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Wie Regeln bei der konsequenten Erziehung Ihres Kleinkindes helfen
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So stellen Sie sinnvolle Regeln für Ihr Kind auf!

Konsequente Erziehung von Kleinkindern

Wenn aus dem Baby ein Kleinkind wird, ändert sich manches im Familienalltag. Dann kommt der Zeitpunkt, den viele Eltern fürchten: Der Nachwuchs entdeckt seinen eigenen Willen. Spätestens jetzt sind feste Regeln wichtig. Aber wie viele Regeln müssen bei der Erziehung von Kleinkindern sein?  

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

Schon Babys können gewisse Regeln lernen. Diese werden selbst Sie als Eltern wahrscheinlich gar nicht als Regeln wahrnehmen, aber sie sind da: So wird z. B. abends der Schlafsack angezogen, es gibt einen Kuss und das Lied der Spieluhr und danach wird es dunkel und leise. Schnell bringt das Baby diesen Ablauf, der nichts anderes ist als eine Abfolge von Regeln, damit in Verbindung, dass es nun schlafen soll.

Konsequente Regeln geben Ihrem Kind Sicherheit

Im Kleinkindalter werden dann mehr Regeln hinzukommen, andere werden sich verändern – und Ihre Regeln werden garantiert an der ein oder anderen Stelle auf Widerstand stoßen. Denn Ihr Kind beginnt nun, die Grenzen, die Sie ihm setzen, auszutesten. Es entdeckt, dass es selbst einen Willen hat – und dieser steht häufig im Gegensatz zu Ihren Regeln. Dennoch sind diese gerade jetzt wichtig, geben sie Ihrem Kind doch Sicherheit und Orientierung. Es weiß bald, wie weit es gehen kann und was erlaubt ist.

So könnten Regeln bei Ihnen zu Hause aussehen

Natürlich wird es nicht in jeder Familie die gleichen Regeln geben. So werden Sie sicherlich Regeln für das Verhalten im Straßenverkehr aufgestellt haben. Wohnen Sie aber in einem kleinen, ruhigen Dorf, wird ein Kleinkind dort auch mal auf gewissen Straßen Laufrad fahren dürfen – während das in einer Großstadt (fast) gar nicht möglich ist. Grundsätzlich sollten Sie Ihre Regeln auch immer zusammen mit dem Partner aufstellen. Denn schon kleine Kinder bemerken schnell, wenn Eltern sich nicht einig sind – und nutzen das gnadenlos aus. Zudem müssen sie zu Ihrer Lebenssituation passen. Möglich wäre zum Beispiel Folgendes:

  • Haushalt: Alle helfen mit. Ein Kleinkind kann zum Beispiel schon den Tisch mit abräumen, Brettchen in die Spülmaschine oder ins Waschbecken stellen oder Zeitungen in den Altpapierbehälter legen. Je nach Alter verändern sich diese Aufgaben dann. Im Kindergarten unserer Tochter decken die Dreijährigen den Tisch und spätestens mit vier helfen sie beim Abwasch.
  • Mahlzeiten: Sie werden gemeinsam am Esstisch eingenommen. Während des Essens bleiben alle sitzen – wenn Ihr Kind aufgegessen hat und satt ist, darf es aufstehen und sich vom Tisch entfernen. Spielzeug hat auf dem Esstisch nichts zu suchen – hier kann man aber durchaus im Restaurant eine Ausnahme machen, um die Wartezeit zu überbrücken. Sie als Eltern suchen aus, was es zu essen gibt. Ihr Kind muss seinen Teller nicht leer essen, sollte aber alles einmal probieren. Vielleicht gibt es auch einmal pro Woche einen „Kindertag“, bei dem Ihr Kind das Mittag- oder Abendessen aussucht.
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