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Deutschunterricht: Rechtschreibung im 2. Schuljahr

Autor Nachricht
Verfasst am: 10.09.2010 [13:07]
Evchen
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 11.03.2009
Beiträge: 7
Hallo,

Ich habe ein Problem mit dem Deutschlehrer meines Sohnes. Im ersten Schuljahr war es bislang so, dass die Schüler immer nur so geschrieben haben, wie sie es gehört haben. Fehler wurden auch nicht angestrichen, außer wenn es sich um schon sehr oft geübte Wörter handelte. Nun haben wir im 2. Schuljahr einen neuen Lehrer, der wirklich alles anstreicht. Grundsätzlich finde ich es okay, damit die Schüler es irgendwann auch mal lernen.
Mein Sohn sollte als Hausaufgabe aufschreiben, was er sich für das zweite Schuljahr wünscht. Er schrieb z.B. "Ich wünsche mir das ich fiele freunde habe." Angestrichen war das "viele" (klar!), aber auch "Freunde" und das "dass". Insgesamt sah der ganze Text irgendwie rot aus. Unten drunter stand dann "Toll gemacht".
Mein Sohn war total verwirrt. Warum man Freunde groß schreibt und freuen klein. Warum man "das Buch" schreibt und dort auf einmal "dass". Ich finde das aber noch viel zu schwierig, um ihm das alles zu erklären. Ist es bei euch auch so, dass alles angestrichen wird, auch was noch gar nicht gelernt wurde?

Danke für den Rat!
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Verfasst am: 26.07.2012 [09:02]
Bobi
Newbie
Dabei seit: 23.07.2012
Beiträge: 2
Hallo, ich habe mich erst kürzlich mit einer Freundin darüber unterhalten. Uns wurde als Eltern beim Elternabend deutlich erklärt, wir sollen keinerlei Korrekturen bei Schreibübungen vornehmen es sei denn, es handele sich um ein Wörterdiktat. Nun war ich bei dem Elternabend nicht dabei und habe, sobald ich einen Fehler gesehen habe, meinen Sohn korrigiert. Ich habe dann mit mehreren Freundinnen gesprochen. Die haben alle Kinder die aufs Gymnasium gehen werden. Die Meinungen gehen auseinander. Die eine Freundin erzählte, das in der 4. Klasse auf einmal 20 Fehler in einem Diktat bei ihrer Tochter auftauchten und im gesamten Klassenverband das Diktat nicht berauschend war, so daß daraufhin der Lehrer das Diktat wiederholen ließ. Meine Freundin meinte, sie habe daraufhin mit mehreren Lehrern vom Gymnasium, mit diesen sie bekannt ist, gesprochen. Diese meinten, das Problem wäre keins da Gymnasiasten durch die Bank Probleme bei der Rechtschreibung hätten und es darauf nicht ankäme....eine andere Freundin meinte, du nimmst deinem Sohn den Spaß am Schreiben wenn du ihn verbesserst...also soll ich unseren Sohn jetzt auch viel mit f schreiben lassen....hat er nämlich auch gemacht....nö, das habe ich verbessert! Und, er hat es sich auch gemerkt! Wir lesen viel tolle Geschichten und ich merke, das er dadurch ein recht gutes Gefühl für die Rechtschreibung entwickelt hat. Außerdem auch ich habe kein Trauma durch meine Schulzeit erlitten, nur weil meine Mama mich verbessert hat....im Übrigen hat mein Sohn in seinem Zeugnis stehen "fehlerfreie Diktate und Übernahme von Texten"....jetzt frage ich Dich, wie das wohl zustande kommt... bestimmt nicht, weil ich ihn einfach alles so schreiben lasse, wie er es möchte! Ich lasse mich gern belehren aber als "alte Mutter" über 40 habe ich auch meinen eigenen Kopf und beschreite durchaus andere Wege als mir vorgegeben werden. Und für alle die Mamas, die meinen, hier ist eine Übermama am Werk...ein Trauma habe ich bislang bei meinem Sohn nicht bemerkt....
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Verfasst am: 05.06.2013 [13:03]
steffi_friedlich
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 31.05.2013
Beiträge: 11
Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass man falsche Sachen verbessern und nicht so stehen lassen sollte, weil sich sonst evtl die falschen Sachen einprägen. Die Frage ist doch die der Wertung: Wenn im Text ganz viele Sachen angestrichen sind, aber nur wenige davon schon gelernt wurden, sollte trotzdem noch eine gute Bewertung gegeben werden, sonst nicht. Erklär das doch einfach deinem Kind, dann muss es sich nicht wundern, dass bei soviel Rot trotzdem "Toll gemacht" drunter steht.

Lg, Steffi
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