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© gitusik - Fotolia.com
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Kind und Handy - Der richtige Umgang will gelernt sein

Umgang mit dem Handy

Spätestens in der Grundschule stehen viele Eltern vor dem Dilemma, ihrem Kind den Handywunsch zu erfüllen oder nicht. Selbstverständlich setzt das stets vorgebrachte Argument „Aber alle in meiner Klasse haben eins" viele Eltern unter Druck. 

Expertenrat von 

Tatsächlich nimmt die Handynutzung statisch gesehen in Deutschland unter Kindern jährlich zu. In der Altersgruppe der 6 bis 9-Jährigen besitzen knapp 25 Prozent bereits ein Smartphone. In der Gruppe der 10 bis 13-Jährigen gibt es dagegen starke Schwankungen: So besitzen etwa knapp die Hälfte der 10 und 11-Jährigen ein Handy, während die überwältigende Mehrheit der 13-Jährigen, nämlich 81 Prozent, schon ein Handy hat. Auf Dauer wird es somit immer schwerer, dem eigenen Nachwuchs trotz aller Bedenken den Handywunsch abzuschlagen. Denn je älter Ihre Kinder werden, desto selbstverständlicher ist der Besitz eines Handys unter den Altersgenossen.

Pro und Contra der Handynutzung von Kindern

Gegen ein Handy in Kinderhänden spricht einerseits die Befürchtung einer Kostenexplosion und andererseits der unsachgemäße Umgang. Kostenfallen können jedoch weitgehend vermieden werden, indem im Handy einerseits keine Kreditkarten- oder Kontoinformationen der Eltern gespeichert werden und andererseits ein entsprechender Handyvertrag gewählt wird, der die Kosten rigoros deckelt. Für ältere Kinder ab 13 Jahren empfiehlt sich dagegen schon durchaus eine günstige Flatrate, wie zum Beispiel die Allnet-Flat mit dazugehörigem Smartphone von 1&1 oder auch ein Pre-Paid Tarif. Der Kostenfaktor für ein Handy kann auf 200 und 300 Euro jährlich beziffert werden. Etwa die Hälfte der Eltern übernimmt diese vollständig, 32 Prozent teilen sich die Kosten mit dem Nachwuchs und 11 Prozent der Kinder und Jugendlichen müssen die Kosten eines Mobiltelefons alleine tragen.

Zusätzlich besteht auch die Gefahr, dass Ihr Kind je nach Alter eventuell auf Inhalte zugreift, die gemeinhin als jugendgefährdend gelten. Für manche Eltern spielt auch der Aspekt einer vom Handy ausgehenden Strahlung eine Rolle. Diesbezüglich existieren jedoch noch keine Langzeitstudien. Für Zweifler empfiehlt es sich auf den SAR-Wert des Handys zu achten, der die Strahlung bemisst. Als ungefährlich gelten 0,6 Watt pro Kilogramm. Für die frühzeitige Gewöhnung des Nachwuchses an zeitgemäße Kommunikationsmittel sprechen allerdings auch einige Argumente. Zum einen erhöht man die Technik-Kompetenz der Kinder - man möchte diesen schließlich nicht weltfremd aufwachsen lassen. Zum anderen ist das Kind so stets für die Eltern erreichbar, lässt sich notfalls auch orten oder kann anrufen, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.

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