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17-jähriger macht was er will

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Verfasst am: 14.03.2016 [12:50]
MBirgit
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 14.03.2016
Beiträge: 1
Wir haben einen Sohn, 17 Jahre 4 Monate. Er hatte von Anfang an immer Probleme mit der Konzentration, regelmäßige EEG und Medikamente waren die Folge als eine Absencenepilepsie festgestellt wurde.
Seit Juli 2014 wohnen wir in der Nähe einer brandenburgischen Kreisstadt. Gemeinsam haben wir die Entscheidung getroffen, umzuziehen, zumal es ihm in der Oberschule nicht gefiel.
In Klasse 9 neue Schule, neue Klasse und Lehrer alles war super wie er auch selbst bestätigte. Der Start in der neuen Klasse war super. Die richtigen Freunde, ohne Drogen und Alkohol waren schnell gefunden und oftmals auch Übernachtungsgäste bei uns. Klar, Ärger gab es wegen der Pubertät auch...aber was dann passierte...immer mehr liess er "5 grade sein"...Hausaufgaben luxus, Priorität hatte die Xbox und PC. Wir versuchten mit ihm zu reden, erst Lernen dann xbox in vernünftigem Maße. In Absprache mit ihm, erhielt er Nachhilfe, weil er auf unsere Hilfangebote nicht einging und wir angeblich alles falsch erklären. Wir dachten das das Halbjahreszeugnis mit 3 "5" davon 2 in Hauptfächern ihn aufwecken würde. "Ich schaff das schon", seine Standartantwort. Wir versprachen ihm, wenn er die 9. Klasse schafft, einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen und investierten noch einmal etwa 250 € für Mathenachhilfe in 2 Wochen, weil er die Zusatzprüfung schaffen wollte. Naja...das ganze hat nicht funktioniert. Die Klassenlehrerin schlug vor, ihn von der Schule zu nehmen, da die Klassen auf 30 Schüler aufgestockt werden würden und seine Chancedie 9. im 2. Anlauf zu schaffen, sich weiter minimieren würden. Sie schlug uns die Berufsvorbereitung vor, wo er sich ausprobieren könnte. Wir haben uns zu Hause lange unterhalten und nach einer Bedenkzeit wollte es unser Sohn auch. Die grobe Richtung stand ebenfalls bei ihm fest: Gastronomie. Das hatte sich nach freiwilliger Ferienarbeit sogar noch gefestigt.Lohn: Zusätzliches Taschengeld und ein sehr gutes Arbeitszeugnis. Es könnte alles so prima sein wenn....
Wie schon gesagt, Zwistigkeiten zwischen uns und ihm gab es etwa ab 2013 immer...Pubertät eben.
Aber das ganze steigerte sich dann immer mehr, dass er keine Regeln mehr einhielt, uns behandelte wie Sch... Auf die Frage, ob er das mit allen so machen würde, meinte er" nein nur mit euch rede ich so". Das Geld dass er bekommt in der Berufsausbildung etwas über 200 € war schnell alle. Ergo legten wir ihm aus und holten es uns nach der nächsten Zahlung mit seinem Einverständnis wieder. Wenn wir nicht nach seiner Pfeife tanzen, dann werden wir "bestraft". Beispiel: Der Nahverkehr fährt nicht bis tief in die nacht. Möchte er sich länger mit Freunden treffen als bis 16.15 Uhr müssen wir ihn aus der nahen Kreisstadt abholen. Wenn wir ihn dann bitten, um 18.00 Uhr am Treffpunkt zu sein, kommt er garantiert erst 20 Min später. Treffs mit Freunden am Wochenende, wo wir fahren müssen...wir werden vor vollendete Tatsachen gestellt" Fahrt mich um 14.00 Uhr nach X, um 18.00 Uhr holt mich wieder ab."Ihr wollt ja nicht, dass ich den ganzen Tag vor der xBox sitzte also..." Wenn wir ihn bitten uns in Haus oder Garten zu helfen oder sein Zimmer wenigstens zu reinigen...Fehlanzeige
Wenn wir ihn auffordern, vernünftig mit zu reden..."redet ihr erstmal vernünftig mit mir".
Ich hab auch schon angeboten, gemeinsam zu einer Beratungsstelle zu gehen. Mein Mann hat nach einer Zeit nachgegeben, weil er gemerkt hat, dass wir das allein nicht schaffen. Unser Sohn..."ich nicht ich komm nicht mit oder ich red nicht mit denen...."
Wenn wir Besuch haben, oder wir sind mal unterwegs gemeinsam ist er der höflichste Junge den es gibt, aber kaum sind die Leute weg, dann gnade uns Gott, wenn wir vielleicht noch irgendwas über ihn gesagt haben und wenns aus der Vergangenheit ist...umso schlimmer.
Wenn wir ihn drauf hinwiesen dass er nächsten Tag zur Arbeit oder zur Schule muss und mal früher ins Bett sollte...tja da wird dann extra lange gemacht. Er gibt sogar zu, in der Schule zu schlafen
Die anfängliche Euphorie "ich krieg jetzt den Abschluss" war praktisch nichtig. Die anfänglichen 1, 2, 3 wandelten sich zu 4, 5, 6. Er hat sogar ein Praktikum in einem renomierten Hotel/Restaurant bekommen.Scheinbar sind auch alle mit ihm zufrieden und evt. steht sogar ein Lehrvertrag dahinter, wenn da nicht die Schule wäre. Wir nehmen es sogar in Kauf, ihn wenn er Spätdienst hat um 22.00 Uhr abzuholen. Ehe man dann zu Hause wieder ist (10 km hin und 10 km zurück) ist es etwa 23.00 Uhr und morgens vor 6.00 Uhr klingelt dann schon wieder der Wecker.
Was mir auch Angst macht ist seine geringe Frustrationstoleranz und seine Aggression. Ein verlorenes xBox Spiel, schon muss etwas dran glauben. Im letzten Jahr waren es ca. 1000€ ...Cotroller, Handys, Fernseher. Dieses Jahr sind es bereits 4 Controller.
Tja und gestern nacht war der Höhepunkt: 1.30 Uhr mordmäßiger Radau in seinem Zimmer wg. eines verlorenen Fifa 15 Spiels. Den höflichen Hinweis meines Mannes er möge doch endlich Feierabend machen ignorierte er mit "blablabla". 2.40 Uhr war dann endlich Ruhe um 5.35 Uhr ging dann der Wecker. Als ich los auf Arbeit musste um 6.40 Uhr war er noch nicht fertig, also bin ich losgefahren. (Hab ich nach der Nachtaktion das 1. Mal gemacht, ansonsten wenn er mitfährt, komm ich immer zu spät auf Arbeit. Der Linienbus fuhr 10 min. später. Jedenfalls whatts app terror war die Folge. Und jetzt will er unbedingt, dass wir ihn heute 18.30 Uhr abholen (Wir hatten ihm in Aussicht gestellt, dass wir ihn um 18.00 Uhr abholen werden wenn alles klappt Aber nach der letzten Nacht. Er ist der Meinung, dass 1.30 Uhr schon nicht mehr dazu gehört.). Wir haben gesagt, dass er mit dem letzten Bus der um 16.30 Uhr bei uns ankommt zu hause sein soll. Er: Er er pennt dann irgendwo....
Vom Elterntelefon 0800... gibts keine Hilfe, da Mo nur bis 11.00 Uhr jemand da ist.
Da wir uns keinen Rat mehr wissen regelrecht schon auf dem Zahnfleisch kriechen, wollten wir heute Nachmittag zu unserem Hausarzt, der das Problem kennt. Ich war letztes Jahr schon mal wg. psychosomatischer Probleme krank geschrieben. Die "Opipram" hab ich letzten Sommer wieder abgesetzt, als es besser zu werden schien, nehme sie aber seit etwa 4 Wochen wieder.
Doch wegen seiner Äußerung "Dann penn ich halt irgendwo" haben wir uns entschlossen, uns Rat beim Jugendamt zu holen. Doch ist da bis ca. 15.00 Uhr Beratung.
Mal sehen....was da raus kommt.

Aber vielleicht gibt es ja hier Eltern die ähnliches erleben und erlebt haben und uns auch noch Rat und Tipps geben können.





[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.03.2016 um 14:07.]
Antworten Profil
Verfasst am: 23.07.2017 [17:05]
Fleford
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 23.07.2017
Beiträge: 10
Sorry aber Meinung nach ist es die Schuld der Eltern. Ich würde ihm einfach alles wegnehmen, kaputt machen sodass er keine xbox mehr hat und sonstigen unnötigen Kram. Anfänglich wär er stinksauer, würde vielleicht einen Monat irgendwo anders pennen abe glaubt mir er kommt wieder. Und wenn er wieder kommt, wird er euch um Verzeihung bitten. Ihr müsst eurem Sohn die Augen öffnen und das geht in diesem Falle nur auf die sehr harte Tour. Sorry.
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