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Soll ich meinen Sohn mit zum Lehrergespräch nehmen?

Autor Nachricht
Verfasst am: 11.09.2008 [15:41]
mamasliebling
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 11.09.2008
Beiträge: 3
Hallo,

ich brauche mal eure Meinung. Mein Sohn hat sich vor 2 Wochen ziemlich respektlos gegenüber einem Mitschüler verhalten. Er hat ihn lauthals beschimpft und geschubst. Das ganze kam nicht aus heiteren Himmel. Seit der andere Junge vor einem halben Jahr die Klasse gekommen ist, gibt es immer wieder Probleme zwischen den beiden. Die letzten Aktionen gingen den Aussagen meines Sohnes nach von dem anderen Jungen aus. Aber ich kenne meinen Sohn, auch er ist da kein Unschuldslamm. Nun habe ich wegen dem Vorfall demnächst einen Termin bei seiner Lehrerin und überlege ihn zu diesem Gespräch mitzunehmen...weiß allerdings nicht, ob das gut wäre. Seine Lehrerin findet das okay, Bekannte raten mir davon eher ab. Ich würde da auch nichts anderes aus ihm rausbekommen als zu Hause...und der wäre nur noch mehr eingeschüchtert. Was soll ich tun?

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 11.09.2008 um 15:42.]
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Verfasst am: 12.09.2008 [10:12]
Kiwi
Newbie
Dabei seit: 04.09.2008
Beiträge: 2
Hallo!

ich würde meinen Sohn nicht mitnehmen. Zum einen würde ich in Ruhe mit der Lehrerin reden wollen und zum anderen ist es für das Kind immer unangenehm, wenn in seinem Beisein über in geredet wird. Man sollte sich in die Lage des Kindes hineinversetzen... ich fände es schrecklich daneben zu stehen und zu hören zu müssen wie 2 Erwachsene über mich und meine Probleme reden.

Wenn es um die Klärung des Sachverhaltes geht, sollte auch der andere beteiligte Schüler anwesend sein, damit man BEIDE Seiten hören kann. Im Idealfall vielleicht sogar noch die Mutter des anderen Schülers, denn so könnte man gemeinsam eine Strategie erarbeiten, damit solche Konflikte nicht wieder entstehen. Vielleicht mit beiden Kindern in Anwesendheit der Mütter und der Lehrerin einen Vertrag abschließen???

LG

Kiwi
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Verfasst am: 15.09.2008 [10:51]
UtaReimannHöhn
Profi
Dabei seit: 18.04.2008
Beiträge: 43
Hallo mamasliebling,

an manchen Schulen ist es üblich, die Kinder von Anfang an bei gemeinsamen Gesprächen teilnehmen zu lassen. Sie sollen dort versuchen, sich und Ihre Leistungen einzuschätzen und sich Ziele zu setzen. Dabei bekommen sie und ihre Eltern von der Lehrerin eine Rückmeldung, ob diese Ziele realistisch sind oder angepasst werden müssen. Das ist jedoch die Ausnahme. In den meisten Schulen finden die Lehrer-Eltern-Gespräche ohne die Kinder statt.

Meiner Ansicht nach kommt es ganz auf den Inhalt des Gesprächs an, um entscheiden zu können, ob die Teilnahme des jeweiligen Schülers sinnvoll ist oder nicht. Handelt es sich wie in Ihrem Fall um einen Konflikt, der gelöst werden muss, so kann es sehr erhellend sein, den Standpunkt des Kindes im Gespräch abzufragen. Dabei ist es sehr wichtig, dass sich Eltern und Lehrer weder miteinander gegen das Kind verbünden noch sich in gegenseitigen Vorwürfen ergehen. Auch bei Gesprächen über Minderleistung/schlechte Noten kann es wichtig sein, dass der Schüler dabei ist: erstens um seine Probleme mit dem Fach oder dem Lernstoff zu erläutern, zweitens um mit Lehrer und Eltern gemeinsam einen Weg aus der Krise zu entwickeln.

Werden jedoch auffällige Verhaltensweisen des Kindes oder Leistungsstörungen besprochen, halte ich es für richtig, dies erst einmal ohne seine Teilnahme zu tun, um die weitere Vorgehensweise absprechen zu können. Besonders Grundschüler wären mit solch einem Gespräch sonst vollkommen überfordert.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Uta Reimann-Höhn



Chefredakteurin von "Lernen und Fördern mit Spaß!"
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