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Keine Lust auf Üben und Lesen

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Verfasst am: 28.09.2009 [11:43]
Miezekatze
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 24.08.2009
Beiträge: 2
Hallo!
Unser Sohn (8 Jahre) besucht zum zweiten mal die 2. Klasse. Seine damalige Lehrerin fand, das sein Lesen zu schwach für die 3. Klasse wäre und es besser wäre ihn nochmal gehen zu lassen. Was wir auch dann taten. Wir haben auch mit ihm darüber geredet und uns auch kundig gemacht, was wir tun sollen. Nur leiden sieht es zur Zeit so aus, dass er überhaupt keine Lust hat daran was zu ändern. Er will nicht lesen und üben für Arbeiten. Es endet immer im Streit und aus der Lesehausaufgabe ist wieder nichts daraus geworden. Ihm ist es auch egal ob er beim lesen eine 6 bekommt. Neulig sagt er auch. Es würde eh nichts bringen die 2. nochmal zu machen. Naja das hatte leider ein Erwachsener gesagt zu ihm.

Wir wissen leider nicht mehr weiter. Vielleicht weiß ja jemand einen Rat.

Bis bald
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Verfasst am: 29.09.2009 [11:00]
AnnetteHoll
Quelle der Weisheit
Dabei seit: 26.06.2008
Beiträge: 52
Sehr geehrte Leserin,

ich kann gut verstehen, dass Sie besorgt sind, weil Ihr Sohn keine Lust hat, für die Schule zu üben und vorallem seine Lesehausaufgaben zu machen. Aus Ihrer Sicht scheint dsa dringend notwendig zu sein, um seine Rückstände aufzuholen.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass Ihr Sohn seine Motivation für die Schule leider schon verloren hat. Zwar haben Sie mit ihm über das notwendige Wiederholen der zweiten Klasse gesprochen. Er selbst kann das aber wohl nicht richtig nachvollziehen. Er ist dafür auch noch zu klein, um das vom Kopf her und auf längere Sicht zu verstehen.

Hat er denn in der neuen Klasse schon Anschluss gefunden oder trauert er noch immer seinen Freuden aus der alten Klasse nach? Ich denke, es wäre grundsätzlich erstmal wichtig, ihm wieder Lust auf die Schule zu machen. Laden Sie Kinder aus seiner neuen Klasse zu sich nach Hause ein und lassen Sie sie einfach miteinander spielen.

Versuchen Sie keinen Druck auf Ihren Sohn auszuüben, denn sonst verschließt er sich im Extremfall ganz und wird auch in der Schule seine Mitarbeit einschränken.

Am besten probieren Sie, mit einem Belohnungssystem zu arbeiten, mit dem Sie sein positives Verhalten belohnen und nicht über das Nicht-Geleistete schimpfen. Verteilen Sie hierzu einen Punkt, wenn Ihr Sohn für die Schule übt oder liest. Am besten machen Sie auf einem Blatt eine Tabelle, in der Sie ein lachendes Gesicht einzeichnen, wenn Ihr Sohn einen Punkt bekommt oder Sie benutzen Klebepunkte dazu. Hängen SIe die Tabelle für Ihren Sohn gut sichtbar auf (z.B. am Kühlschrank, über seinem Schreibtisch usw.) Wenn er fünf Punkte hat (das wäre im Optimalfall nach einer Woche erreicht, am Wochenende sollte Pause sein), bekommt er von Ihnen eine Belohnung in Form eines Zoobesuchs, eines Spielabends, eines gemeinsam gebackenen Kuchens usw.

Vielleicht entspannt sich die Situation so etwas und Ihr Sohn bekommt nach und nach wieder mehr Lust auf das Lernen.

Mit freundlichem Gruß,
Annette Holl

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 29.09.2009 um 11:01.]

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Verfasst am: 30.09.2009 [10:46]
Joranna
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 17.04.2009
Beiträge: 13
Hallo Miezekatze,

wir hatten einen ganz guten Erfolg mit der Buchreihe "Erst ich ein Stück, dann du"
Es gibt verschiedene Titel mit jeweils unterschiedlich groß gedruckten Textabschnitten. Die kleinere Schrift liest der Erwachsene vor, bei der größer gedruckten ist dann das Kind dran. Das macht beim abendlichen Vorlesen echt Spaß und die Kleinen empfinden es nicht als erzwungenes Üben. Außerdem habe ich verschiedene Bücher für Erstleser besorgt und einfach hingelegt. Mein Sohn war neugierig genug, sich erst einmal die Bilder anzuschauen und dann auch mit dem Lesen zu beginnen.
Vielleicht hilft's auch bei euch? icon_wink.gif

Grüße
Joranna
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Verfasst am: 13.10.2009 [14:44]
johndorian
Newbie
Dabei seit: 13.10.2009
Beiträge: 4
Ich bin zwar kein Lehrer, und kann Ihnen deswegen natürlich auch nicht genau sagen welche Gründe es haben kein, wenn sich ein Kind dermaßen gegen das Lesen wert. Aber könnte es vielleicht sein, dass ihr Sohn schon mit Schwierigkeiten in die zweite Klasse aufgestiegen ist?

Möglicherweise fehlt ihm einfach bestimmtes "Basiswissen" aus der ersten Klasse. Das ist doch keinesfalls eine Schande und könnte mit einem persöhnlichen Nachhilfelehrer sicher in kürzester Zeit ausgeglichen werden.

Diese Theorie leuchtet mir am meisten ein, es macht doch auch keinen Spaß irgendetwas zu lernen, dass auf Stoffgebiete aufbaut die man noch nicht anständig beherrscht.
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