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Glückliche Patchwork-Familie
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Patchwork-Familien: Wie gelingt das Miteinander gelingen kann

Glück in der Patchwork-Familie

Eigentlich könnte es so schön sein, wenn Mama oder Papa nach der Trennung wieder einen neuen Partner gefunden haben. Vielleicht bekommt Ihr Kind auch neue Geschwister. Und doch gibt es anfangs in fast jeder Patchwork-Familie erst mal Reibereien. Wir zeigen Ihnen, wie das Zusammenleben stressfreier funktioniert. 

Expertenrat von 
Dr. Martina Hahn-Hübner, Gesundheits-Expertin, Medizinjournalistin

Jede dritte Ehe wird heute wieder geschieden

Elternpaare trennen sich, werden Alleinerziehende, finden neue Partner. Wenn Mama oder Papa nach einer Zeit des Alleinerziehens eine neue Beziehung eingehen, wollen sie ihrem Kind bzw. ihren Kindern unter anderem endlich wieder eine vollständige Familie bieten. Doch genau davor haben Kinder Angst.

Sie wollen keine neue Familie, sondern wünschen sich, dass ihre „richtige“ Mama und ihr „richtiger“ Papa wieder zusammenleben. Und wenn das nicht geht, dann wollen sie wenigstens ihre Mutter oder ihren Vater für sich alleine haben. Deswegen wird der oder die „Neue“ oft erst einmal abgelehnt. Er oder sie soll auf keinen Fall in die Rolle des abwesenden Elternteils schlüpfen.

Kinder haben je nach Alter unterschiedliche Bedürfnisse

Wie schwierig die Anfangszeit mit einem neuen Partner und eventuell neuen Geschwistern wird, hängt vom Alter Ihres Kindes ab.

  • Für Babys und Kleinkinder ist es vor allem wichtig, dass sie bei ihrer bisherigen Hauptbezugsperson (das muss nicht immer die Mutter sein!) bleiben dürfen. Ist das gewährleistet, kann das Kind die Trennung vom anderen Elternteil leichter verkraften. Im Alter unter zwei Jahren wird es dem neuen Partner in der Regel relativ leicht gelingen, die Zuneigung des Kindes zu gewinnen.

  • Kindergarten- und Vorschulkinder tun sich beim neuen Partner schon deutlich schwerer. In diesem Alter beziehen Kinder alles auf sich und glauben daher, dass sie der Aus - löser für Veränderungen in ihrer Lebensumwelt sind. So können sie vermuten, dass sie nicht „brav“ genug waren und damit die Trennung der Eltern ausgelöst haben. Daraus entwickeln sich nicht selten Schuldgefühle, die zu heftigen Reaktionen gegenüber dem neuen Partner führen können. Typische Gefühle in dieser Phase sind Wut, Zorn, Eifersucht und Trauer.
    Der neue Partner sollte versuchen, Ablehnung und Gefühlsausbrüche des Kindes nicht persönlich zu nehmen. Die negativen Gefühle des Kindes richten sich meist gegen die Rolle des neuen Partners, nicht jedoch gegen ihn als Person. Kindergartenkinder brauchen Zeit, um über die Trennung der Eltern hinwegzukommen. Danach fällt es ihnen leichter, sich auf die neue Familien - situation einzustellen.
  • Kinder ab sechs Jahren scheinen es am schwersten zu haben. Sie leiden meist unter schweren Loyalitätskonflikten. Sie können/dürfen den „neuen“ Vater oder die „neue“ Mutter gar nicht gern haben, denn das würde bedeuten, den leiblichen Vater oder die leibliche Mutter zu verraten. Deswegen brauchen Kinder ab dem Schulalter erst einmal Abstand.
    Der neue Partner sollte anfangs seine Bemühungen, die Zuneigung des Kindes zu gewinnen, nicht übertreiben! Auch sollte er keinesfalls sofort versuchen, den Vater oder die Mutter zu ersetzen. Dabei folgt die Kränkung oft auf dem Fuß, weil das Kind auf Distanz geht.

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