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Papa hilft Jungen und versorgt Schürfwunde
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Erste Hilfe Maßnahmen bei Kindern : So reagieren Sie richtig

bei kleinen Wunden, leichten Stürzen oder Verbrennungen

Wenn ihr Kind sich verletzt, reagieren viele Eltern erst einmal panisch. Im ersten Schrecken einen kühlen Kopf zu bewahren und zu wissen, was zu tun ist, ist manchmal gar nicht so einfach. Der Erste-Hilfe-Kurs liegt meist lange zurück, und der Anblick des verletzten, schreienden Kindes lässt Emotionen aufkommen, die rasches und sinnvolles Handeln regelrecht blockieren. Lesen Sie hier, wie Sie bei Unfällen immer richtig reagieren. 

Expertenrat von 
Dana Kümmeler, Heilpraktikerin

Dass sich Kinder beim Entdecken ihrer Welt verletzen, ist unvermeidlich. Trotz vielfältiger Vorsichtsmaßnahmen wie Kindersicherungen, Schutzkleidung, Sturzhelmen und gut gemeinten Warnungen passiert es immer wieder, dass ein Kind sich verletzt. Zu den häufigsten Verletzungen oder Unfällen von Kindern im häuslichen Umfeld gehören sicherlich Wunden, Stürze und Verbrennungen, die meist mit Schmerzen und häufig auch mit mehr oder weniger starken Blutungen verbunden sind. Das bedeutet Stress für Ihr Kind, der sich mitunter gar in einem schockähnlichen Zustand äußern kann. Versuchen Sie daher, ruhig zu bleiben, denn Ihre Panik hilft Ihrem Kind nicht, im Gegenteil, sie kann sogar ansteckend wirken. Die weiteren Erste Hilfe Maßnahmen bei Kindern hängen von der Art der Verletzung ab. Ist die Verletzung schwer, sollten Sie sofort den Notarzt rufen oder Ihr Kind ins Krankenhaus bzw. zum Kinderarzt bringen. Wenn Sie sofort erkennen können, dass es sich nur um eine kleinere Verletzung handelt, können Sie Ihrem Kind durch einfache Maßnahmen selbst helfen.

Die häufigsten Verletzungen bei Kindern

Verletzungen der Haut: Wunden Es gibt verschiedene Arten von Wunden, die Kinder sich zuziehen können. Dazu gehören:

  • Schürfwunden
  • Risswunden
  • Platzwunden
  • Schnitt- und Stichwunden
  • Kratz- und Bisswunden (durch Tiere)

Starke Blutungen können bedrohlich werden, wenn sie nicht zum Stillstand gebracht werden. Schauen Sie sich die Wunde genau an: Handelt es sich um eine tiefe oder nur um eine kleinere Wunde? Bei starker Blutung oder starkem Nässen sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe holen. Größere und/oder tiefe Wunden bitte nicht berühren und auch nicht auswaschen.

Erste Hilfe Maßnahmen bei Kindern aus dem Pflanzenreich:

Kamillenblüten oder Ringelblumenblüten (Calendula-Essenz) wirken entzündungshemmend sowie antibakteriell zur Wundsäuberung, Desinfektion und Behandlung infizierter Wunden.

  • Zauberstrauchblätter (Hamamelis) helfen bei entzündeten, nässenden Wunden.
  • Purpurfarbenes Sonnenhutkraut (Echinacea) hilft auch bei schlecht heilenden Wunden als Wundsalbe.
  • Homöopathisches Mittel der Wahl bei Wunden: Arnica D12 3
  • Globuli im Mund zergehen lassen, alle 15 Minuten wiederholen, nach einer Stunde alle 30 bis 60 Minuten.

Erste Hilfe Maßnahmen bei Kindern und Verletzungen der Haut:

Verbrennungen und Verbrühungen

Auch diese Verletzungsarten kommen bei Kindern häufig vor, zum Beispiel durch heiße Flüssigkeit in Kochtöpfen und heiße Herdplatten, Bügeleisen oder auch durch die Sonne. Verbrennungen können besonders schmerzhaft sein, und es besteht eine Infektionsgefahr sowie die Gefahr eines Flüssigkeitsverlustes. Verbrennungen können je nach Grad gefährlich werden.

  • Verbrennung I. Grades: gerötete und geschwollene Haut
  • Verbrennung II. Grades: Rötung der Haut und Blasenbildung
  • Verbrennung III. Grades: zusätzlich Zerstörung der Haut

Achtung: Suchen Sie mit Ihrem Kind umgehend ärztliche Hilfe bei Verbrennungen im Gesichtsbereich oder wenn mehr als 5 bis 8 Prozent der Körperoberfläche betroffen sind. Die Größe einer Kinderhand beträgt ca. 1 Prozent der Körperoberfläche!

Erste Hilfe Maßnahmen bei Kindern bei harmlosen Verbrennungen und Verbrühungen:

Kühlen Sie die betroffene Stelle, indem Sie kaltes Wasser (kein Eiswasser!) darüber laufen lassen (alternativ können Sie die betroffene Stelle auch in eine Schüssel mit kühlem Wasser legen) – mindestens 10 bis 15 Minuten.

  • Bitte geben Sie keine Hausmittel wie Butter, Mehl oder Quark auf die betroffene Stelle – Infektionsgefahr!
  • Bedecken Sie die Brandwunde locker mit einer sterilen Kompresse.
  • Eine eventuell entstehende Brandblase nicht öffnen (Infektionsgefahr!).
  • Geben Sie Ihrem Kind viel zu trinken (stilles Wasser).

Erste Hilfe Maßnahmen bei Kindern aus dem Pflanzenreich:

Johanniskrautöl hilft bei Verbrennungen I. und II. Grades; tragen Sie das Öl vorsichtig auf die betroffene Stelle auf

Stürze

Stürze sind besonders bei kleinen Kindern, die gerade laufen lernen, sehr häufig. Insbesondere Stürze auf den Kopf können bei Kindern schwere Verletzungen wie eine Gehirnerschütterung oder einen Schädelbruch nach sich ziehen. Aber auch ein stumpfes Trauma durch einen Sturz auf Knochen und Gelenke kann Knochenbrüche und Prellungen zur Folge haben.

Erste Hilfe Maßnahmen bei Kindern nach einem Sturz:

Prüfen Sie als Erstes, ob Ihr Kind äußerlich sichtbare Verletzungen erlitten hat.

Mittels leichtem Druck auf die betroffene Körperstelle können Sie feststellen, ob eine Schwellung, Rötung oder Schmerzen bestehen. Wenn Sie über einem Knochen, z. B. dem Oberschenkel eine Delle oder einen Vorsprung im Knochen tasten können, sollten Sie mit Ihrem Kind zum Arzt, um eine Fraktur auszuschließen.

Bei Sturz auf den Kopf beobachten Sie Ihr Kind genau: Babys sollten nach einem Sturz auf den Kopf unbedingt ärztlich untersucht werden. Klagt Ihr Kind länger als zwei bis drei Stunden über Kopfschmerzen, Übelkeit oder erbricht es sogar, sollte vom Arzt eine Gehirnerschütterung ausgeschlossen werden. Prüfen Sie durch Ansprechen, ob Ihr Kind bei klarem Bewusstsein ist, und beobachten Sie es über einen längeren Zeitraum (24 Stunden) genau.

Auch wenn Ihr Kind über keine Schmerzen klagt und äußerlich keine Verletzungen erkennbar sind, beobachten Sie es dennoch in den folgenden Stunden.

Meine Tipps zu Erste Hilfe Maßnahmen bei Kindern

Zu den besten Erste-Hilfe-Maßnahmen bei allen Unfällen – gleich ob Wunden, Verbrennungen oder Stürze – zählen die Rescue-Tropfen der Bachblüten, die Sie immer griffbereit haben sollten. Geben Sie Ihrem Kind 3 Globuli oder 3 Tropfen in den Mund – dann wird es sich meist sehr schnell beruhigen. Rescue hilft übrigens auch sehr gut nach Operationen beim Aufwachen aus der Narkose!

 

 

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