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Mein Kind verschließt sich

Autor Nachricht
Verfasst am: 09.02.2010 [11:35]
LiCo
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 09.02.2010
Beiträge: 1
Hallo,
ich brauche mal dringend einen Rat. Meine Tochter (8 ) geht in die 2. Klasse und wird von der Klasse vollkommen ausgegrenzt. Dazu sollte ich vielleicht von vorne anfangen um das ganze besser zu erklären: Sie hat das ADH-Syndrom und bekommt schon von Schulbeginn anMedikamente. Sie ist wie fast jedes ADHS-Kind sehr aufgedreht. Wir haben von anfang an offen mit den Lehrern darüber gesprochen weil wir für sie einen möglichst normalen Schulalltag haben wollten. Was anfangs auch super klappte. Nach und nach kam sie dann immer häufiger von der Schule nach hause und war total verschlossen oder super gereitzt. Als ich sie dann mal angesprochen habe, weil sie weinen in ihrem Zimmer war sagte sie mir das sie von den Kindern geärgert wird weil sie immer nach Rauch stinke. Dazu muss ich sagen das mein Mann und ich Raucher waren als sie damals in die Schule kam. Danach haben mein Mann und ich mit dem Rauchen aufgehört. War schwer aber es hat geklappt, nun dachten wir eigentlich das das ganze (ca 1/2 Jahr nach dem Gespräch mit ihr) mit dem hänseln und ärgern aufhört, da wird nicht mehr rauchen und sie nun auch nicht mehr nach rauch bzw ihre Kleidung stank. Aber falsch, dann waren es andere Sachen die die Kinder als "angriff" gefunden hatten. Sie ist sehr sensibel und nimmt sich alles sehr zu Herzen und zieht sich dann schnell zurück. Sie sagte dann die die Kinder immer folgendes zu ihr sagen: Man kann nicht mit dir spielen, du nervst usw. Daraufhin haben wir mal wieder ein gespräch mit den Lehrern geführt, das sei alles nicht so, sie sucht immer einen ruhigen platz und möchte mit keinem Spielen. Bis ich dann mitbekommen habe wie es ist. Sie wird ausgeschlossen wenn sie mit jemanden spielen will wird sie weggeschupst beim Sport ist sie immer die letzte die allein hinter der Truppe zur Halle geht sie ist die einzige die in der Pause auf einer Bank sitzt und mit keinem redet oder spielt. Dann haben wir wieder mit den Lehrern gesprochen, die sagen sie würden davon nix mitbekommen. Dann gab es ärger das sie einem anderen Kind etwas geklaut haben soll (sie hatte genau den selben Gegenstand: ein Stabilobleistift in violett leider ohne Namen drauf) und wurde von den Kindern "fertig" gemacht, bis raus kam das sie es nicht geklaut hat sondern das Kind es nur beim einpacken in die falsche Tasche geräumt hat. Mitlerweile ist das Problem so groß das sie jeden Morgen Bauchweh hat oder Kopfweh hat und nicht in die Schule will. Nun kommt sie ab Sommer in eine andere schule mir ihrer Klasse und ich habe angst das sie dort ganz unter geht. trotz gesprächen usw nichts hatte erfolg wie kann ich mein Kind stärken damit sie nicht weiter in sich versinkt und ich bald garnicht mehr zu ihr durch dringe sie spricht jetzt schon kaum noch über das was in der schule passiert, will nicht mehr hin oder ich muss sie weinen von der schule abholen nach der 2. Stunde oder so und sagt ihr gehts nicht gut und zuhause ist alles wieder in ordnung.
Antworten Profil
Verfasst am: 09.02.2010 [22:22]
AndreaSchmelz
Super-Nanny
Dabei seit: 31.03.2008
Beiträge: 1610
Liebe LiCo,
was Sie von Ihrer Tochter berichten, klingt nach einer ausgeprägten Schulangst. Kein Wunder, denn wie Ihre Tochter in der Klasse behandelt wird, ist auch höchst belastend für sie. Da Gespräche mit der Lehrerin keine Besserung gebracht haben, können Sie sich noch an den Elternbeirat oder den Direktor der Schule wenden. Ein Schulwechsel steht im Sommer ja ohnehin an, jedoch habe ich nicht ganz verstanden, was "mit der ganzen Klasse" gemeint ist. Für Ihre Tochter wäre es sicher hilfreich, wenn sie in einer neuen Klasse (mit neuen Mitschülern und einem verständnisvollen Lehrer) unbelastet noch einmal von vorne anfangen könnte.

Ich empfehle Ihnen, mit Ihrer Tochter zum Kinderarzt zu gehen und die Probleme zu schildern. Ich denke, Ihre Tochter benötigt psychologische Unterstützung, und der Arzt kann Ihnen sicher weiterhelfen, an wen Sie sich an Ihrem Ort wenden können (ggf. an die nächste Erziehungsberatungsstelle, www.bke.de).

Herzliche Grüße
Ihre
Andrea Schmelz

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