Kommentare:
Rechte und Pflichten von Teenagern und Eltern
© Jeanette Dietl - Fotolia.com

Jugendrechte und Elternpflichten: Was darf mein Kind eigentlich?

Rechte und Pflichten in der Pubertät

Wie lange darf mein Kind in der Disco sein oder auf der Party eines Freundes „abhängen“? Ab welchem Alter darf es in einer Kneipe Alkohol trinken? Wann ist es strafmündig? Und was kann ich tun, wenn mein Kind ohne meine Einwilligung einen Abo-Vertrag unterschrieben hat? Hier finden Sie die wichtigsten rechtlichen Basics zu typischen Streitfragen in der Pubertät! 

Expertenrat von 
Dr. Jan-Uwe Rogge, Familienberater und Bestsellerautor

Die wichtigsten Pflichten, die die Eltern bei ihrer Erziehungsarbeit zu berücksichtigen haben, regelt das Jugendschutzgesetz. Hierbei geht es – wie der Name schon sagt – darum, Jugendliche vor schädlichen Einflüssen und Gefahren zu schützen. Die Eltern haben dafür zu sorgen, dass ihre Kinder diese Gesetze einhalten. Im Zweifelsfall werden nicht die Jugendlichen selbst, sondern die Eltern zur Rechenschaft gezogen. Umso wichtiger, dass Eltern über ihre Pflichten, aber natürlich auch über ihre Rechte Bescheid wissen.

Disco, Alkohol und Zigaretten: Was darf mein Kind in der Pubertät? Und was darf es nicht?

Trotz dieser gesetzlichen Regelungen können Eltern aus pädagogischen oder anderen Gründen von ihrem Kind in der Pubertät verlangen, früher nach Hause zu kommen, als es nach dem Gesetz erlaubt wäre.

Jugendliche können sich also nicht auf ein „Grundrecht“ berufen, wenn sie z. B. länger in der Disco bleiben wollen. Ohnehin ist es sinnvoll, bei Ausgangszeiten Kompromisse auszuhandeln, in denen das Interesse des Jugendlichen berücksichtigt, aber auch sein Wohl nicht gefährdet wird.

Für private Partys gibt es keine gesetzlich vorgeschriebenen Limits. Hier müssen Sie ganz allein entscheiden, wann ihr Sprössling den Heimweg antreten muss. Um entsprechende Diskussionen und ein gemeinsames Aushandeln der Heimkehrzeit werden Sie in diesem Fall nicht herumkommen. Auch was Alkohol und Zigaretten angeht, müssen Eltern selbst entscheiden, ob sie ihrem Jugendlichen im privaten Bereich ein Alkohol- und Rauchverbot verhängen und durchsetzen wollen.

Mehr Infos über Rechte und Pflichten von Eltern und Jugendlichen finden Sie hier:

  • www.familien-wegweiser.de/wegweiser/Service/fragen-und-antworten.html?thema=163008 – Infos des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Jugend und Frauen zum Thema Jugendschutz
  • www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/broschueren_fuer_warenkorb/DE/Meine_Erziehung_da_rede_ich_ mit.pdf?__blob=publicationFile – Broschüre für Jugendiche des Bundeministeriums für Justiz
  • www.gerechte-sache.de/start – die Jugendseite des Bundesministeriums für Justiz
  • www.gesetze-im-internet.de/juschg/ – das Jugendschutzgesetz

Sie finden ein kleines Quiz für Eltern und Jugendliche über Kinderrechte und Elternpflichten auf unserer Webseite zum Download. Machen Sie doch spaßeshalber mal einen kleinen familieninternen Contest.

Mehr zum Thema von unseren Elternwissen-Experten

Kommentare zu "Jugendrechte und Elternpflichten: Was darf mein Kind eigentlich?"

  • lina schreibt am 11.03.2015

    Ich bin 15 und kriege ein Kind von meinem freund er ist 19 Jahre alt.
    Meine mutter will mich in ein Mutter Kind haus schicken weil sie mich und meinen freund nicht mehr aushält und das jugendamt behauptet das ich nicht fähig bin mein kind gros zu ziehen deswegen müssen sie mich in ein mutter kind haus stecken, wenn ich mich aber weigere in ein mutter kind haus zu gehen was können das jugendamt und meine mutter tun.
    darf das jugendamt mir dann das kind weg nehmen oder wie läuft das ...
    Ich würde mich sehr über eine antwort freuen
    Danke LG
Sagen Sie Ihre Meinung und schreiben Sie einen Kommentar!




Warum stellen wir so dumme Fragen?
Hinweis: aus rechtlichen Gründen erscheint Ihr Kommentar nicht sofort, sondern muss zuerst durch einen Moderator freigeschaltet werden.
Spamschutz

Der Grund, weshalb wir Sie nach der Geburt fragen, ist die Vermeidung von Spam durch automatisierte Spam-Bots.

Solche Spam-Bots versuchen durch massenhafte Einträge von Links in Kommentarfeldern und Gästebüchern Traffic für ihre Angebote zu erzeugen. Daher stellen wir einfache Fragen, die ein echter Nutzer ohne Probleme beantworten kann, während automatisierte Spam-Bots daran meist scheitern (Captcha-Test).

Eine Alternative zu solchen individuellen Fragen sind Bild-Captchas, bei denen verzerrt dargestellte Buchstaben oder Zahlen abgetippt werden müssen. Aufgrund des erhöhten "Nerv-Faktors" dieser Bild-Captchas haben wir uns für aber für erstere Variante entschieden.

Kostenlose Tipps zum Thema "Familienrecht" per E-Mail

Sollen wir Sie mit neuen Tipps und Artikeln zum Thema "Familienrecht" kostenlos per E-Mail auf dem Laufenden halten?