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Entzündete Hautstelle am Unterarm von Kleinkind
© Lukas Taborsky - 123rf.com

Fördern Hausstaubmilben Neurodermitis?

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Ein von Hausstaubmilben gebildetes Molekül könnte ein bedeutsamer Faktor bei der Ausbildung von Neurodermitis sein. Diese Entdeckung machten vor kurzem Forscher der Universität Oxford. Bei ihren Untersuchungen stießen sie auch auf ein Protein, das neue Ansatzpunkte für Therapien liefern könnte 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Rote, schuppige Hautstellen und starker Juckreiz sind typische Symptome von Neurodermitis. Vor allem Kinder leiden unter der chronischen Hautkrankheit (etwa 15 Prozent erkranken). Die genauen Ursachen sind bisher unklar. Die Krankheit lässt sich zwar inzwischen recht gut behandeln, ist aus schulmedizinischer Sicht aber nicht heilbar. Für ihre neue Studie hatten die britischen Wissenschaftler Haut- und Blutproben von NeurodermitisPatienten untersucht. Sie fanden heraus, dass ein von Hausstaubmilben produziertes Enzym als Allergen wirkt. Es dringt in die Haut ein und fördert dort die Bildung von Entzündungen und Ekzemen. Das ist bei Neurodermitis besonders leicht möglich, da die Barrierefunktion der Haut durch die Krankheit gestört ist. Bei weiteren Analysen stießen die Forscher auf ein bestimmtes Protein, das sogenannte „intakte Filaggrin“. Sie stellten fest, dass dieses Eiweiß an der Haut offenbar als mechanische Barriere wirkt. Darüber hinaus schützt es vor allergischen Entzündungsreaktionen. Das könne ein neuer Therapieansatz für die Erkrankung sein, erläuterten die Wissenschaftler

Mein Tipp:

Kinder, die unter Neurodermitis leiden, haben in der Regel eine erhöhte Neigung zu Allergien. Daher ist auch die Entstehung einer Hausstaubmilbenallergie nicht unwahrscheinlich. Bei Neurodermitis empfehle ich deshalb immer, die Umgebung des Kindes schon vorbeugend „milbenarm“ zu gestalten. Milben gedeihen besonders gut in Betten, weil es dort warm und feucht ist. Bis zu 1,5 Millionen können in einem Bett leben.

So gestalten Sie die Umgebung „milbenarm“:

  • Ausstattung des Bettes mit speziellen milbendichten Bezügen (Encasing)
  • regelmäßiges Wechseln der Bettwäsche (alle 1 bis 2 Wochen), bei 60 Grad waschen
  • im Bett keine oder möglichst wenige Kuscheltiere mit Fell, kein Schaffell im Bett
  • glatte Fußböden, vor allem im Kinderzimmer, keine langflorigen Teppiche (Flokati etc.)
  • Fußböden und Regale regelmäßig feucht wischen

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