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Schweinegrippe ein Erfahrungsbericht

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Verfasst am: 12.11.2009 [21:46]
main.coonie
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 12.11.2009
Beiträge: 2
Hallo,

an alle, die zweifeln ob sie ihr Kind impfen lassen sollen oder die, die es nicht wollen, wie ich! Mein 12jähriger Sohn hat gerade die Infektion durchgemacht. H1N1 wurde per Nasen- und Rachenabschnitt bestätigt.
Am ersten Tag hatte er Rückenschmerzen beim bewegen, ging aber noch zur Schule, da er sich gut fühlte. Da die Rückenschmerzen abends immer noch waren, bat ich ihn am nächsten Tag zu Hause zu bleiben, er wollte erst nicht, stimmte aber für diesen einen Tag dann doch zu. Er blieb also zu Hause, der Rücken tat etwas weniger weh, gegen Abend bekam er etwas Fieber, 38,7, welches wir behandelten. Das Fieber kam in der nacht wieder und er bekam nochmal einen Fiebersenker. Am nächsten morgen entschloß ich mich dann mit ihm zum Arzt zu gehen, er hustete etwas und hatte leichte Halsschmerzen, fühlte sich aber ansonsten gut. Da es bereits einen bestätigten H1N1 Fall in seiner Klasse gab bat ich die Ärztin um den Abstrich, der ansonsten wahrscheinlich nicht gemacht worden wäre.Er bekam ein Breitspektrumantibiotikum und etwas Schleim lösendes wegen des Hustens. Einen Tag später erhielt ich den Anruf, positiv getestet auf H1N1, da ging es meinem Sohn schon wieder gut und ich hatte Mühe ihn zu Hause zu behalten. Wir mußten dann nochmal in die Praxis, weil der erste test nur ein Schnelltest war. War haben ihn zu Hause nicht in Quarantäne gesteckt. Trotzdem hat sich erkennbar nur eine seiner Schwestern angesteckt. Sie hatte leichte Hals und starke Kopfschmerzen. Das wars. Hätte es nicht den Namen Schweinegrippe gehabt, würde es niemanden interessieren, diese Erkrankung meiner Kinder, die so unspektakulär verlief, wie tägliche tausende andere.....
Während der Zeit erhielten wir von allen Seiten gegensätzliche Vorschriften, wie wir uns zu verhalten hätten. Weil keiner wirklich etwas weiß und Deutschland irgendwo ein Land der Mediensklaven ist.

Das war alles erst vor kurzem. Der Verlauf ist mild, wird bestimmt ganz oft nicht mal als Schweinegrippe erkannt und keiner muß davor Angst haben. Ich denke, sollte der Virus mutieren und dann stärker werden, dann hilft die jetzige Impfung auch nicht mehr, dann muß sie angepaßt werden und neu geimpft werden...

Grüße
main.coonie
Antworten Profil
Verfasst am: 12.11.2009 [23:26]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe main.coonie,
herzlichen Dank für Ihren Bericht! Die um die Schweinegrippe verbreitete Panik ist schon fast nicht mehr zu überbieten. Wenngleich es, wie auch bei der normalen "saisonalen" Grippe, auch hier schwere Verläufe gibt, verläuft die Infektion in den meisten Fällen (insbesondere bei sonst gesunden Kindern) eher mild. Ich hoffe, Ihr Bericht kann vielen verunsicherten Eltern etwas von ihrer Angst nehmen!

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 19.11.2009 [13:43]
KaPo
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 22.01.2009
Beiträge: 13
Hallo,
nachdem ich diesen Beitrag gelesen habe, bin ich zu der Annahme gekommen, dass mein Sohn (5) evtl. auch Schweinegrippe hatte. Vor einiger zeit klagte er über Kopfschmerzen und Bauchschmerzen und hatte 38,5° Fieber. Bin ich mit ihm zum Arzt, eigetnlich ging es ihm nicht unbedingt schlecht, wir warteten auch "nur" 3 Stunden. Die Ärztin untersuchte ihn und meinte, der Hals ist rot, es könnte eine Bakterieninfektion sein und verschreib Antibiotika undmachte auch einen Schnelltest auf Bakterien, der negativ ausfiel. Am nächsten tag ging es dem Kleinen wieder gut, blieb aber den Rest der Woche zu Hause. Nur ab Donnerstag fingen bei mir die gleichen Symptome an: Kopfschmerzen, leichter Husten, starke Gliederschmerzen, Fieber - der Arzt verschreib mir Paracatemol gegen die Schmerzen und das Fieber - alles ohne Test. nachdem ein Kollege auch die gleichen Symptome hatte und in seinem Bekanntenkreis ein amtlich festgestellter H1N1 Fall aufgetreten ist, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mein Sohn und ich die Schweinegrippe haten - und keiner hats gemerkt...
Wie kann man jetzt noch rausbekommen, ob wir das Virus hatten oder nicht? Den test muss man ja jetzt selbst bezahlen, hab ich gehört - und ist dann eine Impfung überhaupt noch nötig?
Antworten Profil
Verfasst am: 19.11.2009 [21:43]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe KaPo,
es gibt meines Wissens keinen kommerziellen Test, der nach durchgemachter Erkrankung nachweisen kann, ob Antikörper gegen Schweinegrippe vorhanden sind und man also dagegen immun ist. Nur die Impfstoffhersteller verfügen über soche Tests.

Offiziell wird empfohlen, sich nach leichtem Verlauf einer Schweinegrippe trotzdem impfen zu lassen (nach dem Motto: Was so leicht verlaufen ist, kann nicht ausreichend Antikörper zur Folge gehabt haben). Ich denke aber, dass eine Impfung nicht mehr nötig ist. Wenn Ihr Körper schon bei der Erstinfektion so spielend mit dem Virus fertig geworden ist, warum sollte es bei einem späteren Kontakt mit dem selben Virus dann noch zu einer heftigen Erkrankung kommen? Das gilt jedoch nur dann, wenn das, was Sie und Ihr Sohn gehabt haben, wirklich die Schweinegrippe war! Und das ist momentan nicht nachzuweisen.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.2009 um 21:44.]

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Verfasst am: 20.11.2009 [11:24]
MichaelaP
Newbie
Dabei seit: 19.11.2009
Beiträge: 2
Vielen Dank für die Berichte. Ich bin froh von Menschen zu hören, die die Schweinegrippe hatten und es nicht so schlimm ist. Inzwischen wird man täglich mit Horrormeldungen bombadiert und keiner weiss eigentlich mehr so recht was er glauben soll. Mein Mann und ich sind uns zwar einig weder uns, noch unseren Sohn impfen zu lassen, aber durch diese ganzen Meldungen sind wir immer wieder verunsichert.
Ich bin froh über jeden Beitrag, der uns in unserer Haltung bestärkt. Allerdings sind wir alle drei gesund und haben keine sogenannten Vorerkrankungen. Denn sonst sehe es anders aus.
Antworten Profil
Verfasst am: 20.11.2009 [22:14]
nelly09
Newbie
Dabei seit: 20.11.2009
Beiträge: 1
Hallo,

wenn ich mir das von euch so durchlese, könnte ich zu der Annahme gelangen, dass meine Kinder (6 Jahre und 8 Monate) auch die leichte Form der Schweinegrippe im August hatten, Fieber über 39°C, Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall. Die Kleine war mehrere Tage im Krankenhaus. Mein Mann und ich haben uns nicht angesteckt. Bei den Kindern wurde ein Magen-Darm-Infekt diagnostizert (sah ja auch ganz danach aus) und auf die bekannten Viren getestet, was allerdings negativ war.
Jetzt hab ich hier aber auch gelesen, dass man sich mit Spenglersan Kolloid G vor der Grippe schützen kann. Würde ich gern tun. Wie soll ich das anwenden, wenn überhaupt, da ich noch stille, zwar nicht mehr voll, aber noch hauptsächlich. Wäre für eine entsprechende Info sehr dankbar. Liebe Grüße und bis bald!
Antworten Profil
Verfasst am: 20.11.2009 [23:04]
AndreaSchmelz
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Beiträge: 1610
Liebe nelly09,
Spenglersan Kolloid G kann auch während der Schwangerschaft und Stillzeit angewendet werden. Wie es angewendet wird, steht hier: www.elternwissen.com/forum/beitraege/gesundheit/spenglersan-kolloid-g-gegen-schweinegrippe.html Sie können aber bedenkenlos auch höher dosieren (bis zu 10 Sprühstöße pro Gabe) und natürlich bei ersten Infektzeichen auch gleich nehmen! Es kann dann bei beginnendem Schnupfen in die Nase gesprüht werden bzw. bei Halsweh in Wasser gegurgelt werden.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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Verfasst am: 20.11.2009 [23:44]
julia21
Newbie
Dabei seit: 20.11.2009
Beiträge: 2
hallo meine tochter (2) ist immer sehr viel krank musste schon zwei mal ins krankenhaus weil sie immer was mit den brochen hat und beim letzten mal eine lungenendzündung jetzt weiß ich nicht ob ich sie impfen soll ich war schon beim kinderarzt aber der meinte wir impfen sie jetzt nur mal gegen die normale grippeimpfung kann ihr jetzt noch viel passieren oder sollte ich sie garnicht impfen
Antworten Profil
Verfasst am: 21.11.2009 [01:29]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
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Beiträge: 1610
Liebe julia21,
die aktuellen Meldungen zeigen, dass so gut wie jeder, der jetzt Grippe hat, an Schweinegrippe erkrankt ist. Die "normale" saisonale Grippe ist weitgehend durch die Schweinegrippe verdrängt worden. Insofern nützt der normale Grippeschutz jetzt nicht besonders viel. Da wäre, wenn Sie impfen lassen wollen, die Impfung gegen Schweinegrippe sinnvoller.

Daten aus Kanada zeigen, dass bei Kindern Asthma der wichtigste Risikofaktor dafür ist, ob ein Kind schwer an der Schweinegrippe erkrankt. Ich zitiere aus der Studie:

"Am Hospital for Sick Children in Toronto wurde bereits am 8. Mai das erste Kind mit einer so genannten Schweinegrippe eingeliefert. Bis Mitte Juli wurden 58 Kinder behandelt. Fast alle hatten Vorerkrankungen (46 Kinder) oder waren jünger als 2 Jahre (5 Kinder), letzteres ein bekannter Risikofaktor für einen schweren Verlauf.

Der einzige wesentliche Unterschied zur saisonalen Grippe, den der Studienautor Upton Allen durch den Vergleich mit 200 Grippeerkrankungen aus früheren Jahren fand, war eine Asthmaerkrankung: Von den Kindern, die so schwer erkrankten, dass sie ins Krankenhaus mussten, waren bei der Schweinegrippe 22 Prozent asthmakrank, bei der saisonalen Grippe waren es hingegen nur 6 Prozent. Und fast die Hälfte der asthmakranken Kinder mit Schweinegrippe mussten auf der Intensivstation behandelt werden."

Asthma (auch wiederholte Bronchitisschübe und Lungenentzündungen können in diese Richtung deuten!) ist also ein Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Schweinegrippe. Das heißt natürlich nicht, dass jedes Asthmakind mit Schweinegrippe ins Krankenhaus muss, aber das Komplikationsrisiko ist eben erhöht.

Auch wenn Pandemrix nicht der bestmögliche Impfstoff ist, gibt es derzeit leider keinen anderen, sodass Sie sich mit Ihrem Kinderarzt noch einmal beraten sollten.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz



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Verfasst am: 23.11.2009 [11:18]
steffken1970
Junior
Dabei seit: 23.05.2009
Beiträge: 8
Hallo miteinander,
hallo Frau Dr. Schmelz,

ich habe mir aufgrund Ihrer Empfehlung auch das Spenglersan Kolloid G gekauft und spraye nun fleissig bei unserem Sohnemann. Ich hatte gehofft, es auch bei mir anwenden zu können (ich bin schwanger im 4.Monat). Ich musste aber dann im Beipackzettel lesen, dass die Anwendung bei Schwangeren und stillenden Frauen nicht empfohlen wird. icon_rolleyes.gif
Wie sieht Ihre abschließende Meinung dazu aus?

Besten Dank vorab für Ihre Antwort

Stefanie
Antworten Profil


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