sauberkeit bemüht wie zuvor und der Windelslip nicht jeden Tag nass/voll ist.

Dann besteht allerdings das Problem, dass Sie als Eltern kontrollieren müssen, ob der Windelslip trocken/sauber geblieben ist - was für einen pubertierenden Jugendlichen megaoberpeinlich ist! Vielleicht können Sie das Problem so lösen, dass Sie einen handelsüblichen Windeleimer im Bad aufstellen (mit Mülltüte drin, in der die Windeln dann am Ende der Woche, also freitags, in die Mülltonne kommen) und Ihr Sohn von Montag bis Freitag jeweils mittags/nachmittags, wenn er von der Schule kommt, seinen Windelslip darin entsorgt.

Um zu prüfen, ob der Slip trocken geblieben ist, brauchen Sie nur den Windeleimer zu wiegen. Sie können anfangs einen "Leerwert" ermitteln (Eimer plus Mülltüte plus 5 frische trockene Windeln wiegen) und können dann am zunehmenden (oder hoffentlich nicht zunehmenden!) Gewicht des Windeleimers abschätzen, wie gut es mit dem Trockenbleiben geklappt hat. Als zusätzliche Motivation können Sie ihm für jede Woche, in der der Eimer freitags nicht mehr wiegt als mit 5 trockenen Windeln, eine Vergünstigung anbieten (länger aufbleiben, mehr Computerzeit oder Ähnliches).

Vielleicht wäre es als Unterstützung für Sie und für Ihren Sohn hilfreich, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen, z.B. über den Selbsthilfeverband-Inkontinenz (www.selbsthilfeverband-inkontinenz.org).

Hilfreich wäre außerdem, wenn Ihr Sohn eine Armbanduhr bekäme mit Wecksignal, die er so einstellen kann, dass sie alle 2 oder 3 Stunden klingelt. Und immer, wenn die Uhr klingelt, geht er zuverlässig und ohne Vermeidungsstrategie zur Toilette. Das ist psychologisch wesentlich günstiger als die ständige Kontrolle von Mama oder Papa, denn die Uhr ist ganz objektiv und er ist damit viel unabhängiger von Ihnen. Allein schon die Tatsache, von den Eltern auf die Toilette geschickt werden zu müssen, wurmt einen 14-Jährigen! Zusätzlich sollte Ihr Sohn mit Ihnen vereinbaren, dass er dreimal täglich nach den Mahlzeiten eine 10-minütige Toilettensitzung abhält (mit interessantem Lesestoff, z.B. Comics, oder mit MP3-Player oder Ähnlichem).

Hier für Sie noch das Manuskript eines Vortrages zum Thema Einnässen und Einkoten von einem Psychotherapeuten, das einige Denkanstöße bieten kann, aber leider nicht für Eltern, sondern für Fachleute geschrieben wurde (aber trotzdem lesenswert ist!): www.hsi-heidelberg.de/foren/1006/vortrag/blessing.pdf

Herzliche Grüße - auch an Ihren Sohn!
Ihre
Andrea Schmelz

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.2010 um 00:31.]

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Verfasst am: 29.03.2010 [16:00]
moppel
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Liebe Frau Schmelz,

hier ist wieder die Mutter.
Wir hatten am Wochenende Familienrat und sind zu folgendem Kompromiss gekommen.

Er bekommt die Windeln für die Schule.
Ich möchte aber ungern die ganze Woche einen möglicherweise stinkenden Windeleimer im Bad haben und dann weiß ich ja nicht vom Gewicht her, ob wirklich 5 Windeln im Eimer sind oder ob er vielleicht eine volle wo anders entsorgt hat, ich müsste also trotzdem zählen.
Selbst Babywindeln habe ich immer gleich in den Hausmüll gegeben.

Folgende Regeln muss er dazu befolgen:
1. Markus zieht sich nach der Schule sofort die Windel aus und gibt sie mir dann zu Entsorgung, dann kann man auch so sehen, ob er trocken und sauber geblieben ist.
So ist sein Intimsphäre gewahrt - peinlich muss es ihm ja auch nicht sein, bisher sind ihm die nassen/verschmutzten Sachen ja auch nicht peinlich.

2. Nach den Mahlzeiten geht er jetzt für 10 Minuten auf Toilette, er kann sich sein Nintendo oder etwas anderes zu lesen mitnehmen, wir haben auch einen CD-Player im Bad, dort kann er Musik hören.

3. Wenn er doch einmal in die Hose gemacht hat, geht er von sich aus umziehen und waschen und nicht erst nach Aufforderung, genauso, wenn das Bett morgens nass ist, dass er auch gleich nach wachwerden aufsteht und nicht noch lange im Bett liegen bleibt (das passiert nämlich auch manchmal und jetzt sind ja Ferien).

---------------

Das mit seiner Uhr ist ein wenig schwierig, die ist immer umständlich zum Einstellen. Die andere Möglichkeit ist eine Küchenuhr, die nach 60 Minuten klingelt und er diese dann selbständig bedient.

Hält er sich nicht an die Abmachungen oder macht er Missbrauch mit den Windeln (z.B. dass er da nicht ehrlich ist, oder sich heimlich welche anzieht um Einnässen zu verschleiern), dann werden die Windeln gestrichen.

Als Belohnung haben wir ausgemacht, weil er bald den Mofaführerschein machen will, wenn er 3 Monate kontinuierlich trocken und sauber bleibt, bekommt er von uns den Führerschein, klappt es weitere 3 Monate, dann bekommt er auch ein Mofa.
Da gefiel mir der Bericht sehr gut, zu dem Sie den Link geschrieben haben, die 2 Fragen zu Taschengeld und Windeln haben wir entsprechend zum Mofa umgewandelt.

Jetzt warten wir auch noch auf das bestellte Buch, und können dann weiter angreifen.

Wir haben auber auch gesagt, wenn es nicht klappt, dass er sich dann in der Psychosomatischen Klinik dann helfen lassen muss, in seinem eigenen Interesse.

Viele Grüße von Carmen und "moppel"



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.2010 um 16:03.]
Antworten Profil
Verfasst am: 29.03.2010 [22:17]
AndreaSchmelz
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Liebe Carmen,
was Sie zusammen mit Ihrem Sohn beschlossen haben, hört sich gut an und ich wünsche Ihnen allen (vor allem Ihrem Sohn) viel Erfolg dabei. Und wenn es doch mal einen Rückschlag gibt: Durchhalten und am nächsten Tag mit neuer Motivation anfangen statt zu denken "Jetzt ist es ohnehin schon egal."

Herzliche Grüße - insbesondere an Ihren Sohn!
Ihre
Andrea Schmelz

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Verfasst am: 31.03.2010 [19:47]
moppel
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Guten Tag Frau Schmelz,

wir haben das Buch jetzt bekommen. Das ist zwar voll kompliziert aber meine Mutter macht das mit mir zusammen und wir sind die Schritte schon durchgegangen und ich habe da schon ein paar Sachen gemacht.
Nur der Schritt 7 dazu fällt mir nichts ein.
Ich habe in mein Zimmer jetzt ein Foto von einem Mofa hingehängt was ich bekomme wenn ich es schaffe und auch im Bad hängt eins.

Ich habe Sie auch als Helfer in meine Liste geschrieben, weil Sie mir ja schon geholfen haben. Ist das okay?

Total nervig ist es aber, jedes Mal nach dem Essen 10 Minuten am Klo zu hocken. Selbst wenn ich gemacht habe, dann muss ich die Zeit noch abwarten! icon_evil.gif

Viele Grüße

Ihr Markus

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.2010 um 19:49.]
Antworten Profil
Verfasst am: 01.04.2010 [03:34]
AndreaSchmelz
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Lieber Markus,
bei Schritt 7 sollten dich deine Eltern tatkräftig unterstützen und dir immer wieder vor Augen führen, was du schon alles geschafft hast. Auch wenn "die eine Sache" bei dir noch nicht funktioniert, gibt es bestimmt ganz Vieles (und bestimmt auch schwierige Dinge!), was du prima gelernt hast. Vielleicht gab es ja auch schon besonders lange Phasen, in denen du früher schon einmal trocken und sauber geblieben bist. Das schaffst du wieder - und noch länger! Das Trockenwerden ist für dich so wichtig und indem du mir hier geschrieben hast, bist du selbst aktiv geworden, um etwas dagegen zu unternehmen. Und du bist clever und gut in der Schule - da wirst du das jetzt auch hinkriegen, weil du es selbst unbedingt willst!

Du darfst mich gerne als Helfer in deine Liste schreiben - ich fühle mich geehrt!

Was die Klo-Sitzungen angeht, kannst du aufstehen, nachdem du Erfolg hattest. Es geht ja nur darum, deinen Darm an eine gewisse Regelmäßigkeit zu gewöhnen (nach dem Essen entleert er sich am leichtesten). Wenn du jedoch schon so erfolgreich bist, dass du innerhalb kurzer Zeit Stuhlgang hast, hast du deinen Darm schon prima trainiert und es macht keinen Sinn, danach noch länger auf der Toilette zu sitzen.

Herzliche Grüße und weiterhin so eine prima Motivation, dann schaffst du es!
deine
Andrea Schmelz

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Verfasst am: 01.04.2010 [14:27]
moppel
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Guten Tag Frau Dr. Schmelz,

hier ist wieder mal die Mutter.
Ich hatte mit meinem Sohn gerade eine Auseinandersetzung, wegen der 10-Minuten-Regelung.
Ich habe ihm nämlich gesagt, dass er trotzdem die 10 Minuten einhalten soll, obwohl Sie es ihm gestattet haben, nach Verrichtung des Geschäfts kann er früher aufstehen.
Wir haben immer wieder das Problem, dass ich ihn häufig auf Toilette geschickt habe, dann hat er dort aber nicht gemacht oder nicht alles und kurz danach ging es in die Hose. Daher fand ich die Regelung ganz gut, damit er sich bewusst die Zeit nimmt und nicht zu früh aufsteht.
Ich habe ihm jetzt zugestanden, dass er die 10-Minuten-Regel reduziert wird, wenn er bis Ende des Monats tagsüber nicht in die Hose gemacht hat.

Viele Grüße

Carmen
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Verfasst am: 02.04.2010 [00:41]
AndreaSchmelz
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Liebe Carmen,
Sie kennen Ihren Sohn am besten und wenn Sie entsprechende Erfahrungen gemacht haben, dann ist die 10-Minuten-Regel natürlich begründet. Ich hätte - wenn ich mal von meinen Kindern ausgehe - allerdings die Befürchtung, dass sie irgendwann ganz blockieren (Ihr Sohn findet die Sitzungen ja jetzt schon total "nervig", wie er schreibt) und überhaupt nicht mehr mitmachen, also nicht mehr die vereinbarten 10 Minuten nach jedem Essen einhalten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass zu hohe Ziele schnell zu Demotivation führen.

Deswegen würde ich persönlich bei meinen Kindern, wenn ich auf 10 Minuten trotz Erfolg bestehe (ansonsten sind sowieso regelmäßig 10 Minuten angesagt), das zumindest nur für höchstens 10 bis 14 Tage verlangen. Ich würde ohnehin eher andersherum agieren: Wenn trotz Stuhlgang auf der Toilette (und danach gleich aufstehen) zwischendurch was in der Hose landet, müssen die 10 Minuten eben wieder strikt eingehalten werden. So ist die Motivation fürs Sauberbleiben größer, weil die "Belohnung" sofort erfolgt und nicht erst durch eine Vergünstigung nach 4 Wochen!

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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