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Hilfe bei Schulproblemen mit Eltern

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Verfasst am: 04.07.2009 [19:50]
Muggelchen
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 03.10.2008
Beiträge: 17
Ein herzliches Hallo erstmal!
Ich möchte mein Problem kurz schildern. Unsere Tochter geht in die erste Klasse Grundschule. Sie hatte dort viele Freunde, bis sich die Gruppenbildung bei uns einschleichte. Jetzt ist ein Mädchen ihre beste Freundin, das ist aber abhängig von der Tagesform des Mädchens. Einen Tag sind sie Freunde, am nächsten Tag sagt sie ohne Grund zu unserer Tochter du bist jetzt nicht mehr meine Freundin das ist jetzt .....
Unsere Tochter leidet sehr unter dieser Situation, denn sie kann sich nie richtig verhalten, egal was sie tut, es kann immer sein, dass es falsch war und ihre Freundin ihr die kalte Schulter zeigt. Meiner Meinung nach hängt sie sich zu stark an ein Mädchen, aber irgendwie kommt sie nicht los von ihr und sie will auch nichts mit Anderen ausmachen, nur mit dieser, obwohl ich denke, dass sie ihr nicht gut tut. Ab nächstes Jahr kommt sie in die Ganztagesklasse und dieses Mädchen ist auch dort drin. Ich hab riesen Angst, dass das noch ein Jahr so weiter geht und dann auch die schulischen Leistungen darunter leiden. Unser Familienleben leidet auch sehr stark darunter, vor allem am Wochenende. Komisch ist auch, wenn sie Nachmittags zusammen gespielt haben, und sich prächtig verstanden haben, schaut dieses Mädchen unsere Tochter garantiert am nächsten Tag nicht mal mehr an - grundlos. Sie hat jetzt schon oft bauchweh und will nicht in die Schule. Wir hatten mal vereinbart, dass die Kinder die Streitigkeiten unter sich klären und zu Hause nicht petzen, denn oft ist es ja so, dass sie am nächsten Tag wieder gut sind, aber dieses Mädchen kann man nicht einschätzen und ich merke, dass unsere Tochter leidet wie ein Hund, wenn sie wieder gestritten haben... Ich hab schon magenweh und mir schwirren nur noch die Gedanken im Kopf herum hoffentlich streiten sie heute nicht wieder, ich mag schon gar nicht mehr fragen wie es in der Schule war... bitte helfen Sie mir wie ich und meine Tochter am besten mit der Situation umgehen könnten.Mein Mann sagt ich soll mir nicht so viele Gedanken machen, das gibt sich schon wieder, aber das ist nicht so leicht, wenn man sieht wie das Kind Mittags aus der Schule kommt.

Vielen Dank vielleicht gibt es ja jemanden dem es genauso geht??????? banghead.gif banghead.gif banghead.gif banghead.gif banghead.gif banghead.gif banghead.gif banghead.gif banghead.gif

Träume nicht dein Leben sondern leben deinen Traum!
Liebe Grüße
Claudia
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Verfasst am: 05.07.2009 [21:13]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe Claudia,
am liebsten würden Sie Ihrer Tochter das Freundinnen-Problem abnehmen und das auserkorene Mädchen dazu bewegen, mit Ihrer Tochter zu spielen. Leider ist das nicht möglich und es handelt sich um ein ganz typisches Problem, mit dem Ihre Tochter alleine fertig werden muss, da Sie das andere Mädchen nicht zwingen können, nett zu Ihrer Tochter zu sein und mit ihr zu spielen. Deshalb hat Ihr Mann nicht so unrecht, wenn er meint, Sie sollten sich nicht so engagieren in dieser Sache.

Sie können Ihrer Tochter aber helfen, sich selbst klar zu werden, wie sie in Zukunft reagieren möchte. Will sie unbedingt und ausschließlich mit diesem einen Mädchen spielen, wird sie vermutlich auch in Zukunft damit rechnen müssen, verletzt und abgewiesen zu werden. Doch sie hat ja auch die Alternative, sich anderen Mädchen oder vielleicht sogar einem Jungen anzuschließen.

Wenn Ihre Tochter wieder mal traurig von der Schule heimkommt, können Sie aktives Zuhören praktizieren. Dabei geben Sie als Zuhörer das eben Gehörte, also die Botschaft Ihres Kindes, durch eine Rückmeldung wieder, so wie Sie es verstanden haben. Das aktive Zuhören ist eine gute Möglichkeit, um Ihr Kind zum Sprechen zu bringen und seine Gefühle ernst zu nehmen. Im Dialog mit Ihnen kann Ihr Kind nun daran gehen, selbst eine Lösung für sein Problem zu finden.

Durch Ihre Rückmeldung beim aktiven Zuhören bringen Sie Ihr Kind dazu, selbstständig zu denken und nach einer Lösung zu suchen, da Sie ihm keine „Patentlösung“ oder einen guten Rat aufdrängen. Sie zeigen Ihrem Kind damit, dass Sie ihm zutrauen, selbst mit diesem Problem fertig zu werden.
Ihr Kind kann verschiedene Lösungsmöglichkeiten vorschlagen, die Sie dann gemeinsam daraufhin überprüfen, ob sie auch praktikabel sind. So kann Ihre Tochter erkennen, dass es auch Alternativen gibt. Da "Freundin dazu bewegen, dass sie nett zu Ihrer Tochter ist" nicht praktikabel ist (obwohl das Ihrer Tochter vermutlich die liebste Lösung wäre), können Sie Ihre Tochter durch entsprechende Fragen in eine andere Richtung leiten: "Was könntest du denn auf dem Schulhof noch machen, wenn deine Freundin nicht mit dir spielen will?"

Zusätzlich könnten Sie gemeinsam überlegen, ob es nicht eine außerschulische Möglichkeit gäbe, andere Mädchen kennenzulernen und eine andere Freundin zu finden (z.B. Turnverein, Musikschule, Gruppenstunde). Hat Ihre Tochter eine weitere Freundin, könnte es sein, dass das andere Mädchen sich automatisch netter benimmt, denn nun hat es Konkurrenz zu fürchten. Bisher hat Ihre Tochter treu und brav gelitten und gewartet und das andere Mädchen konnte sich damit sozusagen alles erlauben, weil es sich sicher war, dass Ihre Tochter mit Kusshand am nächsten Tag wieder mit ihr spielen würde.

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.2009 um 21:15.]

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Antworten ProfilWWW
Verfasst am: 06.07.2009 [06:58]
Muggelchen
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 03.10.2008
Beiträge: 17
Vielen Dank für die tollen Ratschläge. Ja unsere Tochter hat schon noch ausserschulische Freunde, aber dieses Mädchen hat so eine Anziehungskraft auf die Klasse, dass sich ich fast alle Mädchen angeschlossen haben,wie wir am WE erfahren haben. Selbst die Lehrer haben dies bemerkt und sagen aber sie könen nicht agieren, weil das Problem nur in den Pausen auftritt. Es ist noch ein Mädchen da, das sich dem anderen Mädchen gegengestellt hat, diese wurde so gemobbt, dass sie während des Schuljahres die Klasse gewechselt hat,weil sie nur noch gebrochen hat. Die Situation ist sehr verfahren in dieser Klasse, so dass ich hoffe, dass sich das ganze nächstes Jahr entspannt, wenn die Ganztagesklasse kommt und die Karten neu gemischt werden. Dieses Mädchen geht sogar soweit, dass sie, egal mit wem unsere Tochter was ausmacht zum Spielen, und seien es auch Kinder die nicht in unsere SChule gehen, alles daran setzt, auch mit diesen Kindern was auszumachen und sie dazu zu bringen ausschließlich mit ihr zu spielen. Warum das manche Eltern zulassen weiss ich nicht, aber egal mit wem unsere Tochter spielt, das Mädchen spielt am nächsten Tag auch mit ihr und dann hat sie wieder keinen mehr,als würde ein System dahinter stecken, was es natürlich nicht tut, aber der Gedanke könnte einem schon in den Sinn kommen. Unsere Tochter ist total demotiviert und hat ständig Bauchschmerzen, schläft kaum noch und ist sehr weinerlich geworden. Das war sie früher nicht. Zu dem kommt noch dazu, dass das Mädchen in unserer Nachbarschaft wohnt, und sie dann ihr auch noch immer zeigt wer gerade bei ihr beim spielen ist.

Liebe Grüße
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Liebe Grüße
Claudia
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Verfasst am: 06.07.2009 [22:00]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe Claudia,
das scheint ja schon ein ganz kapitales Problem in der Klasse Ihrer Tochter zu sein! Offenbar haben alle anderen Mädchen Angst vor diesem einen Mädchen und schlagen sich auf ihre Seite, damit sie nicht selbst zum Opfer werden. Und das in der ersten Klasse - echt übel!

Ich bin allerdings der Meinung, dass die Lehrkräfte da unbedingt eingreifen sollten, denn "nur in den Pausen" (logisch, wann denn sonst - im Unterricht geht es ja nicht!) fällt ganz eindeutig in den Bereich der Schule und deren Aufsichtspflicht. Nun ist das Schuljahr zwar schon oder zumindest fast zu Ende (je nachdem, aus welchem Bundesland Sie kommen), sodass jetzt tatsächlich erst mal abgewartet werden kann, ob Ihre Tochter auch nächstes Jahr wieder mit diesem Mädchen in der Klasse ist.

Wenn ja, würde ich frühzeitig mit dem Klassenlehrer sprechen, denn da sollte bald eingegriffen werden! Ich will mir gar nicht vorstellen, wie dieses Mädchen erst agieren wird, wenn sie 14 oder 15 Jahre alt ist! Bitte sehen Sie einmal hier nach, hier finden Sie Informationen zum Thema Mobbing in der Schule:
www.elternwissen.com/schule-und-eltern/schulprobleme.html
www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/bayern/fragen_paed_psy/verhaltensprobleme/index_05883.asp
www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/bayern/fragen_paed_psy/verhaltensprobleme/index_05882.asp
www.schulberatung.bayern.de/schulberatung/bayern/fragen_paed_psy/verhaltensprobleme/index_05885.asp

Alles Gute und herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz


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Verfasst am: 07.07.2009 [07:11]
Muggelchen
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Beiträge: 17
Guten Morgen°!
Vielen Dank für die Links!

Ja leider kommt unsere Tochter mit diesem Mädchen in die Klasse nächstes Jahr. Da auch sie in die Ganztagesklasse geht. Nun hier werden die Karten neu gemischt und es kommen neue Mädchen dazu. Ich hoffe sie orientiert sich dann auch anders. Wir sind aus Bayern und haben noch 3 Wochen Schule. Wenn sie sich verstehen ist alles in Ordnung, aber das weiss man halt vorhernicht und so kann es sein dass gestern die Welt in Orndung war und sie zusammen gespielt haben und heute aus heiterem Himmel gemobbt wird. Das andere Mädchen hat auch eine altere Schwester, die ebenfalls von der kleinen unterdrückt wird und darunter leidet. Es bringt also nix, mit den Eltern zu reden da diese die Problematik nicht sehen mögen. Die Lehrer wollen sich nicht einmischen, denn das Verhalten bei Mädchen sei normal, so sagte mir unsere Schul-Vertauenslehrerin. Unsere Konsequenz ist dass unsere Tochter ab der 3. Klasse in eine Mädchen-Privat SChule geht und ganz aus dem Kreis hier heraus kommt. Die Schule ist 30 Minuten zu fahren weg und ich denke da sind auch viele fremde Kinder und somit der Weg frei für neue Freunde, die die alten hier gar nicth kennen. Aber nichts desto trotz haben wir noch ein Jahr zu überbrücken, denn indie Privatschule kann sie erst ab der 3. Klasse gehen. Wie wir das Jahr rumkriegen sollen ist mir ein Rätsel zumal sie dann nächstes Jahr dann bis um halb vier zusammen sind.Wie kann ich meiner Tochter beibringen sich von diesem Mädchen zu lösen??? Sich inder Klasse neue Freunde zu suchen , die ihr nicht ständig weh tun?

Liebe Grüße
Claudia icon_confused.gif

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Liebe Grüße
Claudia
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Verfasst am: 09.07.2009 [06:55]
Muggelchen
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Dabei seit: 03.10.2008
Beiträge: 17
Guten morgen!

Gestern kam meine Tochter wieder nach Hause und sagte wenn ich der... das morgen nicht mitbring und mit ihr tausche ist sie nicht mehr meine Freundin. Sie traut sich nix mit anderen auszumachen, weil sie angst hat alleine dazustehen. Jetzt hat sie auch noch angst vor dem kommenden Schuljahr!
Wie kann ich ihr beibringen sich von diesem Mädchen zu lösen ohne sie zu beeinflussen. Ich kann ihr doch nicht verbieten mit dem Mädchen zu spielen. In der Schule bin ich nicht dabei und wenn sie ihr ständig nachrennt, dann kann ich nix machen. Wie lernt sie, dass sie das sein lassen soll. Anscheinend ist die Schmerzgrenze noch nicht erreicht, denn sie tut sich damit ja selber weh....
Bitte helfen Sie mir. Unsere Lehrer sagen die letzten drei Wochen wollen sie da nichts mehr machen, das Schuljahr ist eh gelaufen (o-Ton lehrer!)
Zu Hause erzählt das andere Mädchen natürlich nichts davon, deren Mutter denkt die Welt sei in Ordnung!

Liebe Grüße und danke
Claudia icon_confused.gif

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Liebe Grüße
Claudia
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Verfasst am: 09.07.2009 [21:09]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe Claudia,
über die schon in meinen obigen Beiträgen aufgeführten Möglichkeiten hinaus können Sie meiner Meinung nach nichts unternehmen. Sie schreiben selbst, dass die Schmerzgrenze Ihrer Tochter wohl noch nicht erreicht ist und so lange Ihre Tochter unbedingt die Freundin dieses Mädchens sein will, können Sie wenig tun (verbieten halte ich auch für sinnlos). Ich bin aber sicher, dass Ihre Tochter irgendwann selbst erkennen wird, dass ihr dieses Mädchen nicht gut tut.

Also noch etwas Geduld und, wenn nötig, tröstender Zuspruch für Ihre Tochter!
Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz


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