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Unbeantwortetes Thema

Probleme im 1. Schuljahr

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Verfasst am: 15.03.2017 [14:20]
fanja
Newbie
Dabei seit: 15.03.2017
Beiträge: 1
Hallo zusammen,
ich warne vor, das wird jetzt lang...

Mein Sohn (7 Jahre) ist letzten Sommer ganz normal eingeschult worden. Am Anfang gab es ganz immense Probleme in der Schule - nicht leistungsmäßig, aber von seinem Verhalten her. Er wütete, sprengte den Unterricht, war laut und aggressiv, hörte überhaupt nicht. Ich musste ihn mehrfach abholen, weil laut Klassenlehrerin kein Unterricht machbar war.
Nach langem hin und her fand im September ein an sich sehr konstruktives Gespräch statt und es wurden Möglichkeiten erörtert, wie Lehrerin und mein Sohn besser zueinander finden und sein Verhalten besser werden könnte.
Es wurde besser - nicht gut, aber mein Sohn störte weniger, war kaum noch am Wüten und weit weniger aggressiv. Das Verhalten zwischen und uns der Lehrerin war jedoch sehr angespannt. ihrer Meinung nach haben wir nicht genug getan (sie hat Schweigepflichtsentbindungen überall her, wir waren in der Erziehungsberatung und haben darüber hinaus noch die schulpsychologische Beratung dazu geholt) und Gespräche mit ihr zu führen war wirklich schwer.
Auf Wunsch der Klassenlehrerin beantragten wir sogar einen Integrationshelfer. Dieser Antrag schließt ein psychiatrisches Gutachten mit ein. Den haben wir nicht bewilligt bekommen, weil unser Sohn zwar unruhig, aber nicht seelisch behindert ist.
Im Januar fing unser Sohn an, andere Kinder körperlich anzugehen.

Im Februar kam die schulpsychologische Beratung mit ins Boot. Ab dem Zeitpunkt wurde die Zusammenarbeit zwischen der Lehrerin und uns GsD sehr viel konstruktiver. Es wurde erneut ein Belohnungs- / Smileysytem angeregt, dass diesmal auch durchgeführt wurde.
Das in den Wochen angesetzte Ziel, freundlich zu anderen Kindern zu sein. Das lief mal mehr, mal weniger gut, aber es waren definitiv Fortschritte zu erkennen und wir freuten uns, dass es in die richtige Richtung geht.

Bis zu Beginn der Woche. Das Ziel wurde geändert, die Rückmeldung vom ersten Tag war durchwachsen.
Gestern hat unser Sohn ein Mädchen mit seinem Bleistift gestochen, bis es blutete und die Lehrerin an der Hand verletzt (wohl auch mit dem Bleistift). Er war frech und extrem aufmüpfig. DAs war auch nachmittags bei uns noch der Fall.

Heute rief mich die Lehrerin dann um 9 Uhr an, ich solle ihn abholen, er würde nicht hören und wäre rausgelaufen. Und sie übernimmt keinerlei Verantwortung mehr für ihn. Sie kann mir also nicht versprechen, dass er das Schulgelände nicht verlässt, bis ich da bin.

Als ich ankam, habe ich meinen Sohn erst einmal gefragt, was los war: seine Antwort: ich war schlecht drauf.
Da kam die Lehrerin auch an, ich soll ihn jetzt mitnehmen und sie wird schriftlich festhalten, dass sie für ihn keine Verantwortung mehr übernehmen möchte. Und wir sollten dafür sorgen, dass er zu Hause Konsequenzen für das Verhalten bekommt.

Okay, Konsequenz war, dass er bis zum Ende des Schultages in seinem Zimmer bleiben muss, seine Aufgaben musste er auch machen.

Das größte Problem ist: egal, was für Konsequenzen es gibt - unseren Sohn interessiert es nicht. Auch Anreize, die er selber mitbestimmen darf, sind nicht wirklich erstrebenswert, solange es sich nicht um Spieleapps handelt (er darf nicht viel an ein Tablet)

Ich bin ratlos, habe Angst vor morgen. Ich kann auf der Arbeit auch nicht immer alles stehen und liegen lassen, das nur mal am Rande.
Ich möchte meinem Kind helfen, weiß aber nicht wirklich wie....
Für Anregungen bin ich wirklich dankbar!
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