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ANGST VOR DER SOMMERSCHULE UND NEUER SCHULE

Autor Nachricht
Verfasst am: 17.05.2009 [00:03]
arcan1009
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 01.05.2008
Beiträge: 11
HALLO,
MEIN SOHN (5,5 JAHRE ALT) WIRD DAS KINDERGARTEN NAECHSTEN MONAT BEENDEN UND WIRD DIE GRUNDSCHULE ENDE SEPTEMBER ANFANGEN. WAERENT DER FERIEN MÖCHTE ICH DAS MEIN SOHN IN EINE SOMMERSCHULE GEHT, DA ICH NOCH EINE 2 JAEHRIGE TOCHTER HABE UND WENN BEIDE ZU HAUSE SIND IST DER TEUFEL IMMER LOS. LETZTES JAHR IST MEIN SOHN AUCH ZU EINER SOMMERSCHULE GEGANGEN WO ER SCHWIMMEN GELERNT HAT, SPIELE GEMACHT UND DURCH SPIELE WIEDER VIELES GELERNT HAT.BEIM SCHWIMMEN HATTEN WIR EINIGE PROBLEME DENN ER WOLLTE NICHT SCHWIMMEN GEHEN, ER HAT ANGST VOR DEM GROSSEN BECKEN. NUN MÖCHTE ER DIESES JAHR ZUR KEINE SOMMERSCHULE GEHEN ER MÖCHTE ZU HAUSE BLEIBEN UND WEINT UND MACHT EINEN HORROR. EIGENTLICH MÖCHTE ER AUCH ZUR KEINER ANDEREN SCHULE GEHEN AUSSER SEINEM KINDERGARTEN. ICH WEISS NICHT MEHR WEITER BITTE GEBT MIR TIPPS WIE ICH IHN DAZU BRINGEN KANN, ERSTENST SEINE ANGST VORM SCHWIMMEN WEGZUKRIEGEN, ZWEITENS SEINE ANGST VOR EINER NEUEN SCHULE WEGZUKRIEGEN UND DRITTENST SEINE DICKBÖCKIGKEIT WEGZUKRIEGEN. DANKE DANKE DANKE
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Verfasst am: 19.05.2009 [18:44]
AnnetteHoll
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.06.2008
Beiträge: 52
Sehr geehrte Userin!

Ich kann verstehen, dass es Ihnen Sorge bereitet, weil Ihr Sohn weder in die Sommer- noch in die richtige Schule gehen möchte.

Allerdings ist das bei vielen Kindern der Fall, wenn sie sich von ihrem vertrauten Ort, dem Kindergarten, trennen müssen. Dort waren sie jetzt (meist) drei Jahre lang, kennen das Spielzeug, den Ablauf und die Erzieherinnen. Die Schule wird von den meisten zwar herbeigesehnt und sie sind im Kindergarten gerne die Großen. Aber je näher sie dann wirklich kommt, desto ängstlicher werden die Kinder dann. Denn erst jetzt wird ihnen bewusst, dass es wirklich Ernst wird und sie gehen müssen.

Versuchen Sie Ihrem Sohn den Wechsel so positiv wie möglich zu vermitteln! Sprechen Sie nicht vom Ernst des Lebens, sondern von den MÖglichkeiten, die sich ihm durch den Besuch der Schule bieten werden: nämlich lesen und schreiben zu lernen.

Sicherlich macht es ihm Spaß, wenn sie zusammen den Schulranzen und den Turnbeutel aussuchen. Fahren sie einmal an einem Sonntag mit ihm zusammen zur neuen Schule und spazieren sie über den Schulhof, schauen sie durch die Fenster. Wiederholen sie das dann einmal an einem normalen Schultag, wenn ihr Sohn die dort spielenden und/oder lernenden Kinder sehen kann.
So kann er sich den Wechsel konkreter vorstellen und wird sich wahrscheinlich sicherer fühlen.

Bieten sie Ihrem Sohn an, Kinder aus dem Kindergarten einzuladen, die gemeinsam mit ihm in die neue Schule gehen werden. So können sich Freundschaften entwickeln und Ihr Kind erhält noch mehr Sicherheit, weil es weiß, mit wem es zusammen in einer Klasse sein wird.

Ich denke, Ihr Sohn möchte nicht in die Somerschule gehen, weil er ANgst vor dem Schwimmen hat. Er sieht vor seinem geistigen Auge nicht die anderen Dinge, die er dort tun kann, sondern nur das Schwimmbecken und das macht ihm Angst. Hat er generell Angst vor dem Wasser oder nur vor dem Schwimmbecken?

Ich denke, sie sollten ihn keinesfalls zum Schwimmen zwingen. Es ist wichtig, dass Sie ihm ein Gefühl der SIcherheit geben und das erreichen Sie, indem Sie mit ihm gemeinsam planschen (zunächst in einem flachen Becken) und im Wasser spielen und erst später dann in einem tieferen Becken auf Schwimmübungen machen.

Überlegen Sie sich außerdem, dass diese Sommerferien für Ihren Sohn die letzten sind, in denen er kein Schulkind ist. Vielleicht möchte er einfach noch ein letztes Mal seine Freiheit genießen. Später wird dann der Schulalltag sein Leben stark strukturieren und auch eingrenzen.

Wie lange würde die SOmmerschule denn gehen? Ich denke, es wäre ein guter Kompromiss, wenn Ihr Sohn einen TEil der Ferien zu Hause mit Ihnen und Ihrer Familie verbringen kann und den anderen Teil in die Schule geht.

Versuchen Sie bitte, Ihrem Sohn zu vermitteln, dass Sie ihn nicht in die Sommerschule abschieben möchten, sondern dass sie ihm vielmehr ermöglichen wollen, dort neue Dinge auszuprobieren und lernen zu können. Wenn Sie ihm sagen, dass er dort hin soll, damit Sie zu Hause Ihre Ruhe mit Ihrer Tochter haben, dann wird er das Gefühl haben, bei Ihnen unerwünscht zu sein. Dann wird er alle Hebel in Bewegung setzen, um bei Ihnen bleiben zu dürfen, weil er Angst hat, sonst etwas zu verpassen.

Versuchen Sie gelassen in den Sommer zu gehen und Ihn gemeinsam mit Ihrem Sohn und Ihrer Tochter zu genießen! Wenn Ihr Kind ab dem Herbst in die Schule geht, wird sich auch für SIe einiges ändern.

Mit freundlichem Gruß,
Anntte Holl

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.2009 um 18:45.]

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Verfasst am: 21.05.2009 [11:19]
suedwind
Junior
Dabei seit: 29.12.2008
Beiträge: 5
hallo Arcan,

vielleicht ist Dein einfach noch nicht soweit, eingeschult zu werden. 5 1/2 Jahre sind evtl. auch noch zu früh. Wartet doch einfach noch ein Jahr - 6 1/2 Jahre ist doch ein ideales Einschulungsalter.
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Verfasst am: 21.05.2009 [22:39]
buntemaus
Junior
Dabei seit: 26.09.2008
Beiträge: 6
Hallo Arcan,
unser Sohn ist ebenfalls 5,5 Jahre und hatte genau so Angst vor dem Wasser, wie Sie beschrieben haben, als er vor einem Jahr mit dem Schwimmunterricht begann. Inzwischen hat er im Schwimmverein Schwimmen gelernt und die Wasserangst weitestgehend verloren. Auch in der Vorschule war er lange Zeit ängstlich, da er nie genau wusste, was auf ihn wartet. Mit der Zeit konnten wir jedoch beobachten, wie er immer mehr Sicherheit erwarb. Aufgrund dieser Ängstlichkeiten und auch seiner Verspieltheit, die wir im Alltag beobachten, haben wir beschlossen Ihn erst nächstes Schuljahr einzuschulen, obwohl er als Septemberkind offiziell schulplichtig ist. Laut Kinderärztin, Psychologe entwickeln sich Buben langsamer als Mädchen und es ist ratsamer ihnen mehr Zeit zu geben, Sicherheit und Reife zu entwickeln. Im Fall Ihres Sohnes wäre es doch vielleicht ein guter Kompromiss, ihm die Sommerschule schmackhaft zu machen, aber dafür noch ein Jahr den Kindergarten zu verlängern.
Eine gute Entscheidung, viele Grüße, buntemaus
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Verfasst am: 23.05.2009 [13:52]
mucki2009
Junior
Dabei seit: 06.05.2009
Beiträge: 6
Hallöchen,

also ich denke auch, mit 5 1/2 hat der Junge ein Recht darauf die Geborgenheit zuhause nochmal in vollen Zügen zu geniessen, zumal er sieht, dass seine Schwester dies die ganze Zeit tun darf.

Ich kann verstehen, dass er nicht immer "abgeschoben" werden will.
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Verfasst am: 26.05.2009 [20:40]
butterbly
Junior
Dabei seit: 24.02.2009
Beiträge: 8
Hallo Arcan,

hast du deinen Sohn schon einmal gefragt, warum er nicht möchte oder wo genau das Problem liegt?
Sollte er es dir nicht sagen können, gäbe es auch die Möglichkeit im Spiel hinter die Ursachen zu kommen (z.B. ein Stofftier fragen lassen).

Fürchtet er abgeschoben zu werden, weil er dorthin muss und die Schwester hat die Mama für sich alleine?
Möchte er mehr Aufmerksamkeit?
Hat er Angst vorm Schwimmen?
Hat er andere Sorgen/Bedenken?

Zum Thema Schule: Wenn es die Möglichkeit gibt ihn später einzuschulen würde ihm das sicherlich einen rießigen Gefallen tun, da er offensichtlich noch nicht soweit ist. Muss er gehen, obwohl er eigentlich noch nicht möchte (mit 5,5 Jahren häufig) kann ihm das negative Gefühl, welches er mit der Schule verbindet, lange Zeit begleiten. Besser ist es, wenn er offen, freudig und neugierig auf die Schule zugeht - denn dann hat er bestimmt mehr Erfolg. Ihm ginge es besser und dir bestimmt auch!

Viel Erfolg!
butterfly



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 26.05.2009 um 20:41.]
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