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Flüssigkeitsbedarf bei Kindern: Wie viel sollte Ihr Kind trinken?

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Flüssigkeitsbedarf bei Kindern: Wie viel sollte Ihr Kind trinken?

» Gesundes Trinken für Kinder

Kind trinkt Wasser

Wie groß ist der Flüssigkeitsbedarf bei Kindern ? Und was sollte Ihr Kind am besten trinken? Wasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel. Es ist der gesündeste Durstlöscher für Kinder, aber auch für den Rest der Familie. Und zudem ist es preiswerter als alle Alternativen. Genügend Gründe, sich einmal genauer mit dem kühlen Nass zu beschäftigen.

Nicht nur im Sommer sondern auch jetzt ist es besonders wichtig, dass Ihr Kind genügend trinkt. Denn auch beim Toben brauchen die Kleinen manchmal bis zu viermal mehr Flüssigkeit als sonst. Den durchschnittlichen täglichen Flüssigkeitsbedarf zeigt Tabelle 1.

Tabelle 1: So sieht der tägliche Flüssigkeitsbedarf bei Kindern aus:
Es darf natürlich auch mehr sein! Der Flüssigkeitsbedarf ist insbesondere erhöht, wenn Ihr Kind viel schwitzt, wenn es Fieber hat oder das Wetter sehr heiß ist (ml = Milliliter).

Alter

Flüssigkeitsbedarf

Babys bis

12 Monate

nach Bedarf (zusätzlich zur Muttermilch

oder Säuglingsnahrung)

12 bis 24 Monate

600 ml

Kind 2 bis 4 Jahre

700 ml

Kind 4 bis 6 Jahre

800 ml

Wasser aus der Leitung ist nicht schlechter als Wasser mit Kohlensäure

Prinzipiell können Sie das Milchfläschchen oder den Brei für Ihr Baby unbesorgt mit abgekochtem Leitungswasser

zubereiten, wenn dieses die Grenzwerte einhält, die für Mineralwässer zur Zubereitung von Säuglingsnahrung gefordert werden (siehe Tabelle 2), es in Ihrem Haus keine Bleileitungen gibt, bei Ihnen nicht saures Leitungswasser mit niedrigem pHWert aus Kupferrohren fließt und der Wert für Uran (= giftiges radioaktives Schwermetall) unter 2 ?g/l (Mikrogramm pro Liter) liegt. Das Umweltbundesamt hält einen Höchstwert von 10 ?g/l noch für akzeptabel, einen gesetzlichen Grenzwert für Trinkwasser gibt es allerdings nicht. Im Tierversuch schädigte Uran Niere, Leber, Lunge sowie Gehirn und reicherte sich im Organismus an.

Mein Tipp für gesundes Trinken:

Ein erhöhter Urangehalt im Trink- bzw. Mineralwasser ist vor allem dort zu erwarten, wo es Erzvorkommen gibt. Dies sind gleichzeitig Gebiete, in denen auch erhöhte Radonkonzentrationen im Trinkwasser gemessen wurden (wie z. B. in Bayern, Thüringen und Sachsen). Eine entsprechende Karte finden Sie unter www.radon-info.de/ shtml/karten_w.shtml. Radon ist ein radioaktives Edelgas.

Erkundigen Sie sich bei Ihrem Wasserversorger über die Werte Ihres Trinkwassers und lassen Sie sich beim Uranwert nicht mit der Aussage abspeisen, das Wasser liege unterhalb des Empfehlungswertes. Das bedeutet nämlich, dass das Wasser weit über dem Wert von 2 ?g/l liegen kann!

So bekommt Ihr Kind hygienisch einwandfreies Wasser zu trinken

Falls Verunreinigungen im Trinkwasser auftreten, sind sie in den meisten Fällen „hausgemacht“, da die Wasserwerke fast immer hygienisch einwandfreies Leitungswasser liefern. Nur frisches Wasser verwenden. Lassen Sie morgens das Leitungswasser erst mal ablaufen (Sie können es zum Blumengießen verwenden) und warten Sie, bis das Wasser frischer und etwas kühler aus dem Hahn läuft. So haben Sie die Gewissheit, dass kein abgestandenes und eventuell verkeimtes oder mit Schadstoffen angereichertes (Bleileitungen!) Wasser getrunken wird. Wasser für Ihr Baby in den ersten sechs bis acht Lebensmonaten immer abkochen. Um jedem Keim den Garaus zu machen, sollten Sie das Leitungswasser fünf bis sieben Minuten sprudelnd kochen lassen. Am besten eignet sich dazu ein Wasserkocher ohne offene Spirale, weil sich auch hier gerne Ablagerungen bilden. Wasserfilter verbessern die Wasserqualität nicht immer! Werden etwa die Filterpatronen nicht rechtzeitig ausgewechselt, kann das Wasser verkeimen. Abhilfe: Gefiltertes Wasser vor dem Trinken abkochen. Um dem Verkeimen vorzubeugen, wird von den Herstellern gerne Silber zugegeben, das dann in kleinen Mengen an das gefilterte Wasser abgegeben wird. Und manche Schadstoffe kann auch ein Wasserfilter (je nach Typ) nicht entfernen, etwa Blei oder Nitrat. Trinkwassersprudler liefern oft nicht nur „Blubber“, sondern auch Keime. Selbst bei genauer Einhaltung der Pflegeanleitung verkeimen Sprudler und Flaschen mit der Zeit. So stellten Experten des Freiburger Hygieneinstitutes bei der Untersuchung gebrauchter Geräte Keimzahlen fest, die weit jenseits der geltenden Grenzwerte für Trinkwasser lagen.

Tabelle 2: Grenzwerte, die ein zur Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignetes Mineralwasser einhalten muss (in Milligramm pro Liter = mg/l bzw. Milli-Becquerel pro Liter = mBq/l)

Mineral- bzw. Schadstoff

Grenzwert

Arsen

0,005 mg/l

Blei (geplant)

0,01 mg/l

Fluorid

0,7 mg/l

Mangan

0,05 mg/l

Natrium

20 mg/l

Nitrat

10 mg/l

Nitrit

0,02 mg/l

Sulfat

240 mg/l (ideal unter 200 mg/l)

Radium-226

125 mBq/l

Radium-228

20 mBq/l

Uran

0,002 mg/l = 2 ?g/l

Wenn Sie Ihr Trinkwasser auf Schadstoffe testen lassen wollen, kann Ihnen Ihr Wasserversorger oder das Gesundheitsamt Adressen geeigneter Laboratorien geben. Die Stiftung Warentest (www.test.de) bietet für 28 ? eine Analyse auf Blei, Kadmium, Zink und Kupfer an.

 

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Die neuesten Kommentare zum Artikel "Flüssigkeitsbedarf bei Kindern: Wie viel sollte Ihr Kind trinken?":

Anzeige: 1 - 1 von 1.
Gwunk schreibt am Montag, 20.06.11 12:43:

Was heißt Babys nach Bedarf? Mein Bub trinkt zum Beispiel kaum aus der Flasche und wird nur noch nachts gestillt. Was ist, wenn ich ganz abgestillt habe? Er ist ein bisschen über ein halbes Jahr und momentan verdünne ich die Breinahrung etwas.

 
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