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Probleme bei den Klassenarbeiten

Autor Nachricht
Verfasst am: 07.08.2008 [09:53]
Tim
Junior
Themenersteller
Dabei seit: 29.05.2008
Beiträge: 7
Hallo,

mein Sohn (9 Jahre) besucht die dritte Klasse, er hat erhebliche Schwierigkeiten bei den Klassenarbeiten und Tests. Wir lernen immer sehr gut dafür, aber wenn es drauf an kommt kann er das Gelernte nicht immer umsetzen. Sobald die Fragestellungen anders sind, als ich sie mit ihm übe, hat er große Probleme. Das schlägt sich natürlich massiv auf seine Noten nieder. Ich lerne mit ihm nach der Mindmapping-Methode, somit versteht er das ganz gut, ich kann ihm aber natürlich den Schulstoff, der nicht in den Heften steht, nicht beibringen. Was können wir beim Üben anders oder besser machen? Wir freuen uns über jeden Tipp.
Antworten Profil
Verfasst am: 07.08.2008 [11:42]
UtaReimannHöhn
Profi
Dabei seit: 18.04.2008
Beiträge: 43
Liebe Leserin, lieber Leser

Wenn ich Sie richtig verstehe, hat Ihr Sohn nicht speziell in einem, sondern in allen Fächern mit Transfer- oder Verständnisschwierigkeiten zu kämpfen. Es handelt sich also nicht um eine Teilleistungsschwäche, sondern um ein übergreifendes Problem. Nach Ihrer Schilderung sollten die Merk- und Gedächtnisfähigkeiten sowie die Transferleistungen Ihres Kindes verbessert werden. Ihr Sohn sollte lernen, sein vorhandenes Wissen auf andere Bereiche auszudehnen, also aus konkretem Wissen Regelhaftigkeiten abzuleiten (lesen Sie dazu in unserer nächsten Ausgabe den Beitrag „Merk- und Gedächtnistraining für Ihr Kind“). Gelingt ihm dies, so wird er auch mit Anforderungen aller Art langfristig besser zurechtkommen. Beispielsweise können Sie mit ihm ein beliebiges Diktat üben. Jetzt kann sich Ihr Sohn entweder merken (also auswendig lernen,) an welcher Stelle im Satz welches Wort groß geschrieben wird, oder aber er kann Regeln über die Schreibweise der Wörter lernen, etwa dass am Satzanfang immer groß geschrieben wird. Auf Dauer spart das Zeit und reduziert natürlich auch Fehler. Übungsaufgaben zum Erkennen von Regelhaftigkeiten sind beispielsweise: Was gehört nicht dazu? Haus, Wohnung, Auto, Hütte, Scheune, Bungalow. Hier muss das Auto als nicht dazugehörig erkannt werden. Oder: Ihr Kind kennt zwei Bücher? Lesen Sie aus jedem Buch drei markante Sätze vor und lassen Sie Ihr Kind diese dem jeweils richtigen Buch zuordnen. Falls sich die Leistungen Ihres Kindes nicht verbessern, sollten Sie es in einer Erziehungsberatungsstelle testen lassen. Vielleicht liegt seinen Schwierigkeiten eine Lernstörung oder eine Entwicklungsstörung zugrunde, sodass er eine gezielte außerschulische Förderung oder Therapie benötigt.

Viel Erfolg,

Uta Reimann-Höhn

Antworten Profil
Verfasst am: 17.12.2008 [08:40]
Ssaha5
Newbie
Dabei seit: 22.09.2008
Beiträge: 1
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Guten Morgen,

können Sie mir sagen, ob Sie in der Zwischenzeit eine Veränderung bei Ihrem Sohn ergeben hat und was Sie unternommen haben. Habe das gleiche Problem mit meiner Tochter und bin ziemlich verzweifelt. Für Ihre Hilfe wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Liebe Grüße

Saha
Antworten Profil


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