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Dickes Kind
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Hilfe, mein Kind ist zu dick! So gelingt die Ernährungsumstellung

Hilfe bei Fettleibigkeit

Die Zahlen sind alarmierend: Laut einer Statistik gibt es nicht nur immer mehr übergewichtige Erwachsene (jeder Zweite), auch jedes sechste Kind soll zu dick sein! In meiner Praxis befasse ich mich vor allem mit Stoffwechselerkrankungen, deren Ursache Übergewicht ist. Ich möchte in diesem Beitrag meine Erfahrungen mit Ihnen teilen und Ihnen einen einfachen, aber sinnvollen Weg aufzeigen, wie Sie die Ernährung der ganzen Familie überdenken und in eine andere Richtung lenken können. 

Expertenrat von 
Dana Kümmeler, Heilpraktikerin

Ab wann ist ein Kind zu dick? Das Augenmaß allein genügt nicht, um einzuschätzen, ob Ihr Kind tatsächlich übergewichtig ist. Allgemeine Richtgröße zur Bestimmung von Übergewicht ist der Body-Mass-Index (BMI). Der BMI errechnet sich so: Körpergewicht in kg Größe (in m) x Größe (in m) Die Bestimmung des BMI reicht bei Kindern allerdings nicht aus: Denn Wachstum und Entwicklung beeinflussen die Bewertung des BMI. Aus diesem Grund sollten Sie den Wert, den Sie errechnet haben, in sogenannte Wachstumskurven eintragen und vergleichen.

Gehen Sie so vor:

  • Wiegen Sie Ihr Kind (unbekleidet), und notieren Sie das Körpergewicht (z. B. 40 Kilogramm).
  • Messen Sie die Körpergröße Ihres Kindes mit Metermaß oder Zollstock (z. B. 1,40 Meter).
  • Multiplizieren Sie dann Körpergröße mal Körpergröße (z. B. 1,40 x 1,40 = 1,96).
  • Teilen Sie das Körpergewicht durch den errechneten Wert: (40 : 1,96 = 20,4 = BMI).
  • Vergleichen Sie den errechneten BMI-Wert, bezogen auf Geschlecht und das Alter Ihres Kindes, mit den Wachstumskurven oder den Werten in den BMI-Tabellen.

Da vor allem eine Zunahme der Fettzellen des Bauchfetts das Gesundheitsrisiko steigen lässt, ist es sinnvoll, auch den Bauchumfang zu messen. Oft verringert sich beim Abnehmen zunächst der Bauchumfang, bevor sich das Gewicht reduziert.

Ernährung: Was ist schief gelaufen?

Säuglinge wurden früher im ersten Lebensjahr ausschließlich gestillt. Hierdurch bekommen sie die beste Nahrung: Muttermilch. Im ersten Lebensjahr kann ein gestilltes Baby die Darmflora und dadurch sein Immun system aufbauen sowie durch die innige Nähe zur Mutter Sicherheit für sein weiteres Leben entwickeln. Der Darm eines Säuglings ist noch nicht „reif“, sich mit Gläschen- Brei, Getreide, Zusatzstoffen, Zucker und Ähnlichem auseinanderzusetzen. Bereits Kleinkinder sind daran gewöhnt, immer etwas Essbares im Mund zu haben: sei es die Reiswaffel, der Keks oder das Fläschchen mit Saft. Schon in diesem Alter wird ständiges Essen zwischendurch zur Angewohnheit, die sich über die Kindheit bis ins Erwachsenenalter fortsetzt. In früheren Zeiten gab es drei Mahlzeiten am Tag: Frühstück, Mittagessen und Abendbrot. Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: „Fünfmal am Tag“ bedeutet: mehrere kleine Mahlzeiten am Tag statt drei Großer. Das ist mittlerweile von einigen Ernährungsmedizinern widerlegt: Viele kleine Mahlzeiten über den Tag (auch Obst) lassen den Blut - zuckerspiegel immer wieder in die Höhe schießen, lösen starke Insulinausschüttungen aus und führen – wenn der Insulinspiegel wieder sinkt – wiederum zu Heißhunger … dieser Kreislauf ist manchmal schwer zu durchbrechen.

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