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Allein am Tisch und so frustriert

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Verfasst am: 07.05.2009 [08:47]
caprice73
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 29.08.2008
Beiträge: 13
Hallo,

wir haben hier auch ein Schulproblem. Mein Sohn (6 Jahre) geht in die erste Klasse und war/ist von Anfang an einer großer Quatschmacher. Es gibt Phasen, in denen es bedeutend besser wurde, aber gerade jetzt nach den Osterferien ist es wohl wieder sehr schlecht geworden.
Das Hauptproblem war nun, daß er bei eigenständigen Arbeiten z. B. auf einem Arbeitsblatt kaum noch zum eigenen arbeiten gekommen ist, weil er ständig mit den Tischnachbarn geredet hat, Quatsch gemacht hat etc.
Die Lehrerin hat ihn nun allein an einen Tisch gesetzt, in der Hoffnung, daß er sich dann besser auf die Arbeit konzentrieren kann. Prinzipiell hilft ihm das glaube ich schon, denn zu Hause haben wir ein ähnliches Problem, wenn er mit mir am Eßtisch seine Hausaufgaben macht. Er läßt sich durch alles ablenken und es dauert ewig, bis er fertig ist bzw. bis er überhaupt mal anfängt. Geht er allein in sein Zimmer sind die Hausaufgaben blitzschnell und meist auch völlig korrekt erledigt.
Durch das alleine sitzen ist er jetzt allerdings total frustriert und "drohte" damit, sich jetzt völlig zu verweigern. "Dann mache ich halt gar nichts mehr", war seine Aussage dazu. Leider ist er in vielen Dingen sehr uneinsichtig und sucht die Schuld immer nur bei den anderen. In ruhigen Gesprächen komme ich nicht an ihn ran, um ihm zu erklären, wie er es besser machen könnte.
Wie kann ich ihm da raus helfen? Es könnte vielleicht eine Chance für ihn sein, zu zeigen was wirklich in ihm steckt. Der Stoff ist für ihn leicht verständlich und er hat keine Probleme.
LG
Nicole

Liebe Grüße

Nicole
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Verfasst am: 11.05.2009 [11:11]
caprice73
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 29.08.2008
Beiträge: 13
Hat denn keiner eine Idee für mich? icon_cry.gif icon_wink.gif

Liebe Grüße

Nicole
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Verfasst am: 11.05.2009 [20:39]
AnnetteHoll
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.06.2008
Beiträge: 52
Sehr geehrte Userin!

Ich verstehe sehr gut, dass Sie Ihrem Sohn aus dieser Situation helfen wollen.

Zum einen kann ich die Reaktion der Lehrerin verstehen. Denn vielmals hilft es unruhigen Kindern, sich an einem Einzelplatz besser zu konzentrieren udn nicht von anderen Kindern oder Dingen ablenken zu lassen.
Allerdings ist es für Ihren Sohn mit 6 Jahren noch schwierig nachzuvollziehen, dass sie das nicht macht, um ihn zu ärgern, sondern um ihm eigentlich zu helfen. Denn so könnte er sein Potential zeigen.

Bei Ihrem Sohn geht diese Aktion leider in eine andere Richtung: Er fühlt sich bestraft und reagiert jetzt eher mit Verweigerung. Das ist natürlich im Hinblick auf seine Schulzeit fatal, denn wenn er jetzt am Anfang schon die Lust verliert, dann hat das weitreichende Konsequenzen für sein Selbstbild, seine Leistung und nicht zuletzt später seine Noten.

Ich halte es für sehr wichtig, dass Sie schnellstenst das Gespräch mit der Lehrerin suchen und ihr berichten welche Konsequenzen Ihr Sohn aus dem Wegsetzen gezogen hat. Sie sollten gemeinsam versuchen, eine Lösung für ihn zu suchen.
Vielleicht könnten Sie mit der Lehrerin eine Zeit vereinbaren, innerhalb derer er sich "bewähren" kann und dann zur Belohnung wieder an einen Platz mit Nebensitzer darf. Eventuell könnten Sie mit Belohnungspunkten arbeiten, die er für jeden gelungenen Schultag bekommt. Bei ...Punkten darf er wieder zu einem Freund sitzen.

Ich denke, Ihr Sohn ist vom Alter her noch zu jung, um nur über den Kopf und über Erklärungen zu verstehen, warum es gut für ihn sein soll anders als seine Mitschüler alleine sitzen zu müssen, um gut lernen zu können. Dennoch ist es natürlich wichtig mit ihm darüber zu sprechen und zu versuchen, es ihm zu erklären. Sinnvoller ist es aber auf jeden Fall in KOmbination mit einem Belohnungssystem, bei dem er spürbare Konsequenzen (Sitzen neben einem Freund) spürt.

Es wäre eventuell auch sinnvoll in eine andere Richtung zu denken, die nicht nur das gezeigte Verhalten Ihres Sohnes betrifft, sondern eher den Hintergrund dieses Verhaltens. Sie schreiben, dass Ihrem Sohn das Lernen leicht fällt. Ist es ihm evtl. ZU leicht, fühlt er sich zu wenig gefordert? Vielleicht wäre es sinnvoll, sich auch darüber mit der Lerherin auszutauschen. Es wäre möglich, dass sein Verhalten sich ändert, wenn er sich in der Schule mehr gefordert fühlt. Bitten Sie die Lehrerin um Zusatzmaterial oder Lerntipps.

Mit freundlichem Gruß,
Annette Hol

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Verfasst am: 11.05.2009 [21:54]
caprice73
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 29.08.2008
Beiträge: 13
Vielen Dank für Ihre Antwort! Ich habe Ende der Woche Gelegenheit, mit der Lehrerin zu sprechen und werde Ihre Ideen (Punktesystem zur Bewährung) auf alle Fälle ansprechen. Vielleicht kann dies meinem Sohn auch wirklich einen Motivationsschub geben, eben wieder zu zweit am Tisch zu sitzen, denn er leidet wirklich sehr unter der Situation.

Auch werde ich das Thema einer evtl. Unterforderung ansprechen. Mal sehen, welchen Eindruck die Lehrerin da hat.

Liebe Grüße

Nicole
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