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Klassenlehrerin kritisiert ständig

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Verfasst am: 03.02.2010 [10:46]
E-leonora
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 03.02.2010
Beiträge: 2
hallo - ich habe mich auf dieser seite registriert, um ein bisschen erfahrungsaustausch zu betreiben und vielleicht den einen oder anderen tipp abgreifen zu können.
es geht um folgendes:

mein sohn ist nun in der 1. klasse, und von beginn an haben wir mehr oder weniger große probleme mit der klassenlehrerin.
ich halte es für wichtig, zwischen eltern, kindern und lehrern ein gutes, offenes verhältnis zu haben und bin von anfang an ruhig und höflich auf sie zugegangen - da mein sohn mein einziges kind ist, ist meine erfahrung als elternteil im schulalltag nicht so groß ausgeprägt icon_wink.gif , allerdings war ich immer der meinung dass man auch hier mit einem offenen ohr und etwas freundlichkeit sicher auch größere hürden meistern könnte. nun hätte ich nie gedacht, dass mir seine klassenlehrerin tatsächlich derart unsympathisch und fast schon hinterlistig entgegenwirkt. nicht nur das, mein sohn ist scheinbar stets an allem schuld. was bei anderen kindern der klasse abgetan wird, wird ihm ständig aufs butterbrot geschmiert. anfangs dachte ich noch, er übertreibt vielleicht - das erste schuljahr, ein anderer umgangston in der schule, alles ist neu, er muss sich eingewöhnen...ich dachte, es schmeckt ihm natürlich nicht dass er nicht mehr so rumtoben kann wie er es vom kindergarten gewohnt war. aber mehr und mehr stelle ich fest, dass sie (und das sage ich äusserst ungern) scheinbar einen "kieker" auf ihn hat. mit der erziehung haben wir es immer so gehalten, dass wir relativ offen und frei mit ihm umgegangen sind: er kann mit uns über alles reden, wir machen gern zusammen blödsinn aber trotzdem werden auch grenzen aufgezeigt und eingehalten. nun ist mein sohn 6 jahre alt, und ich stelle fest dass -so gern er auch lesen und schreiben lernen möchte- es ihm durch die extrem disziplinarische art der lehrerin recht schwer fällt. täglich steht in seinem hausaufgabenheft etwas neues: er kann nicht vernünftig lesen, er kann die buchstaben nicht...sobald ich mich zuhause mit meinem sohn an seinen tisch setze, mit einem glas saft und einem kleinen snack daneben -eben in entspannter athmosphäre- kann der kleine diese aufgaben super bewältigen!
man muss dazu sagen, dass seine klassenlehrerin mir anfangs recht sympathisch war, doch mein sohn mir beim abholen von der schule stets erzählte dass sie immer schimpft und nicht nett ist. anfangs habe ich ihm erklärt, dass sie jedes kind auch erst kennenlernen muss, so wie die kinder sie kennenlernen müssen und sie ihre art und weise in absehbarer zeit sicher verstehen werden, dass sie es nicht böse meint sondern die aufmerksamkeit der kinder braucht um ihnen beizubringen, schöne bücher zu lesen oder kleine briefe an die mamis zu schreiben. das hat eine ganze weile funktioniert, doch mittlerweile fruchtet das auch nicht mehr. eine situation, die ich relativ seltsam fand: ich hatte die federtasche meines sohnes durchgesehen und seine buntstifte angespitzt. am nächsten tag stand in seinem hausaufgabenheft, er hätte keine angespitzten bundstifte in der tasche, und auch das lineal war nicht in der schultasche (das lineal lag drin)...
dann bekommt er eintragungen, in dene steht er hätte gewisse unterrichtsmaterialien nicht dabei, die sich dann doch in der tasche befanden, oder eben im schuleigenen ablagefach meines sohnes. immer wieder höre ich von anderen kindern seiner klasse (!), dass ich doch besser darauf achten solle dass er alle sachen dabei hat...dann hörte ich ein gespräch zwischen meinem sohn und seinem besten freund, in dem mein sohn sagte "wenn du dies oder das tust, dann sag ich das der lehrerin" sein freund "na und, sie glaubt dir ja sowieso nie."

mittlerweile weiß ich nicht, was ich machen soll: wenn ich mit ihr spreche lächelt sie mich nur an und tut alles ab, als würde es nicht so schlimm sein. mich jedoch wurmt extrem, dass mein sohn ständig als trottel dargestellt und mir unterstellt wird, nicht die unterrichtsmaterialien zusammenzuhalten. und auch wenn ich es anfangs darauf schieben wollte, dass alles neu ist und sich jeder an jeden gewöhnen muss, denke ich so langsam dass vielleicht doch eine gewisse antipathie zwischen ihm und seiner lehrerin entwickelt hat. ich benutze ungern das wort "mobbing". ich überlege, mir das noch eine weile anzusehen und nebenher einige andere schulen zu besichtigen. ich denke, es ist an einer schule, in der die lehrer seit 30 jahren tätig sind, sich gut kennen, auch relativ ausweglos sich noch mit der rektorin der schule zum gespräch zu treffen.
mein sohn muss kein einserschüler werden, und auch nicht von allen geliebt, aber es ist mir wichtig dass ihm das lernen spass macht, dass er erfolge sieht und sich motiviert fühlt. eine lehrerin die ihm nur seine fehlerpunkte vorzählt und ihn ständig kritisiert ist dabei nicht gerade hilfreich.

was sagt ihr dazu? mich interessiert eure meinung.
liebe grüße icon_wink.gif

lachen bedeutet schadenfroh sein, aber mit gutem gewissen.
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Verfasst am: 08.02.2010 [19:58]
brimi
Alter Hase
Dabei seit: 28.04.2009
Beiträge: 23
Hallo E-leonora! Ich denke, Du solltest der Lehrerin evtl. sagen, dass Dich die genannten Vorkommnisse wurmen. Vielleicht auch nachfragen, wie die Lehrer darauf kommen, dass die Stifte nicht gespitzt sind, obwohl Du diese am Vortag gespitzt hast. Das ist bestimmt eine unschöne Situation für Deinen Sohn, wenn sie ihn immer auf den Kiecker hat. Ich würde glaube ich, jede neue Situation sofort mit der Lehrerin besprechen und somit "aus der Welt räumen". Einen Schulwechsel würde ich als letzten Ausweg in Betracht ziehen. Gruß von brimi icon_biggrin.gif
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Verfasst am: 10.02.2010 [10:27]
lille
Newbie
Dabei seit: 27.07.2009
Beiträge: 4
Hallo E-leonora,
ohje, mir kommt da einiges sehr bekannt vor. Meine Große hatte auch diverse Probleme in der Schule aufgrund der Art der Lehrerin. Sie hat regelmäßig, ab Mitte der 1. Klasse über Bauch und Kopfschmerzen geklagt wenn sie zur Schule musste. Und es fing mit Kleinigkeiten an. Wenn ich sie gebeten habe etwas ordentlicher zu machen kam, nein Frau.. hat das und das gesagt, wenn sie dann anschließend ein paar Tage später genau das versuchte zu verändern hieß es, ja, Frau .. hat gesagt ich soll das doch anders machen. Auf Nachfrage bei der Lehrerin hieß es dann, aber das habe ich doch nicht zu Ihrer Tochter gesagt!! Aber wohl zu einem anderen Kind. Glücklicherweise ist sie aber in der Klasse mit ihren Klassenkameraden gut ausgekommen. Da hat es auch merkwürdige Sachen gegeben, aber die lagen, denke ich, an mangelnder Kommunikation und der schon bekannten Problematik alles auf sich zu beziehen.
Gespräche mit der Lehrerin waren i.d.R. immer nett und freundlich aber im Grunde wenig hilfreich. Ideen der Hilfestellung sind nicht angenommen worden, aber vielleicht hatte die Lehrerin auch den Eindruck, wir würden ihre Anregungen nicht ernst nehmen?!? Ich muss dazu sagen, dass unsere Kinder ihre Hausaufgaben alleine machen sollen, sie können bei Problemen fragen, aber es wird nicht korrigiert, ich bin schließlich kein Hilfslehrer. Genauso ist es ihre Sache den Ranzen zu packen und auf ihre Materialien zu schauen. Stifte würde ich nicht anspitzen, die Anregung dass es hilfreich ist soetwas am Tag vor der Schule zu machen ja, aber umsetzen müssen dies die Kinder selber. Und das vertreten wir auch den Lehrern gegenüber. Manchmal lernt man eben besser wenn man sieht, dass etwas nicht so reibungslos läuft wie es laufen könnte. Klar bieten wir Hilfestellung an, aber auf Nachfrage oder auch auf Bitte der Lehrer hin, dann möchte ich allerdings genau wissen was sie von uns wollen und wie das umgesetzt werden soll.
Wir haben seinerzeit leider keinen Schulwechsel vollzogen (sie wollte wegen ihrer Freunde nicht)und unsere zweite geht zur gleichen Schule und hat wenig Schwierigkeiten. Nachdem die Große nun auf der weiterführenden Schule in einer Montessoriklasse ist geht es auch gut bergauf. Ja, sie hat noch Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und Lesen und Schreiben sind nach wie vor ein Albtraum, ABER dafür macht ihr Schule jetzt zumindest größtenteils SPAß!!!
Und das ist, denke ich, Gold wert und alles kann nicht Spaß machen oder wer hat schon gern Vokabeln gebüffelt?!
Hat er denn in seiner Klasse keinen wirklichen Freund? Einen, den man nicht erpressen muss indem er ihm androht zur Lehrerin zu gehen weil er etwas tun könnte was er nicht soll? Ich denke auch, dass er sich da wohl besser auf die Zunge beißen sollte, als seine "Leute" zu verpetzen, aber ich kenne natürlich nicht die Situation. Ich kann Dir nur empfehlen, rede mit den Lehrern, evtl gibt es einen Vertrauenslehrer den man hinzu ziehen kann. Redet gemeinsam, mit Deinem Sohn und nicht über ihn. Manchmal ist es hilfreich, das Kind sieht das es ernst genommen wird und der Lehrer muss dann zwangsläufig auch sehen, das er eine vollwertige Persönlickeit vor sich hat. Ermuntere Deinen Sohn, seine Sachen selbst zu ordnen und zu regeln, evtl. lag das angeblich nicht vorhandene Material ja auch daran, dass er es nicht gefunden oder heraus geholt hat?!? Vielleicht kann er ja auch einen Klassenrat anregen so seine Klasse keinen hat, da können dann gut Schwierigkeiten untereinander mit Lehrerhilfe geklärt werden und auch Schwierigkeiten mit dem Lehrer können gemeinsam besprochen werden.
So, nun ist das alles viel länger geworden, hoffe es hilft trotzdem. Ansonsten gerne nachhacken.
Viel Erfolg
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