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Unser Kind 1.Klasse wird von Lehrerin problematisiert

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Verfasst am: 01.07.2015 [23:25]
Freggle78
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 01.07.2015
Beiträge: 3
Hallo.
Vielleicht kann mir einer von Ihnen irgendwie helfen.
Unser Sohn 7 Jahre (Oktober Kind) kommt jetzt nach Sommerferien in die zweite Klasse.Beim ersten Elterngespräch erzählte die Lehrerin im November nach Einschulung er hätte sich gut integriert,wäre an sich sehr still und könne sich mehr beteiligen und in Deutsch wär soweit alles OK.Das Lesen könnte aber etwas besser sein aber das käme noch.In Mathe wäre auch alles im Normbereich. Somit sah ich erstmal kein Problem.Dann gings im Mai darauf los.Er soll Probleme haben in Deutsch.Ich wunderte mich.Dachte wär soweit OK nach dem zu urteilen was ich in Hausaufgaben sah und Schularbeiten gesehen hatte.Meckerte an er würde schlecht lesen z.b gelegentlich auch b und d vertauschen.Dachte nach so kurzer Zeit könne das Erstklässlern noch passieren.Zudem finde ich es übrigens sehr merkwürdig daß es insgesamt im ganzen Jahr eine Textlesehausaufgabe gab.Dachte so etwas wäre üblich.Und er würde auch Buchstaben beim Schreiben auslassen z.b. Junge das g oder Sonne mit nur einem n geschrieben dabei hatten sie noch nicht gelernt wie man ableitet.Möchte dazu sagen daß viele Buchstaben noch fehlten und nicht durchgenommen waren.Legte mir eine Förderung durch eine Sozialpädagogin ans Herz die stundenweise an die Schule käme.Diese wollte 170 € im Monat für 4×45 Min. Ein stolzer Preis dafür daß man selbst im Kind kein großes Problem sieht.Haben es nicht gemacht.Hab mich auch geärgert daß unter den Umständen erst im Mai solche Probleme thematisiert wurden.Muss dazusagen daß unser Kind sicherlich auch etwas aufwendiger ist und insb. bei neuem gerne Hilfe in Anspruch nimmt und dieses auch äussert was ich durchaus auch nicht negativ empfinde.Wenn die Kinder alles könnten bräuchten sie ja nicht in Schule gehen.Jetzt kurz vor Ferien erzählte sie es käme std.weise ab neuem Schuljahr Förderschullehrer in die Schule und würde unser Kind da gerne mal vorstellen und wir hätten ja sicher nichts dagegen.
Ich habe das Gefühl die Lehrerin ist mit einer ersten Klasse anscheinend über fordert und sucht bzw versucht jegliche Unterstützung und Entlastung zu bekommen auf Rücken unserer Kinder.Z.b. wurde bei drei Jungen schon von ihr von ADHS gesprochen und Eltern zum Jugendamt geschickt.Bei einem Jungen wurde gesagt nach sekr kurzer Zeit Elern sollten zweigleisig fahren also mit Ritalin und einer Therapie fürs Sozialverhalten obwohl kein Arzt bisher irgendeine Diagnose stellte.Die waren dort beim Jugendamt laut Aussagen verwundert da Kinder erst 3 Monate in Schule waren.Habe selbst mehrmals erlebt daß sie Kinder Maßregel sie sollen nicht schreien und selbst ist sie sehr laut und herrisch.Einmal hat sie sehr aggressiv eine Federmappe von Kind auf Tisch gepfeffert weil er sich umsetzen sollte da er iwas angestellt hatte.Das hab ich zufällig mitbekommen da ich etwas nach gebracht hatte.
Meine Frage ist was sie damit bezwecken könnte oder dabei rauskommen kann wenn sie unser Kind bei Förderschullehrer vorstellt?Bin iwie unsicher ob ich das so hinnehmen soll?
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Verfasst am: 04.07.2015 [14:42]
Lichtblick001
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Dabei seit: 04.07.2015
Beiträge: 1
Sind wir Eltern nicht voll Freude und stolz darauf, wenn unser Kind in die Schule kommt. Steckt nicht in jedem Kind der Drang, etwas Neues zu entdecken, Neues zu erlernen. Wie viel Freude macht es uns Eltern, wenn das Kind anfängt die Welt mit allen Sinnen zu entdecken und sich zu entwickeln. Und ist das Kind nicht noch motivierter, wenn es Anerkennung erfährt.
Wenn wir ehrlich sind, haben auch wir Eltern nicht immer die Stärken und Schwächen unserer Kinder vollkommen angenommen, toleriert und ihnen dadurch manchmal die Begeisterung genommen oder sie an sich selber zweifeln lassen.
Unser Schulsystem und unsere Gesellschaft sind noch nicht optimal. Wir wünschen uns LehrerInnen, die unsere Kinder motivieren in ihren Stärken und nicht demotivieren, indem sie die Kinder auf ihre Schwächen "reduzieren". Wir wünschen uns LehrerInnen, die genügend Zeit haben für einen offenen regelmäßigen Austausch. Es braucht aber immer beide Seiten, die sich entgegen kommen. Eltern und LehrerInnen.
Sollten wir Eltern uns nicht fragen, was wir tun können, um einen guten Austausch mit den Lehrkräften zu fördern und dadurch Lösungen zu finden, wie man g e m e i n s a m einen Weg findet, das Kind zu motivieren, damit es weiterhin Freude daran hat zu lernen, ohne es auf evtl. Schwächen zu reduzieren.
Nicht vor etwas weglaufen oder nicht hinschauen wollen, aber auch nicht dramatisieren.
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Verfasst am: 04.07.2015 [15:43]
Freggle78
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Themenersteller
Dabei seit: 01.07.2015
Beiträge: 3
Vielen Dank für die Antwort schon einmal.
Das sind wahre Worte.Es sollte in jedem Fall einen regelmäßigen Austausch zwischen Eltern und Lehrkräften geben um die Kinder bestmöglich zu unterstützen.Und natürlich sollte man sich als Eltern auch immer hinterfragen.
Habe leider während meiner Schulzeit oft Ungerechtigkeiten erfahren und bin daher sicherlich beim eigenen Kind etwas Grundskeptisch und nehme alles sofort auf und schnell zu Herzen.Ich habe hält das Gefühl daß in dem Schulsystem eine Art Schubladendenken vorhanden ist und sollte das Kind auch nur gering von der Norm oder aufwendigere Charaktereigenschaften/Auffälligkeiten haben ist es ein Problemkind mit AD(H)S,AVWS o.ä.Dabei wäre es doch schrecklich wenn alle gleich wären.
Natürlich bin ich mir auch darüber bewusst daß es keine einfache Arbeit ist einen Haufen Kinder in Zaum zu halten und gleichzeitig etwas zu lehren.Da braucht man gute Nerven und sonnige Grundeinstellung.Mit fällt auch bei einigen Kindern auf daß da schon wenig Respekt vorherrscht dem Lehrer gegenüber bzw. sagen wir einfach sie lassen sich von Erwachsenen nicht gern was sagen.Jedes Kind ist ein Individuum und braucht dann an seine Bedürfnisse angepasste Hilfestellung.Ich wünsche mir auch dass Kinder aufgrund bestimmter Eigenschaften oder Lernproblemen nicht auf ein Abstellgleis kommt und daß man sich auch sagt daß diese Kinder nicht viele nervige Dinge machen um zu ärgern sondern sie selbst können nichts dafür.Häufig hat es dann einen Stempel und wird ihn nicht los.Die Motivation und das Selbstvertrauen sinken.Aber auch da läuft es drauf hinaus dass man hinter seinen Kindern stehen sollte und mit der Lehrkraft ein Lösung gemeinsam suchen kann/sollte und die Augen nicht verschließt.
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Verfasst am: 08.07.2015 [08:38]
alice323
Newbie
Dabei seit: 08.07.2015
Beiträge: 1
Hallo, habe gerade Ihre Frage gelesen, und musste an die Schulanfangszeit von meinem Sohn denken. Er hatte am Anfang auch Probleme mit Deutsch (Rechtschreibung und Lesen). Aus diesem Grund hat er sich geweigert vorzulesen, da die Anderen besser lesen konnten, und wurde als problematisch von der Lehrerin angesehen. Hier waren auch abenteuerlich Diagnosen im Spiel! (Wenn ich daran zurückdenke, ärgere ich mich heute noch). Ich habe daher viel mit ihm geübt, habe mir Übungshefte besorgt und ihn zur Motivation bzw. Belohnung 30 Minuten am Computer spielen lassen. Empfehlen kann ich die Stars Hefte. Ich habe ihn auch jeden Tag 5 bis 10 Minuten vorlesen lassen. Inzwischen liest er auch gerne Bücher. Zum Thema Förderlehrer kann ich noch sagen, dass mein Sohn in einer Klasse war, in der es auch Förderschüler gab (Integrationsklasse), hier hatten wir ab der 3. Klasse ganz tolle Förderlehrer dabei, die sich auch um die Nichtförderschüler gekümmert haben, hier hat mein Sohn auch Extra-Stunden in Deutsch bekommen (Aufsatztraining, etc.). Ich muss sagen, dass ihm dies sehr gut getan hat und er jetzt eine Gymnasiumempfehlung bekommen hat. Ich würde also keine Angst vor dem Förderthema haben. Ich denke, die Lehrerin hat einfach nicht das nötige Feingefühl bei Ihrem Gespräch bewiesen. Man kann ja alles sagen, aber es kommt eben auch auf den Ton darauf an. Hoffe, dass ich Ihnen etwas weiterhelfen konnte. Alles Gute für Sie und Ihr Kind.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 08.07.2015 um 09:32.]
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Verfasst am: 09.07.2015 [10:50]
Freggle78
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 01.07.2015
Beiträge: 3
Vielen Dank für Ihre Antwort.
Wir machen es auch so daß wir zu Hause inzwischen mit Übungsheften arbeiten und mit einem Belohnungprinzip.Es scheint auch gute Wirkung zu erzielen.
Es ist erleichternd zu hören daß es auch ähniche Schulstartprobleme bei anderen gibt bzw. gab und dann doch einen positiven Verlauf nimmt.
Wahrscheinlich hätte die Lehrerin es tatsächlich etwas sanfter erklären können .Jedenfalls hat sie mir das Gefühl vermittelt unser Kind sei falsch auf der Regelschule und ich dachte mir wenn unser Kind mit den Leistungen falsch sei stimmt aber grundsätzlich was nicht denn dann könnten einige höchstwahrscheinlich auf eine Förderschule gehen aus der Klasse.Ich kenne einige Familien deren Kinder solch eine Schule besuchen und diese haben wirklich sehr auffällige Defizite im Sprechen und Verhalten.Die Schulen würden über voll sein wenn da alle Kinder mit leichten Schulstartproblemen hinkämen.Sicherlich ist es tatsächlich so daß die Schule demnächst einfach Unterstützung bekommt durch einen Förderschullehrer und das wäre ja eigentlich positiv.Die Schule unseres Sohnes ist ja eigentlich keine Intehrationsschule.Bei mir schrillten nur Alarmglocken weil Lehrerin meinte sie würde unseren Sohn gerne vorstellen bei dieser Fachkraft und ich dachte" So jetzt ist es so weit.Er soll abgeschoben werden auf Förderschule,,.
Eigentlich wird jegliche Art der Hilfe nicht schaden. und man sollte sie auch dann annehmen.
Vielen Dank und Grüße
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