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Unbeantwortetes Thema

HILFE! Klassenlehrer mobbt meine Tochter!

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Verfasst am: 08.07.2009 [19:47]
LoreleyGilmore
Newbie
Dabei seit: 08.07.2009
Beiträge: 1
Hallo und guten Tag,

unsere Tochter ist 11 Jahre alt und besucht die 5. (nach den Ferien 6.) Klasse der Realschule bei uns am Ort. Ich bin alleinerziehend, ziehe aber mit dem Papa meiner Kleinen an einem Strang und er kümmert sich vorbildlich mit um unser Kind und beteiligt sich trotz Trennung an der Erziehung.
Von Anfang an hatten wir bei dem Klassenlehrer - einem gelernten Designer, der nun Mathe und Kunst gibt - ein merkwürdiges Gefühl.
Unsere Tochter hat Asthma und war öfter Krank, da sie eine Zeit lang für Infekte sehr anfällig war. Sie ist mit einem Mädchen befreundet, das ebenfalls eine (chronische) Krankheit hat und sogar öfter ins Krankenhaus muß. Dieses Mädchen will unsere Tochter immer für sich alleine haben und stellt alles an, ihr in den Rücken zu fallen. Sei es bei Klassenkameraden, wie auch bei Lehrern/ anderen Erwachsenen. Unsere Tochter hängt dennoch an ihr, zumal sie sich andererseits ergänzen (z. B. beim Lernen - Schulstoff ergänzen nach Krankzeiten). Das nur kurz als Vorgeschichte.

Unsere Tochter hat bereits mehrfach absichtlich nicht beim Sport mitgemacht (vorgetäuscht, keine Sportsachen mit zu haben), wenn dieses Mädel mal wieder eine Entschuldigung für Sport hatte und nicht mit machte. Bei ihrer Mutter kriegt sie alles durch - mit ihrer Krankheit und Tränendrüsen. Das hat sie wohl richtig drauf.

Am Montag vor den Sommerferien hatten sie in der Schule Sponsorenlauf. Da unsere Tochter aufgrund des andauernden schwülen Klimas, ihrer Allergien, der Feinstaub- wie auch Ozonbelastung eh schon tagelang Atemprobleme hatte, haben wir ihr eine von uns beiden unterschriebene Entschuldigung mit gegeben, in der ausdrücklich auf ihr Asthma eingegangen wurde und die Teilname komplett abgesagt wurde.
Die Freundin der Kleinen rief einen Tag vorher an und fragte, ob unsere Tochter mit laufen würde. Wenn sie nicht mitliefe, würde sie sich auch entschuldigen lassen.

Der Lehrer lies die Mädchen die Strecke von 3,2 km gehen lassen. Wenn sie schon nicht laufen wollten/ könnten, sollten sie wenigstens die Strecke abGEHEN.
Am Abend ging es unserem Kind total schlecht. Sie hatte Atemnot (brauchte nach der Veranstaltung ihr Aerosol, sonst wäre es noch schlimmer gewesen). Ihre Haut war fahl, sie lag k.o. und schwach auf der Couch und ihr war übel.
Ich wurde noch am Nachmittag angerufen, daß es ihr nicht gut ginge und verließ meine Arbeit eine Stunde früher.

Noch von der Arbeit aus schrieb ich eine Beschwerde-eMail an den Schulleiter. Von Gesprächen mit dem Lehrer versprach ich mir nichts, da er a) oft unfreundlich ist und auch "von oben herab" und b) bisher derartige Unterfangen fruchtlos verliefen.
Als unsere Tochter länger krank war, habe ich 3 Tage lang versucht, das Sekretariat anzurufen und niemanden erreicht. Dies wurde später mit Telefonanlagen-Problemen erklärt.
In der Nähe wohnt nur die Freundin meiner Tochter, die jedoch selbst krank war und die Entschuldigung nicht mit in die Schule nehmen konnte. Nach ein paar Tagen rief der Klassenlehrer an und schnauzte mich in herrschigem Ton an, was denn bitte mit meiner Tochter los sei und wies mich darauf hin, daß ich verpflichtet sei, eine schriftliche Entschuldigung einzureichen. Außerdem brauche er ein ärztliches Attest, denn er fände es merkwürdig, daß meine Tochter zeitgleich mit ihrer Freundin krank sei.

Wie gesagt, aus diesen Gründen schrieb ich direkt an den Schulleiter.

Gestern nun erhalte ich einen Brief des Schulleiters, in denen er "die Vorwürfe gegen den Lehrer als haltlos zurückweist" und bekundet, wie empört der Lehrer sei. Anbei fügte er eine schrifltiche Stellungnahme des Lehrers. Der Lehrer behauptet, er habe die Kinder mit gehen lassen, da sie gebettelt hätten und über Langeweile geklagt. Über das Asthma des Kindes sei er nur "vage" durch die Eltern informiert.
Als Zeugin, daß sie freiwillig mit gegangen seien, beruft er sich auf die Aussage der Freundin meiner Tochter ihm gegenüber.
Weiter sei aus der Entschuldigung nicht zu entnehmen gewesen, daß das Kind die Strecke nicht hätte gehen können.
Wieviel deutlicher soll man noch schreiben, als daß sie NICHT TEILNEHMEN soll????

Der Schulleiter setzt noch einen oben drauf und meint in Frage stellen zu müssen, ob man künftig noch vertrauensvoll miteinander arbeiten könne, bittet zum Gespräch mit ihm und dem Lehrer und stellt außerdem in den Raum, es wäre dann ja wohl auch die Frage, ob unsere Tochter an der 2tätigen Klassenfahrt im August teilnehmen könne.

Ich persönlich empfinde den Brief als anmaßende Frechheit und Nötigung. Man wird indirekt unter Druck gesetzt, ja die Füße still zu halten, da das Kind sonst auch noch bestraft wird dafür, daß der Lehrer sich einfach über die Entschuldigung hinweg gesetzt hat.

Unser Kinderartzt ist auch gleichzeitig der Amtsarzt in unserem Gebiet. Er wird uns ein Attest schreiben über den Gesundheitszustand unserer Tochter und bestätigen, daß er in einem Attest bezüglich Fehlzeiten auch schon auf die Asthmaerkrankung einging.

Wie sollen wir uns verhalten? Ich möchte mich für mein Kind einsetzen, habe nun aber die Befürchtung, daß die Schule sie darunter leiden lassen wird.
Kann die Schule sie wegen ihrem Asthma von der Klassenfahrt ausschließen?

Meiner Meinung nach überschätzen sich Kinder oft und können ein Risiko wie an jenem Tage nicht selbst einschätzen. Der Lehrer schon, zumal er durch die Entschuldigung informiert war.

MfG,

Loreley...
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