Sowohl Protopic® 0,03 % Salbe (Wirkstoff Tacrolimus) als auch Elidel® oder Douglan® 1 % Creme (Wirkstoff Pimecrolimus) sind bei Neurodermitis zur Behandlung von Kindern ab zwei Jahren zugelassen. Beide Wirkstoffe unterdrücken wie Kortison das Immunsystem. Kortisontypische Hautschäden wie eine Verdünnung der Haut treten darunter jedoch nicht auf.
Wie wirksam sind die Alternativen zu Kortison bei Ihrem Kind?
Tacrolimus 0,03 % scheint nach der jetzigen Datenlage etwas stärker zu wirken als Pimecrolimus 1 %. Jedoch ist keiner der beiden Wirkstoffe wirksamer als ein mittelstarkes Kortisonpräparat (z. B. Prednicarbat in Dermatop® Creme). Die Wirkung setzt langsamer ein als bei Kortisonsalbe. Nach Beendigung der Anwendung treten durchschnittlich nach zwei Wochen erneut Ekzeme auf. Eine Untersuchung an acht amerikanischen Behandlungszentren ergab, dass unter einer Anwendung mit 0,03 % Tacrolimus nach sechs Wochen 42 Prozent der behandelten Neurodermitis- Kinder fast oder ganz ekzemfrei waren, während es unter 1 % Pimecrolimus nur 30 Prozent waren. Jedoch wurden bei einem Vergleich von Pimecrolimus und Scheinbehandlung auch 20 Prozent der Kinder mit der wirkstofffreien Salbe fast oder vollständig ekzemfrei – das zeigt wieder einmal den Wert einer konsequenten Hautpflege!
Welche Nebenwirkungen könnten bei Ihrem Kind auftreten?
Beide Wirkstoffe können Hautinfektionen mit Bakterien oder Herpes-Viren begünstigen. Tacrolimus 0,03 % ist weniger verträglich als Pimecrolimus 1 %: Unter Tacrolimus tritt bei knapp der Hälfte, unter Pimecrolimus bei gut einem Viertel der Patienten an den ersten Behandlungstagen Hautbrennen auf, das durchschnittlich 15 Minuten anhält. Bei Kindern unter zwei Jahren zeigten sich unter der Anwendung von Pimecrolimus 1 % doppelt so häufig Atemwegsinfekte und grippeähnliche Beschwerden. Virusinfektionen der Atemwege, grippale Infekte und Durchfälle waren jedoch auch bei Kindern über zwei Jahren im Vergleich zur Scheinbehandlung etwas vermehrt, wobei diese Infektionen mit zunehmender Anwendungsdauer häufiger aufzutreten schienen.
Ist die Langzeitsicherheit bei den Alternativen zu Kortison bei Ihrem Kind gewährt?
Wie sich eine wiederholte oder längerfristige Behandlung auf das sich entwickelnde Immunsystem speziell bei Kleinkindern auswirkt, ist nicht bekannt. Möglicherweise ist die Wirksamkeit von Impfungen im behandelten Hautareal beeinträchtigt. Nicht auszuschließen ist ein erhöhtes Risiko für bösartige Hauterkrankungen und Lymphome (Tumoren der Lymphknoten). Haarlose Albinomäuse wurden langfristig mit Tacrolimus bzw. Pimecrolimus behandelt und mit UV-Licht bestrahlt. Im Vergleich zu unbehandelten und ebenfalls bestrahlten Tieren zeigten die behandelten Mäuse eine deutlich verkürzte Zeitspanne bis zum Auftreten von Hauttumoren. Ob diese Ergebnisse auch für den Menschen relevant sind, ist noch unbekannt.
Bewertung der Alternativen zu Kortison:
Aufgrund der noch nicht abschätzbaren Risiken bei längerfristiger Anwendung sollten Sie Protopic® 0,03 % und Elidel® bzw. Douglan® 1 % bei Ihrem Kind höchstens kurzfristig anwenden. Behandelte Hautpartien müssen Sie entweder durch Kleidung oder Sonnencreme (ab Lichtschutzfaktor 30) zuverlässig gegen Sonnenlicht schützen. Manche Ärzte empfehlen Protopic® und Elidel® sogar schon für die Behandlung von Kindern unter zwei Jahren. Dafür sind diese Präparate nicht zugelassen! Wegen der erhöhten Rate von Atemwegsinfekten rate ich dringend ab. Bei kurzfristiger Anwendung verursachen auch Kortisonsalben keine Hautschäden. Unkalkulierbare Langzeitrisiken gibt es hier nicht, sodass ich keinen so großen Vorteil von Protopic® und Elidel® erkennen kann. Wenn die nachfolgend aufgeführten pflanzlichen Kortison-Alternativen nicht ausreichend wirksam sind, scheint mir die kurzfristige Behandlung mit einem höchstens mittelstarken Kortisonpräparat das kleinere Übel. Wenn Hydrocortison zu schwach wirkt, weist das mittelstarke Dermatop® ein günstiges Verhältnis von Wirkung und Nebenwirkungen auf. Falls nach zweiwöchiger Behandlung mit Protopic® oder Elidel® keine Besserung zu erkennen ist, bringt auch eine längere Behandlung nichts.












Auf den Dorn-Kongressen der letzten jahre habe ich immer wieder konkrete Fälle berichtet, wo Dieter Dorn dieses Problem durch einfache manuelle Korrektur des blockierten 9. Brustwirbels gelöst hat, beim einige Monate alten Baby geradeso wie beim 15jährigen Jugendlichen. Deshalb kann ich sehr dazu raten, die Wirbelsäule zu prüfen (durch Sehen udn Fühlen). Die Korrektur könnte ggf. sogar mit der Selbsthilfeübung gelingen: Rücken rund machen - an die Türkante lehnen - in die Knie gehen - Becken immer wieder vor und zurück bewegen - dabei Rücken rauf/runter abrollen. Eine gute Unterstützung bietet Coués Autosuggestion.
Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe
Meine Tochter hat auch Neurodermitis. Im letzten Winter mußte ich feststellen, dass sie nach jeder Cortisonbehandlung eine Bronchitis bekommen hat. Ich habe dann angefangen, nach einer Alternative zu suchen und bin bei der Firma Phytopharma gelandet. Es gibt in der Natur eine natürliche Form des Cortisons: die schwarze Johannisbeere. Außerdem hat man mir empfohlen, die betroffenen Stellen entweder mit Rapsöl einzuschmieren oder mit Rosenwasser Umschläge zu machen. Man hat mir gesagt, dass nach mehreren Cortisonbehandlungen (Cortison wird vom Körper für 1 Jahr gespeichert) 50 % der Kinder allergisch und 40 % Asthmatiker werden. Nachdem es meiner Tochter momentan sehr gut geht, kann ich dazu noch kein Urteil abgeben.