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Inkontinenz nach der Geburt

Autor Nachricht
Verfasst am: 19.12.2013 [16:06]
Uwe-R
Fleißiger Helfer
Themenersteller
Dabei seit: 18.12.2013
Beiträge: 10
Hallo miteinander,

auch wenn es sich bei meinem Problem vielleicht um ein Tabu-Thema handelt würde ich gerne hier um Rat von Leuten bitten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

Meine Frau ist um einiges jünger als ich wir haben vor Kurzem unser erstes gemeinsames Kind bekommen. Dem Jungen geht es wunderbar, allerdings leidet meine Frau auch noch nach der Geburt an Inkontinenz. Meiner Frau ist das ganze Thema sehr peinlich und sie spricht nicht gerne darüber, ich merke aber, dass es sie sehr belastet.
Ich habe mich zu diesem Thema mal im Internet schlau gemacht und auch viele interessante Informationen gefunden. Inkontinent während der Schwangerschaft ist aufgrund der Belastung ja nichts außergewöhnliches (rund 50% sind betroffen), für die meisten Frauen verschwindet diese aber nach der Geburt wieder. Nur bei sechs Prozent der Frauen bleibt die Inkontinent auch nach der Geburt bestehen (Quelle: Blase-OK). Da die Fallzahl der betroffenen Frauen so gering ist, kann mir aus meinem Bekanntenkreis auch niemand weiterhelfen (vielleicht ist vielen das Thema aber auch zu peinlich).

Meine Frage ist nun:
Ist vielleicht jemand hier in diesem Forum auch von diesem Problem betroffen und kann mir weiterhelfen? Wie seid ihr denn mit diesem Thema umgegangen und was kann man hier machen? Ich bin für jeden Input dankbar!
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Verfasst am: 20.12.2013 [18:03]
Lena2
Newbie
Dabei seit: 20.12.2013
Beiträge: 1
Ich weiß ja nicht wie lange die Geburt her ist, aber das braucht auch zeit. kind da - alles wieder ok, so funktioniert das leider nicht. Der Beckenboden wurde während der Schwangerschaft und Geburt erheblich beansprucht und den gilt es wieder zu stabilieren.
Ab ca. 8 wochen nach geburt kann man mit der Rückbildung bei der Hebamme starten. Hier werden Übungen vermittelt die dem Beckenboden helfen wieder in die Richtige form zu kommen. Das hat auch auswirkungen auf die blase. Ein intakter Beckenboden, bedeutet auch das es keine Probleme mit der Inkontinenz geben sollte. Diese Dinge sollte deine Frau mit ihrer Frauenärztin und Hebamme besprechen, dafür sind beide da! Und das braucht ihr nicht Peinlich zu sein, den das ist ihr täglicher Job.

Bei mir hat es nach der Rückbildung noch einige wochen gedauert bis das soweit besser wurde und später auch wegging! Geduld und Training sind hier gefragt.
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Verfasst am: 21.12.2013 [20:58]
Ankawi
Super-Nanny
Dabei seit: 16.04.2012
Beiträge: 61
Gratuliere erstmal zum Sohn icon_smile.gif ich wünsche euch viel Freude mit dem Krümel.

Generell stimmt schon, was Lena schreibt, das braucht zum einen einfach seine Zeit. Sie muss ihrem Körper die Gelegenheit zum Regenerieren geben. Wenn ihr eine Nachsorgehebamme habt, kann sie mit ihr darüber sprechen, da gebe ich ihr auch vollkommen recht.
Bedenke, es sind durch die andere "Platzverteilung" alle Organe verdrängt worden, auch die Blase ist nach unten gedrückt worden und es dauert ein wenig, bis alles wieder an seinem Platz ist.

Ein Rückbildungskurs wäre auf jeden Fall angebracht, um den Körper zu unterstützen! Ein Tipp unserer Hebamme war z.B. ein Gymnastikball, das Sitzen auf dem Ball trainiert den Beckenboden, und Kinder lieben dieses Ding einfach.
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Verfasst am: 23.12.2013 [09:32]
Nina-Mum
Junior
Dabei seit: 11.12.2013
Beiträge: 5
Das ist wirklich ein Problem, das sehr viele Eltern kennen. Die Rückbildung braucht seine Zeit, ist jedoch super wichtig auch für andere Organe.

Bei mir hatte es sich nach dem ersten Kind schneller wieder regeneriert. Jedoch hat sich mein Harndrang nach dem 2. Kind nie mehr ganz richtig erholt in den Zustand wie vor der Geurt. Ich leide zwar nicht unter Inkontinenz. Aber grad im Winter wenn es auch noch kalt ist, reicht es mir oft nur noch sehr kanpp auf Toilette. Wenn ich merke ich muss, sollte schnell eine Toilette gefunden werden. Kann es nicht mehr ewig hinauszögern oder gar unterdrücken wie früher.

Aber ausgiebiges Beckenbodentraining hilft da massgebend und die Hebamme oder Frauenärztin sollte weitere kleinen Übungen für den Alltag wenige Wochen nach Geburt geben können.
Ich habe Beckenbodenübungen in den Alltag eingebaut, kann man sogar beim anstehend an der Kasse oder warten auf den Bus machen ohne das es jemand merkt.

Gute Besserung deiner Frau und herzlichen Glückwunsch zu eurem gesunden kleinen Wunder.
Frohe Weihnachten!
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Verfasst am: 20.01.2014 [13:51]
SilkeJuppenlatz
Newbie
Dabei seit: 20.01.2014
Beiträge: 1
Hallo Uwe-R,

Will jetzt erst einmal gratulieren!

Und dann...
Inkontinez ist nichts ungewöhnliches, und es ist mehr verbreitet als die Leute denken. (Sonst hätten die Supermärkte kein so großes Angebot von Inkontinezeinlagen!) Allerdings ist es den meisten Frauen (und Männern!) viel zu peinlich darüber zu reden.
Es sind auch nicht nur Frauen die mit solchen Beschwerden herumkämpfen. Bei Männern kommt das auch vor. Und es sind auch nicht nur die Muttis die davon leiden.
Wir haben hier in England ein gutes Beckenbodentrainer TENS Gerät, und es hat vielen Frauen (und Männern) geholfen. Sehr leicht zu bedienen, nicht teuer und es hilft!
Ich will hier nicht Werbung machen da ich für einen der Hersteller arbeite, deshalb werde ich keine links oder so machen. Aber wenn Sie auf Amazon gehen, dann finden Sie sicher mehrere Geräte (auch von anderen Herstellern) die Ihrer Frau helfen könnten.

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Verfasst am: 22.01.2014 [15:42]
Ansgar
Super-Nanny
Dabei seit: 10.10.2011
Beiträge: 74
Alles Gute zur Geburt wünsch ich Dir. Meine Frau hatte das anfangs auch. Nach einigen Wochen hat sie mit Beckenbodentraining angefangen das hat ihr geholfen. Vielleicht ist das ja auch etwas für dich? Das wurde ihr damals von der Hebamme empfohlen. Vielleicht kann Deine Hebamme Dir da auch einige Tipps geben?
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Verfasst am: 27.01.2014 [10:48]
HeikeD
Junior
Dabei seit: 27.01.2014
Beiträge: 8
Vielen Dank für diesen Threat und die nützlichen Kommentare! Ich bin im Moment auch schwanger und bei mir ist es auch bald so weit icon_smile.gif Ich hatte während meiner Schwangerschaft auch zunehmend Probleme mit Inkontinenz und habe mir auch schon Sorgen gemacht, ob das jetzt vielleicht auch nach der Geburt so weitergeht. Danke für die Infos hier!
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Verfasst am: 27.04.2014 [17:00]
sternschnuppe007
Junior
Dabei seit: 24.04.2014
Beiträge: 6
Bei mir liegt die Geburt meines Kindes bereits 18 Monate zurück. Zwar habe ich meinen Beckboden inzwischen gut trainiert aber ab und an geht doch noch mal etwas Pippi daneben, vor allem wenn ich nicht schnell genug eine Toilette finde. Das zeigt mir dann, dass ich wieder ein bisschen mehr Sport machen sollte. Also ermutige deine Frau und sporne sie immer schön zum Beckenbodentraing an icon_smile.gif

Alles Gute weiterhin!
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Verfasst am: 25.02.2020 [14:44]
steinpapier
Junior
Dabei seit: 13.01.2020
Beiträge: 9
Das hört sich nicht gut an. Meine Schwester hatte auch Inkontinenz nach der Geburt und ihr hat Beckenbodentraining sehr geholfen. Eine potente Beckenbodenmuskulatur wirkt nicht nur positiv auf die Gesundheit, sondern erhöht das Lustempfinden und die sexuelle Wahrnehmung insgesamt. Ich kann die diese Website empfehlen, da findest du alles zum Thema Beckenboden.
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Verfasst am: 26.02.2020 [10:11]
KarlaMaierhof
Fleißiger Helfer
Dabei seit: 26.02.2020
Beiträge: 11
Würde das mal von einem Arzt untersuchen lassen. Finde das ziemlich anormal das man nach der Schwangerschaft auf einmal Inkontient ist.
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