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So bleiben die Milchzähne gesund

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So bleiben die Milchzähne gesund

von: Felicitas Römer

» Gesunde Zähne brauchen Pflege

Bestimmt können Sie sich noch an die Zeit erinnern, als sich bei Ihrem Kleinkind die ersten Milchzähne ankündigten: ein aufregendes Ereignis, das Sie sicher ganz schön auf Trab gehalten hat. Ihr Kind sollte daher stets gesunde Zähne haben. Lesen Sie, wie die Zähne Ihres Schulkindes gesund bleiben, und was gesundes Trinken bewirken kann.

Zum Glück sind es meistens nur die ersten Milchzähne, die den Kleinen so zu schaffen machen. Im Alter von etwa 2 bis 3 Jahren haben die meisten Kinder ihr komplettes Milchzahngebiss. Es besteht aus insgesamt 20 Zähnen, jeweils vier Schneidezähnen, zwei Eckzähnen sowie vier Backenzähnen im Ober- und Unterkiefer. 

Milchzähne sind (mit Ausnahme der hintersten Backenzähne) kleiner als die bleibenden Zähne und auch heller: Der milchweißen Farbe verdanken sie ihren Namen. Milchzähne sind aber nicht nur niedlich, sondern auch wichtig, da sie als Platzhalter für die nachkommenden Zähne dienen. Deshalb sollten Milchzähne von Anfang an gründlich gepflegt werden.

Milchzähne adé: Der Zahnwechsel läutet eine neue Lebensphase ein

Ein aufregendes Erlebnis im Leben eines Kindes ist der beginnende Zahnwechsel, wenn es 5 oder 6 Jahre alt ist. Die Lücken der ehemaligen Milchzähne links und rechts neben den Schneidezähnen sind recht groß, da der gewachsene Kiefer nun den erforderlichen Platz für die neuen Zähne bereithält. Der Zahnwechsel erfolgt in der Regel nach folgendem Schema:

  • 6. bis 8. Lebensjahr: die mittleren Schneidezähne
  • 7. bis 9. Lebensjahr: die seitlichen Schneidezähne
  • 9. bis 13. Lebensjahr: die Eckzähne
  • 9. bis 12. Lebensjahr: die ersten Backenzähne
  • 10. bis 14. Lebensjahr: die zweiten Backenzähne

Der erste bleibende Zahn ist übrigens kein Schneidezahn, wie wir oft glauben. Zwischen dem 5. und dem 8. Lebensjahr wächst hinter der Reihe der Milchzähne ein Mahlzahn, der so genannte „Sechsjahresmolar“. Das geschieht oft unbemerkt, da er keinen Milchzahn ersetzt. Dahinter kommt später ein weiterer Mahlzahn, so dass ein fertig ausgebildetes Gebiss aus 28 bis 32 Zähnen besteht (je nachdem, wie viele Weisheitszähne noch durchbrechen).

Milchzähne: Tipps für Eltern mit „Wackelzahnkindern“

  • Der erste Wackelzahn fällt oft in die Zeit des bevorstehenden Schulbeginns und ist mit Aufregung und Freude, manchmal aber auch mit Verunsicherung verbunden: Schließlich steht eine neue Ära bevor! Begleiten Sie deshalb Kinder in dieser sensiblen Phase der wackelnden Milchzähne besonders aufmerksam und fürsorglich.
  • Bereiten Sie Ihr Kind auf den Wechsel der Zähne vor, damit es nicht erschrickt, sollte sich plötzlich ein Zahn verschieben oder das Zahnfleisch bluten. Lesen Sie Bilderbücher vor, z.B. „Das Wackelzahnbuch“ (Iwona Radünz, Thomas Röhner), oder schauen Sie sich gemeinsam eine kindgerecht gestaltete Internetseite dazu an, wie etwa www.milchzahn-a.de.
  • Wenden Sie keine Hauruck-Methoden an, um wackelnde Milchzähne zu entfernen. Das kann schief gehen, schmerzhaft sein und ist einfach unnötig. Lassen Sie die Zähne möglichst von alleine ausfallen. Vermitteln Sie Ihrem Kind das Gefühl, dass sein Körper weiß, wann es Zeit ist, den Zahn „herzugeben“. Es ist fast nie notwendig, Milchzähne von einem Zahnarzt ziehen zu lassen.
  • Lassen Sie die „Zahnfee“ kommen, die die ausgefallenen Zähne über Nacht gegen ein Geschenk oder einen kleinen Geldbetrag austauscht. Oder besorgen Sie eine hübsche Zahndose, in der Ihr Kind die Relikte seines Kleinkindalters sammeln kann.

Gesunde Zähne: Bakterien im Mund

Die äußere Schicht der sichtbaren Zähne besteht aus dem Zahnschmelz. Er schützt die empfindliche Zahnkrone, ist das härteste Material, das unser Körper produzieren kann und besteht fast ausschließlich aus den Mineralstoffen Kalzium und Phosphat. In der Mundhöhle leben zahlreiche Bakterien, die sich von leicht verwertbaren Kohlenhydraten wie z.B. Zucker ernähren und gesunde Zähne gefährden. Dabei scheiden sie auf den Zähnen Säuren aus, die den Zahnschmelz angreifen und ihm wichtig Mineralien entziehen: Er wird demineralisiert. Schreitet dieser Prozess auf den Zähnen fort, bricht die Schmelzoberfläche irgendwann ein: Der Zahn bekommt ein Loch. Erst dann beginnen die Zahnschmerzen.

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