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Kinder fördern

So fördern Sie Ihr Kind mit Aufgaben in Garten und Haushalt

Kinder im Alltag fördern

Für Klein- und Kindergartenkinder gibt es nichts Schöneres, als genau das zu tun, was auch Mami oder Papi gerade machen. Im Frühjahr bietet sich eine Beschäftigung im Freien geradezu an. Wie Sie Ihr Kind bei diesen Arbeiten ganz nebenbei altersgerecht fördern, erfahren Sie hier. In unserem Beitrag finden Sie viele Anregungen für draußen sowie Tipps, die sich auch in der Wohnung realisieren lassen. 

Expertenrat von 

Gartenarbeit fördert die Sinne Ihres Kindes

Bei der Gartenarbeit werden nicht nur Kraft, Geschicklichkeit und Hand-Auge-Koordination eingeübt, sondern auch die Sinne, vor allem Geruchs- und Tastsinn, angesprochen. Auch fördern Sie dadurch die psychische Entwicklung Ihres Kindes, wenn Ihr kleiner Gärtner für ein eigenes Beet „verantwortlich“ ist. Folgende Tätigkeiten kann Ihr Kind übernehmen:

Ab einem Jahr: Blumen gießen mit einem Kännchen oder Becher. Besonders interessant: das Wasser selbst aus einem Eimer oder dem Planschbecken schöpfen.

Warnung: Bitte lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt mit Wasser spielen, da Kleinkinder bereits in flachen Pfützen ertrinken können!

Ab 18 Monaten: Laub oder frisch gemähtes Gras mit der Hand oder mit einer Schaufel aufsammeln. Alternativ in der Wohnung: vertrocknete Blätter oder Blüten von Zimmerpflanzen Abzupfen. Geben Sie Ihrem Kind für das Sammelgut einen Eimer bzw. draußen eine Kinderschubkarre oder auch einen Plastiklaster mit großer Ladefläche, mit dem es das Gras oder Laub zu einer bestimmten Stelle (z. B. Komposthaufen) transportieren kann.

Mein Tipp: Ein eigenes Gartenbeet für Ihr Kind
Wenn Sie einen Garten haben, sollten Sie ein kleines Gartenbeet für Ihr Kind (ab drei Jahren) reservieren. Mit Ihrer Hilfe kann es dort verschiedene Pflanzen aussäen bzw. pflanzen, z. B. Zucchini, Erdbeeren oder Kirschtomaten (Achtung: Grüne Pflanzenteile der Tomaten sind giftig!). Ersatzweise können Sie einen Minigarten für die Fensterbank oder den Balkon anlegen, z. B. in einem großen Blumenkasten. Zum Anzüchten eignen sich Eierkartons, da sie Wasser gut speichern und sich in den erdgefüllten Mulden verschiedene Pflänzchen gleichzeitig ziehen lassen

Schnellwachsend, ungiftig und für drinnen und draußen geeignet sind z. B. Küchenkräuter, Kresse, Bohnen, Wicken sowie Frühlingsblumen wie Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen.

Ab zweieinhalb Jahren: Laub oder Gras zusammenrechen und wie oben zu einer bestimmten Stelle transportieren.

Ab drei Jahren: Unkraut jäten. Dazu muss es die Unkrautpflänzchen sehr sorgfältig mit den anderen Pflanzen vergleichen (am besten je ein Exemplar der vorhandenen Unkräuter als „Muster“ bereitlegen!).

Ab fünf Jahren: Rasenmähen mit dem Handmäher, sofern es stark und groß genug ist, den Hand-Rasenmäher zu schieben. Bitte beaufsichtigen Sie Ihr Kind dabei gut und lassen Sie es geschlossene, möglichst feste Schuhe tragen!

Auch mit handwerklichen Aufgaben fördern Sie die Koordination und  Hand-Geschicklichkeit Ihres Kindes

Mit diesen Tätigkeiten übt Ihr Kind seine praktische Intelligenz, seine Hand-Geschicklichkeit und Koordination:

Ab einem Jahr: Kaufen Sie Ihrem Kind eine Klopfbank oder (ab zwei Jahren) eine Werkbank aus Holz. Dann kann es auch „arbeiten“, wenn Reparaturen im Haus anfallen und es für richtiges Werkzeug noch zu klein ist.

Ab zwei Jahren: Lassen Sie Ihr Kind pinseln. Darf es auf dem Balkon nicht mit Wasserfarbe malen, genügt auch ein breiter Pinsel und ein Schälchen Wasser, mit dem es den Boden oder eine Wand anstreichen kann. Zusätzlich interessant: zusehen, wie die Sonne das Wasser wieder trocknet.

Ebenfalls ab zwei Jahren geeignet: Auto waschen. Geben Sie Ihrem Kind einen Eimer Wasser (für Kinder ab drei Jahren, die nichts mehr in den Mund nehmen: mit ein paar Tropfen Spülmittel) und einen dicken Schwamm. Damit kann es das bereits etwas vorgereinigte Auto richtig gründlich waschen. Dabei kann Ihr Kind nicht nur mit Wasser spielen, sondern sich bei den großflächigen Putzbewegungen auch so richtig austoben. Natürlich kann es das Auto dann auch trockenledern oder (ab drei Jahren) mit dem Gummiwischer die Fenster abziehen.

Ab drei Jahren: Geben Sie Ihrem Kind Tapetenreste oder, besser noch, ein ausrangiertes Tapeten-Musterbuch aus dem Fachhandel. Auf der Rückseite kann Ihr Kind malen, die Strukturtapeten schulen gleichzeitig den Tastsinn und aus den verschiedenen Tapetenresten lassen sich allerhand Formen ausschneiden und zu Collagen kleben oder Ihr Kind kann sein eigenes Puppenhaus aus Karton tapezieren.

Mein Tipp: Fadenbild (ab drei Jahren)

Schlagen Sie in ein dickes, glattgehobeltes Holzbrett viele Nägel, möglichst als einfaches geometrisches Muster angeordnet. Diese kann Ihr Kind dann mit einem dicken Wollfaden zu einem regelrechten Fadenbild verbinden.

Ab vier Jahren: Kleine Tüftler sind dankbar für ausrangierte Gegenstände zum Zerlegen, z. B. einen alten mechanischen Wecker oder kaputte elektrische Geräte ohne spitze bzw. scharfe Teile, von denen Sie zuvor sicherheitshalber das Stromkabel entfernt haben. So kann Ihr Kind am besten begreifen, wie etwas funktioniert.

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