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Meinentwegen muss mein Sohn auf die Sonderschule

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Verfasst am: 15.05.2008 [17:19]
Katja
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 15.05.2008
Beiträge: 1
Hallo

Als ich meinen Sohn damals (Mai2006) an unserer Grundschule anmelden wollte meinte Die Direktoren das seine Aussprache noch sehr schlecht wäre und man prüfen lassen sollte ob er nicht auf einer Sonderschule besser aufgehoben wäre.Leider war ich damals so naiv und habe diesen dämlichen Antrag unterschrieben. mein Sohn wurde geprüft und hinterher hieß es immer ja er hat leichte sprachschwierigkeiten aber alles halb so wild die Gutachten die diese Leute schrieben lasen sich dann ganz anders. Schwere Sprachstörung bis hin zur emotionellen unterentwicklung. Er sollte auf eine Sonderschule. Wir haben uns natürlich quer gestellt und einspruch erhoben. Lange haben wir garnichts mehr vom Schulamt gehört unser Sohn wurde normal eingeschult und sollte dann nochmals getestet werden. Er sollte dann noch logopädisch betreut werden. So an diesem Punkt habe ich es versaut. Wir sind selbstständig was unsere finanzielle Situation eher verschlechtert hat. Irgentwann konnten wir die Krankenkasse nicht mehr zalen und standen schneller ohne da als wir gucken konnten. Erst haben wir uns geschämt hilfe zu suchen und haben in dieser hinsicht den kopf in den Sand gesteckt und immer nur gedacht ab nächsten Monat wird es besser dann geht wieder alles. Tja dann wurde es Zeit nachweise für die Logopädische Behandlung zu erbringen. ich habe dies erst verdräng. Nun bin ich dabei mich arbeitslos zu melden (Hartz4) was sich als ziemlich zeitaufreibend erwies(mintlerweile 2 monate), damit ich wenigstens wieder eine Krankenversicherung habe. Leider alles zu spät mein Sohn muss nun laut beschluss ab morgen auf eine Sonderschule. Wie bekomme ich Ihn da schnellst möglich wieder runter?? Kann mir da bitte jemand einen Tipp geben? Aber bitte ncht nur Vorwürfe die mache ich mir seber genug.
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Verfasst am: 15.05.2008 [18:34]
AntjeLeh
Newbie
Dabei seit: 15.05.2008
Beiträge: 1
Mein Vorschlag: einfach auch mal das positive an der Sache sehen:

mein Sohn besucht schon seid Kindergartentagen einen Sprachheilkindergarten bzw. mittlerweile die 4. Klasse einer Sprachheilschule. Seine sprachlichen Defizite hat er zwar mittlerweile aufgeholt, aber er wird auch weiterhin die dortige Hauptschule besuchen, da er in Deutsch ganz allgemein noch Schwierigkeiten hat.

Zumindest bei uns ist es so, dass diese Schulen sich an den allg. üblichen Lehrplan halten und somit ein Übergang in eine Regelschule jederzeit (am besten aber nach der 2. oder 4. Klasse) möglich ist (wenn das ganze auf freiwilliger Basis basiert).

Die Klassen in der Sprachheilschule sind klein (10-12 Kinder), es wird Förderzusatzunterricht angeboten (der keinem Kind schaden kann) und somit ist die Betreuung für die einzelnen Kinder viel, viel besser als auf einer Regelschule mit ca. 30 Kindern in der Klasse.

Der einzigste Nachteil in meinen Augen ist einfach, dass mein Sohn sehr spät aus der Schule kommt (hat aber bereits Mittag gegessen und ist mit den Hausaufgaben fertig).

Ich würde das nun nicht als riesen Katastrophe ansehen, sondern erstmal in Ruhe abwarten, vielleicht überwiegen die Vorteile dann ja doch noch. Kopf hoch!

Liebe Grüße von Antje
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Verfasst am: 19.05.2008 [16:14]
UtaReimannHöhn
Profi
Dabei seit: 18.04.2008
Beiträge: 43
Liebe Katja,

wenn Ihr Sohn wirklich große sprachliche Schwierigkeiten hat, dann ist die Förderschule keine schlechte Lösung. Dort kann ja viel individueller auf ihn eingegangen werden, als dies an einer Regelschule möglich ist.

Bevor Sie alle Hebel in Bewegung setzen, um diese (letztlich nicht abwendbare Entacheidung) zu verhindern, sollten Sie sich zuerst einen Eindruck der in Frage kommenden Schule verschaffen und sich dort informieren. Es gibt ja viele unterschiedliche Förderschulen. Der Öffentlichkeit sind immer nur die bekannt, an denen stark verhaltensauffällige Kinder unterrichtet werden. Ihr Kind käme ja wahrscheinlich auf eine Sprachheilschule, oder? Das kann ihm enorm nutzen. Ein späterer Wechsel zurück auf die Regelschule ist auch durchaus möglich, wenn er seine Probleme überwunden hat.

Bitte überlegen Sie auch, ob Ihr Kind nicht momentan an einer Regelschule völlig überfordert ist und den Schonraum gut gebrauchen kann.

Gegen die Förderschulüberweisung können Sie erstmal schriftlich beim Schulamt Einspruch erheben. Auf Dauer wird das aber nicht viel nutzen, denn wenn Ihr Sohn in der Klasse einfach nicht mithalten kann, braucht er (zumindest zeitweilig) eine andere Beschulung.

Viel Erfolg,



Uta Reimann-Höhn



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Verfasst am: 07.07.2008 [12:43]
Scheckerin
Alter Hase
Dabei seit: 07.07.2008
Beiträge: 24
Hallo!

Ich denke als Erstes: Hören Sie damit auf, sich selber solche Vorwürfe zu machen! Ich habe selber Erfahrung mit der Logopädie machen können und die bewirken keine Wunder! Ein Kind das eine Sprachstörung hat, braucht unter Umständen eine jahrelange Therapie neben der Beschulung in einer Regelschule!

Ich denke zudem: Seien sie froh, wenn ihr Kind eine Sprachheilschule besuchen "darf"! Warum? Wissen Sie eigentlich wieviel mittlerweile in den Grundschulen abverlangt wird und wie gemein die Kinder zu anderen Kindern sein können, die eine Sprachstörung haben??

Ich wünsche es gäbe eine solche spezielle Schule für meine hochbegabte Tochter! Aber da gibt es nur teure Privatschulen.

Schauen Sie sich die Vorteile doch mal an:

* Kleinere Klassen, dadurch eine individuelle Förderung möglich!

* Kinder die ähnliche Probleme haben und sich daher mehr respektieren, anstatt ihr Kind zu hänseln.

* Durch die individuelle Förderung kann ihr Kind dennoch ein sehr guter Schüler sein und es stehen ihm daher auch alle Wege in der Zukunft offen!

*Nun noch etwas persönliches: Schauen Sie sich Ihre Nachricht an. Sie haben selber Schwierigkeiten sich richtig auszudrücken und machen viele Rechtschreibfehler. Sie hätten auch eine spezielle Förderung in der Schule gebraucht! Machen sie nun nicht einen viel schlimmeren Fehler, indem Sie diese nötige Förderung bei Ihrem Kind verweigern! Heutzutage schickt man kein Kind einfach so in eine Sonderschule, wenn es nicht nötig ist, denn diese Schulen kosten dem Staat richtig viel Geld! Also ich denke, in Ihrem Fall ist es einfach angebracht und hat nichts damit zu tun, dass Ihr Kind nicht beim Logopäden war. Und wenn sie schon nicht genug Geld haben, so bekommt Ihr Kind diese nötige Sprachförderung nun UMSONST! Seien Sie froh, anstatt dass sie diesen guten Weg für Ihr Kind nun boykottieren.

Viel mehr ist bei Ihnen dass Problem, denke ich, was die Nachbarn reden! Lassen sie die doch reden! Seien sie stolz, dass ihr Kind nun die nötige Förderung bekommt, die es braucht! Stehen sie zu Ihrem Kind! Nehmen sie, wie es ist, machen sie sich selber doch nicht das Leben so schwer!

Ich kenne ein sehr intelligentes Kind, dass noch mit 8 Jahren in einen Sonderkindergarten geht, weil es auch Sprachstörungen hat. Oft sind gerade die klügeren Kinder schlecht in Deutsch und in der Sprache, aber genauso die weniger intelligenteren.

Das ist aber nicht das Wesentliche! Viel wesentlicher ist, die Stärken und Fähigkeiten Ihres Kindes zu entdecken und es hier gezielt zu fördern, auch wenn der Wunsch des Kindes ungewöhnlich ist.

Entspannen sie sich und halten sie inne und spüren in sich hinein, ob es nicht doch das Richtige ist!

Wenn Ihr Kind nicht auf diese Schule gehört, dann werden die Lehrer dort dies schon schnell selber sagen. Ich meine auch, besuchen sie umgehend diese Schule mit Ihrem Kind und lassen sie von der Schule selber einen Test machen! Wenn die dann auch sagen, dass Ihr Kind in die Sprachheilschule soll, dann ist das alles ok so!

Verbauen sie dem Kind nicht auch noch seine Möglichkeit nach kostenloser, staatlicher Förderung!

Wenn Sie aber der Meinung sind, ihr Kind leidet nicht an einer Sprachstörung, UND NUR DANN!, würde ich Einspruch erheben. Ansonsten müssen sie einen sehr schweren schulischen Weg für Ihr Kind in Kauf nehmen, wo es vielleicht untergeht, anstatt nach seinen Begabungen und Fähigkeiten gefördert werden zu können.

Ich denke: Lieber ein Sonderschüler unter Sonderschülern sein, als ein Sonderschüler unter Normalsprachfähigen Schülern zu sein!

Überlegen sie das bitte alles gut, bevor sie handeln. Es geht hier nicht um sie und Ihre Peinlichkeiten, es geht hier einzig allein, um die Förderung Ihres Kindes!

Ich finde es richtig, wenn sie nachfragen und anzweifeln, denn ein falscher Schritt ist nur schwer rückgängig zu machen.

Und sie haben ja nun draus gelernt. Sie haben Anrecht auf finanzielle Jugendfördermittel! Haben sie kein Geld, können sie dies beim Jugendamt beantragen. Dies müssen sie ja aber nun nicht mehr! Der Gang zum Jugendamt bleibt Ihnen erspart, seien sie froh! Denn nicht immer sind die einem so wohlgesinnt. Bei den vielen Fehlern die die machen, meinen die oft, sie müssten nun die Kinder, die zu Ihnen kommen, besonders beschützen. Seien sie froh, wenn das Kind nun in eine Schule darf, wo es sich selber leben darf!

Sollte Ihr Kind aber eine Sprachstörung haben, weil sie wegen der Selbstständigkeit zu wenig Zeit für das Kind hatten, dann nutzen sie nun die Zeit und spielen und reden und singen viel mit Ihrem Kind. Zeigen sie lieber Ihrem Kind, dass sie zu ihm stehen und ihn fördern werden, anstatt sich mit Selbstvorwürfen die Kraft zu nehmen, die sie nun für Ihr Kind brauchen!

Ich meine alles sehr von Herzen, nicht vorwurfsvoll, aber ich bin auch sehr direkt. Ich hoffe, dass es Ihnen nützlich war und sie nun bald klarer sehen werden und viel glückliche Stunden mit Ihrem Kind erleben dürfen!

PS: Auch ich mache Rechtschreibfehler! Ich bin sehr gut in Deutsch, aber es wühlt einen emotional schon sehr auf und dann sieht man seine Fehler erst später.

Herzlichst!

Scheckerin (Nickname)

[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 07.07.2008 um 12:50.]

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Verfasst am: 05.12.2008 [11:23]
engerl
Alter Hase
Dabei seit: 18.11.2008
Beiträge: 23
ich sage immer, zufälle gibt es nicht!
es hat einen guten grund wahrscheinlich, warum alles so gekommen ist, wie es ist!
dein sohn braucht vielleicht den kleineren rahmen,weil er in einem größeren schulgefüge untergehen würde? oder er trifft genau dort auf jene menschen,die ihn lieben und so gut in sein weiteres leben helfen....in seinen weiteren lebenlauf eine liebevolle stütze sind- er hat außerdem von vorne weg weniger druck....
daß du was versaut hast, liegt doch nur in den betrachtungen deiner augen und in (an) deinem wertesystem.
laß dich doch überraschen, wofür es alles gut ist,halte guten kontakt von anfang an mit den lehrern, denn ihr seid jetzt ein team zusammen, gemeinsam für euren jungen, das ist in manch anderen schulen nicht ganz so der fall und daß es so war wie es war/ist- man macht nix umsonst und man läßt nix umsonst!
dicker umärmel
engerl
Antworten Profil
Verfasst am: 16.02.2009 [23:05]
mady
Newbie
Dabei seit: 16.02.2009
Beiträge: 3
Liebe Katja

Mein Sohn hatte auch sehr viel Probleme in der Regelschule.Er war in der Entwicklung auch immer etwas zurück.Ich war mit ihm bei der Ergotherapie und beim Logopäden.Trotz Auditiver Wahrnehmungsstörung habe ich ihn in einer normalen Grundschule angemeldet.Die Lehrerin hat sich sehr bemüht ihm zu helfen.Es wurde auch eine Lese-Rechtschreibschwäche diagnostiziert.
Mein Sohn hat sich dort nicht wirklich wohlgefühlt.In einer Klasse mit 30 Schülern viel es ihm sehr schwer dem Unterricht zu folgen.Was man dann auch an den Noten sah.Er war sehr frustriert und wollte manchmal gar nicht mehr zur Schule.
Er wäre zwar nach der zweiten Klasse versetzt worden aber ich konnte das nicht mehr mit anschauen wie er sich jeden Tag quält.Also habe ich mich entschlossen (nach Absprache mit meinem Sohn)ihn in einem Sonderpädagogischen Förderzentrum anzumelden.Seine Lehrerin war ganz erstaunt und konnte erst nicht verstehen warum ich das mache.Sie meinte die Noten wären nicht so schlecht das er es bei ihr nicht schaffen würde.Trotzdem wagte ich diesen Schritt!
Für meinen Kleinen!
So, jetzt ist er in der 4. Klasse,fühlt sich pudelwohl und hat viele Freunde.In seiner Klasse sind 13 Kinder und es wird nach dem Lehrplan der Grundschule unterrichtet.
Es geht ihm dort richtig gut!
Man muß sich nicht schämen wenn das Kind in eine Förderschule geht!Wichtig ist,dass das Kind glücklich ist,gerne zur Schule geht und richtig gefördert wird.

Liebe Grüße
mady
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