Kommentare:
© Dimitar Bosakov - Fotolia.com

In 5 Schritten gegen das Chaos

Bessere Lernorganisation

Unerledigte Hausaufgaben, verschmierte Hefte, zerrissene Buchseiten und vergessene Lehrerbriefe kennen alle Eltern, deren Kinder keine Ordnungsfanatiker sind – und das sind die wenigsten. Ein bisschen Chaos ist nämlich ganz normal, wenn Kinder in die Schule kommen und langsam lernen, sich zu organisieren und selbstständig zu arbeiten. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Als Leon in die erste Klasse kam, war die Schule für ihn nichts anderes als eine Fortsetzung des Kindergartens. Er freute sich auf seine Freunde und das Spielen in der Pause, schloss die erfahrene Lehrerin in sein Herz und erledigte mit Begeisterung die ersten Hausaufgaben. Als er jedoch begriff, dass mit dem Wechsel zum Schulkind auch neue Pflichten verbunden waren, flaute seine Begeisterung jäh ab.

Wenn er von der Schule nach Hause kam, flogen Ranzen und Schuhe in die Ecke. Die Hausaufgaben erledigte er zwar auf Aufforderung, doch vergaß er regelmäßig etwas davon. Leon verlegte Stifte, Lineal und Hefte, er konnte sich an Arbeitsaufträge nicht erinnern, und sein Schreibtisch versank in Bergen von unterschiedlichsten Spiel- und Schulsachen. Leon wollte schon lernen, wusste aber einfach nicht, wie das geht.

Kinder haben ein spezielles Ordnungsverständnis

Falls Ihr Schulkind solche organisatorischen Probleme nie gezeigt hat und sein Lernen gut strukturiert, können Sie sich glücklich schätzen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass das ein oder andere Ordnungsproblem Ihnen nicht unbekannt ist. Grundsätzlich haben Kinder nämlich zunächst ein anderes Ordnungsverständnis als ihre Eltern, und das überträgt sich auch auf ihr Lernverhalten. Leon beispielsweise ist begeistert von Lokomotiven und hat in seinem Zimmer eine große Eisenbahn aufgebaut. Entlang der Strecke stehen alle seine Loks und Anhänger und warten darauf, bei Bedarf sofort angekuppelt und ausgewechselt zu werden. Der Teppich ist kaum noch zu sehen, aber Leon findet die gesuchten Modelle so am schnellsten. Ein Erwachsener würde vermutlich ein Regal bevorzugen, auf dem die Loks oder Waggons nach einem bestimmten System sortiert und geschützt stehen.

Äußeres Chaos begünstigt inneres Chaos

Solange es nur ums Spielen geht, ist das System von Leon völlig in Ordnung. Wenn er zugunsten der Schnelligkeit aus Versehen auf die eine oder andere Lok tritt, nimmt er das billigend in Kauf. Geht es allerdings um Schule und schulisches Lernen, kommt sein System schnell an seine Grenzen. Etwas dahin zu legen, wo es am schnellsten gesehen wird, führt ab einer gewissen Menge an Büchern, Heften, Mäppchen, Sportsachen, Rechenhilfen oder Brotdosen rasch zur Unübersichtlichkeit. Die impulsive, intuitive und unüberlegte kindliche Ordnung sollte also spätestens mit der Einschulung einer gezielten Planung weichen.

Diesen Artikel weiterlesen?
mehr erfahren...

Als Leser von "Lernen und Fördern mit Spaß", finden Sie hier noch die 2 verbleibenden Schritte, sowie ein Ordnungsquiz, mit dem Sie Ihr Kind sensibilisieren können.

Diesen Artikel freischalten

Dies ist ein Premium-Inhalt auf Elternwissen.com, der nur Abonnenten unserer monatlichen Eltern-Ratgeber angezeigt wird.

Wenn Sie diesen Artikel weiterlesen möchten, können Sie hier ein 30-tägiges Test-Abonnement abschließen.

Bitte wählen Sie Ihr Wunsch-Produkt aus:

Sie sind bereits Premium-Mitglied?

Geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Passwort ein:

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "In 5 Schritten gegen das Chaos"

Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Trotzphase" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Trotzphase" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?