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Ferienkinder - Gibt es das noch?

Autor Nachricht
Verfasst am: 09.08.2018 [14:58]
Marodon
Newbie
Themenersteller
Dabei seit: 09.08.2018
Beiträge: 1
Hallo liebe Miteltern,

Mit einem Kind, das nächstes Jahr in die Schule kommt, denken wir so langsam darauf herum, wie man die Diskrepanz zwischen Urlaubstagen der Eltern und den Ferientagen der Kinder - die ja nun deutlich zahlreicher sind als unsere Urlaubstage - gut füllen bzw. überhaupt organisieren kann.

Von meiner Schwieger-Grossmutter habe ich vor kurzem etwas gehört, worauf ich seit dem herumdenken muss. Sie erzählte mir von etwas, dass sie aus Ihrer Kindheit noch kannt - sie nannte das "Ferienkinder". Das Prinzip ist gewesen, dass Familien mit anderen Familien mit ähnlich alten Kindern in Kontakt gebracht wurden und die Kinder erst bei der einen Familie und dann ggf. auch bei der anderen Familie ein, zwei Wochen verbracht haben.

Damit ließen sich ja für die Kinder sehr interessante Ferien gestalten, wenn man z.B. den Austausch von Kindern in der Stadt mit Kindern auf dem Land in Betracht zieht. Dann schnuppern die "Stadtkinder" mal etwas Landluft, und sehen die "Landkinder" etwas vom Leben in der Stadt... oder ähnliche Konstellationen.

Nun meine Fragen dazu:

Gibt es so etwas noch/wieder - ggf. unter anderem Namen? Wo findet man ggf. solche Kontakte?

Hat jemand so etwas oder ähnlich schonmal gemacht? Wie sind die Erfahrungen damit? Machen die Kinder das mit (ich stell mir das ja total spannend vor)? Würdet Ihr so etwas mit Euren Kindern machen wollen - oder sollte man da eher vorsichtig sein?

Würde mich sehr freuen ein paar Meinungen oder sogar Tipps zu hören!


Genießt den Sommer, trinkt viel und esst viel Eis! icon_smile.gif

Liebe Grüße
Stefan
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Verfasst am: 13.09.2018 [09:16]
majalein
Junior
Dabei seit: 05.07.2018
Beiträge: 8
Hallo,

das gibt es bestimmt noch in der Art, aber die Community hierzu muss man erstmal auffinden. Leider kann ich dazu nichts sagen. Weiß nicht, wie sich das heutzutage schimpft ...
Wir stehen bei unserem älteren Jungen im nächsten Jahr vor dem gleichen Problem, die Ferienbetreuung bzw. unseren gesamten Familienalltag (wieder) neu zu organisieren. Da es bei unserem Sohn bereits ab dem vierten Lebensjahr mit Hobbys losging (Schwimmen und Karate), sind wir es zum Glück schon gewohnt, uns aufeinander gut abzustimmen. Ein gemeinsamer Kalender via App, wie auf der Seite angeraten www.cleverdirekt.de/partnerschaft/zusammen-leben/gemeinsamer-kalender, kann das Zusammenleben tatsächlich ungemein erleichtern. Damit sind die Verpflichtungen beider Elternteile eingetaktet. Wir werden höchstwahrscheinlich auf eine Hortbetreuung in den Ferien setzen müssen und sind schon am Recherchieren, wie wir so eine Betreuung sicherstellen können. Später müssen ggf. die Großeltern ein bisschen mit übernehmen. Da sie noch nicht alle in Rente sind, muss das auch erstmal mit deren Urlaubstagen passen.
Dieses Konzept mit den Ferienkindern hört sich zwar gut an, würde ich aber nicht machen wollen. Ich hätte kein Vertrauen in die Familien; es wären Fremde für mich, selbst wenn ich sie davor noch kennen lernen sollte. Der Kontakt müsste über eine längere Zeit bestehen noch ehe das mit den Ferien losgeht. Und wer sagt, dass es für das Kind spannend wird. Kann auch sein, dass die Tauschfamilie die Kinder nur vor den Fernseher setzt, während ihr euch dann voll das Ferienprogramm einfallen lässt?! Wenn ihr euch mit Vertrauenfassen nicht allzu schwer tut und ein Gästezimmer frei haben solltet, wäre vielleicht ein Au-Pair etwas für euch?
Das einzige, was ich mir noch vorstellen kann, ist eine geteilte Ferienbetreuung mit Eltern, Nachbarn, Eltern der Kinder in der Kita, die ich bereits länger kenne. Da wechselt man sich ja z. B. oft im Notfall schon wegen Kita Abholen ab. Wenn das funktioniert, könnte man das auf die Ferien ausweiten. Wie gesagt, muss das Vertrauensverhältnis dann stimmen.
Übrigens lassen sich auch Kinder nicht so einfach abschieben. Wenn sie keine Lust haben, in einem Schub stecken, generell eher misstrauisch sind oder schlechte Erfahrungen mit Menschen gesammelt haben, werden sie nicht bei ihnen fremden Familien bleiben wollen. Sie werden es einem nicht danken, wenn man sie dennoch "abschiebt". Kommen noch Freunde hinzu, die während der Ferien in der Heimat verweilen, wird es noch schwerer, die eigenen Kinder woanders unterzubringen. Da wollen sie nicht mal bei den Großeltern bleiben, denn bei denen ist es ohne andere Kinder bzw. die Freunde einfach langweilig.
Letztlich müsst ihr euch ausprobieren. Für verschiedene Familientypen gibt es eben unterschiedliche Lösungen icon_wink.gif

Viele Grüße,
majalein

Wie die Saat, so auch die Ernte.
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