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Sicher Fahrrad fahren

Fahrrad fahren: So gehen Sie mit Ihrem Kind sicher auf Tour

Sicher Fahrrad fahren mit Kindern

Urlaub mit Kindern kann ganz schön ins Geld gehen und trotzdem ein Reinfall sein. Versuchen Sie doch mal die kostengünstige Alternative: Deutschland bietet eine Vielzahl von abwechslungsreichen Strecken zum Fahrrad fahren, die nicht nur unterhaltsam und gesund, sondern auch durchaus lehrreich sind. Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie mit Ihrem Kind sicher Fahrrad fahren. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Fahrrad fahren eignet sich für alle Altersstufen und ist eine äußerst gesunde Form des sportlichen Ausgleichs oder des Urlaubs. Gleich mehrere Ziele lassen sich herrlich beim Fahrrad fahren miteinander kombinieren: den familiären Zusammenhalt stärken, die Kinder aktiv beschäftigen, interessante Gebiete oder Gebäude besichtigen und dem ganzen Körper ein Rundum-Fitnesstraining zukommen lassen. Je nach Zeit und Lust können Sie sich eine abwechslungsreiche Tour im Internet zum Fahrrad fahren kinderleicht selber zusammenstellen oder sich in die Hände von erfahrenen Guides begeben. Dazu rufen Sie entweder die Tourismusverbände Ihres gewählten Reiseziels direkt auf, oder Sie lassen sich von den zahlreichen Tipps und Tourangeboten auf www.deutschland-tourismus.de/radfahren inspirieren.

Sicher Fahrrad fahren: So machen Sie Ihre Räder reisefit

Bevor es überhaupt mit dem Fahrrad fahren losgehen kann, müssen reisefähige Fahrräder für die ganze Familie besorgt werden. Entweder haben Sie noch verwertbare „Drahtesel“ im Keller, die nur einer Grundinspektion bedürfen, oder Sie müssen sich um eine neue Ausstattung zum Fahrrad fahren (gekauft, geliehen oder gemietet) bemühen. Achten Sie zum sicher Fahrrad fahren darauf, dass das Rad Ihres Kindes seiner Größe entspricht. Gerade nach der langen Winterpause passen Kind und Fahrrad oft nicht mehr zusammen. Machen Sie mit Ihrem Kind als Einstimmung auf das Fahrrad fahren einen Tagesausflug mit dem Rad. So können Sie leicht feststellen, ob es an einer längeren Tour Spaß haben könnte oder nicht.

Die Fahrradinspektion zum sicher Fahrrad fahren als Feinmotoriktraining

Besonders für Jungen, die ja oft ein unsauberes Schriftbild haben, weil sie ihre Feinmotorik weniger als Mädchen trainieren, bietet sich der Fahrrad-Check auch als Fingertraining an. Das Lösen von Schrauben und Muttern, das Auswechseln von Schlauch und Bremsklötzen oder die Befestigung der Klingel fordern feinmotorisches Geschick und müssen geübt werden. Ihr Kind profitiert also schon im Vorfeld der Tour, ohne dass es ein einziges Mal in die Pedale getreten hat.

Diese Arbeiten zum sicher Fahrrad fahren gehören zum Frühjahrs-Check:

  • Das ganze Rad vor dem Fahrrad fahren gründlich säubern, indem es mit einer Wasser-Spülmittel-Lösung oder mit Motorradreiniger abgewaschen wird.
  • Die Reifen oder auch die Schläuche vor dem Fahrrad fahren entsprechend den aufgedruckten Daten aufpumpen sowie nach Rissen und porösen Stellen suchen.
  • Den Schlauch vor dem Fahrrad fahren in einem Wasserbad auf Löcher hin untersuchen und entweder mit Flickzeug reparieren oder durch einen neuen Schlauch ersetzen.
  • Roststellen kann Ihr Kindv  abschmirgeln und mit Lackfarbe überpinseln. Vielleicht hat es auch Spaß daran, dem ganzen Fahrrad ein neues Farb-Gesicht zu geben.
  • Die Bremsen müssen funktionieren! Tauschen Sie alte Bremsklötze zum Fahrrad fahren aus oder lassen Sie sie im Fachgeschäft auswechseln.
  • Auch die Kette darf nicht hängen und muss sich leichtgängig bewegen. Hier hilft ein gutes Fahrradöl (und eventuell auch die Fahrradwerkstatt).
  • Der Lenker muss festsitzen und darf beim Fahrrad fahren kein Spiel haben.
  • Ziehen Sie die Schrauben unbedingt regelmäßig zum Fahrrad fahren nach.
  • Auch die Beleuchtung muss funktionieren, denn Fahrrad fahren im Dunklen oder Dämmerlicht ist bei einer Tour nie auszuschließen. Tauschen Sie zum sicher Fahrrad fahren defekte Birnchen aus und überprüfen Sie die Drähte.
Mein Tipp
Wer wirklich sicher Fahrrad fahren will, nutzt den Service des Fachhandels. Eine komplette Inspektion kostet um die 50€. Bei drei oder vier Rädern kommen da allerdings schon eine Menge Kosten zusammen, so dass sich der Arbeitsaufwand zu Hause durchaus lohnt.

Checkliste: Wie sicher ist das Fahrrad Ihres Kindes? (ja / nein)

  • Funktionieren die Bremsen vorne und hinten?        
  • Ist das Licht am Rad Ihres Kindes in Ordnung und auf die Fahrbahn ausgerichtet?                    
  • Hat das Rad Reflektoren an den Rädern, in den Speichen?                       
  • Hat das Rad eine funktionstüchtige Klingel?          
  • Sitzen alle Schrauben fest, z.B. am Lenker und am Sattel?            
  • Ist die Kette fest und hängt sie nicht durch?           
  • Hat das Rad einen Kettenschutz?                
  • Ist der Sattel richtig eingestellt (Ihr Kind sollte im Sitzen mit den Füßen den Boden erreichen können)?                      
  • Ist das Rad mit dem richtigen Flickzeug für den Notfall ausgerüstet?                  
  • Hat es eine Fahrradpumpe?              

Auswertung: Bevor Sie nicht jede Frage guten Gewissens mit „ja“ beantwortet haben, sollten Sie die Fahrradtour nicht beginnen. Natürlich gilt der Check nicht nur für Kinderräder, sondern auch für die Fahrräder der Erwachsenen.

Ein guter Helm muss nicht teuer sein

Weder Airbag noch schützendes Blech sichern den Radfahrer ab, wenn er stürzt oder gegen ein Hindernis fährt. Der einzige Schutz vor lebensbedrohlichen Verletzungen ist ein Helm. Eine Selbstverständlichkeit, dass Kinder und Erwachsene darauf nicht verzichten dürfen. Fahrradhelme schneiden in Tests in der Regel gut ab, es muss also nicht das teuerste Modell sein. Schon ab 10 E (achten Sie auf die Testsiegel) gibt es mit „gut“ getestete Helme, die aber vielleicht nicht dem Geschmack Ihres Kindes entsprechen. Für moderne Modelle müssen Sie daher auch leicht bis zu 50 E investieren.

Achtung: Beim Tragen des Helmes muss darauf geachtet werden, dass er gerade sitzt und auf dem Kopf weder nach hinten noch nach vorne kippt! Den sicheren Sitz bestimmen verstellbare Klettverschlüsse oder Plastikbänder, die justiert werden müssen.

Schieben macht wenig Spaß

Wer noch nie mit der Familie geradelt ist, sollte unbedingt einige Zeit der Planung widmen. Nichts trübt das Vergnügen mehr, wenn Kinder eine langweilige Strecke bewältigen müssen oder ihr Rad die meiste Zeit am Berg schieben müssen. Überlegen Sie sich also genau, welche Radtour Ihnen und Ihrem Kind Spaß machen würde. Bis zu 30 Kilometer können auch Schulanfänger schon bewältigen, wenn die Strecke kindgerecht ist. Darauf sollten Sie achten:

  • Wählen Sie eine Strecke mit möglichst wenig Steigungen.
  • 30 Kilometer am Tag genügen für den Anfang vollkommen. Schließlich soll der Spaß im Vordergrund stehen.
  • Wählen Sie eine Strecke mit interessanten Zwischenstopps (z. B. Waldspielplatz, Fühlpfad, Museum, Burg, Schloss, Schwimmbad, Fußballspiel).
  • Ein gutes Mittagessen ist nach der Anstrengung ein Muss.
  • Wählen Sie eine Unterkunft, die rad- und kindergeeignet ist. Spannend wäre eine Übernachtung im Heu, im Zelt oder in einem Burgzimmer.

Gemeinsam radeln – so fördern Sie Ihr Kind!

Bei solch einem besonderen Urlaub wird nicht nur der Familienzusammenhalt gefördert, sondern es ergeben sich auch zahlreiche Möglichkeiten, Ihr Kind zu fördern und beispielsweise auf den Fahrradführerschein vorzubereiten.

  1. Planen Sie gemeinsam! Ihr Kind kann sich im Internet verschiedene Strecken ansehen und selber interessante Stopps auswählen. Das fördert sein Selbstbewusstsein und erhöht seine Verantwortlichkeit für die Tour (ab 1. Klasse).
  2. Lassen Sie Ihr Kind die Länge einzelner Streckenabschnitte ausrechnen und einschätzen, ob sie zu bewältigen sind. Hier lernt es Längenmaße anzuwenden (ab 3. Klasse).
  3. Ein Reiseführer zu interessanten Ausflugspunkten könnte im Vorfeld der Reise jeden Abend abwechselnd vorgelesen werden. Das macht Spaß und fördert die Lesekompetenz (ab 2. Klasse).
  4. Erhöhen Sie das Verantwortungsbewusstsein Ihres Kindes, in dem es jeden Tag vor der Abfahrt selber Bremsen, Licht und Gepäck überprüft (ab 1. Klasse).

Wie fit muss das Radteam sein?

Um mit dem Fahrrad eine weitgehend ebene Strecke zu bewältigen, sind keine besonderen körperlichen Fähigkeiten notwendig. Bei radfahrenden Kindern ist es allerdings wichtig, dass sie bereits sicher beim Fahren sind und sich nicht von jedem unerwarteten Geräusch oder auftauchenden Hindernis aus dem Gleichgewicht bringen lassen. Auch Kinder, die noch mit Stützrädern fahren, haben auf Fahrradtouren nichts zu suchen. Und müde oder erschöpfte Mitfahrer gehören nicht aufs Rad, sondern brauchen eine Pause zur Erholung. Meiden Sie Strecken mit Autoverkehr. Viel Spaß machen auch kombinierte Fahrradtouren, bei denen ein Teil des Weges mit dem Schiff oder der Bahn zurückgelegt werden kann.

Das sollten Sie unbedingt beachten

Kinder sind launisch und sprunghaft. Interessante Zwischenstopps oder ein Fußballspiel am Streckenrand können wieder Lust aufs Weiterfahren machen. Packen Sie also unbedingt etwas zum Beschäftigen ein, etwa einen Ball, eine Frisbee-Scheibe, ein Federballspiel, Spielkarten oder etwas zum (Vor)Lesen. Denken Sie auch an Snacks und erfrischende Getränke!

Mein Tipp
Auf den Seiten von www.fahrradtouren.de und häufig noch detaillierter auf den einzelnen Tourismus-Seiten der entsprechenden Gemeinden, Städte oder Urlaubsgebiete finden Sie jede Menge Ausflugstipps und Radfahrstrecken für die unterschiedlichsten Bedürfnisse.

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