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geschnittene Zwiebel auf einem Holzbrett
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Die natürliche Heilkraft der Zwiebel: Zwiebelsäckchen und Zwiebelsocken

selbst herstellen

Wussten Sie, dass in Ihrer Vorratskammer oder Küche ein hervorragendes Heilmittel lagert, das gegen viele Beschwerden wirkt und problemlos selbst anzuwenden ist? Lesen Sie heute, wie Sie die Zwiebel in Ihrer Hausapotheke einsetzen und einfache Hausmittel selbst herstellen können. Vom „Weinen“ beim Zwiebelschälen kennen Sie die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle. Diese stark schwefelhaltigen Stoffe sind wahre Alleskönner: Sie wirken desinfizierend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, entgiftend und schleimlösend. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Die Zwiebel hilft bei

  • Erkältungen
  • Husten, Ohrenentzündung
  • Insektenstichen
  • Sehnen- und Gelenkproblemen
  • Rheuma
  • Knochenbrüchen
  • Blasenentzündung

und kann als Zwiebelauflage bei Ohrenschmerzen, als Zwiebelwickel oder -socke und als Zwiebelsud angewendet werden.

1. Erste Hilfe bei Ohrenschmerzen: das Zwiebelsäckchen

Ohrenschmerzen kommen bei Kindern häufig vor – und die meisten Eltern sind froh, wenn sie schnell wieder vorübergehen. Zwiebelsäckchen – kleine am Ohr befestigte Zwiebelauflagen – riechen zwar kräftig, helfen aber auch kräftig. Selbst bei akuten Ohrenschmerzen können sie schnell Erleichterung bringen und die Entzündung abklingen lassen.

Anwendungsbereich:

Kinder ab 1 Jahr und Erwachsene bei Ohrenschmerzen: stark schmerzstillend und entzündungshemmend

Das brauchen Sie:

  • eine Zwiebel
  • dünnen Baumwollstoff oder Verbandmull, ca. 15 x 15 cm (Auch eine dünne Baumwollsocke eignet sich hervorragend)
  • wenn vorhanden etwas Heilwolle
  • Mütze, Schal oder Stirnband
  • Pflaster oder Klebestreifen

So wird’s gemacht:

Zwiebel in kleine Würfel schneiden und leicht auf Körpertemperatur erwärmen (hierzu eignet sich besonders ein umgedrehter Topfdeckel über einem Topf mit kochendem Wasser, auf dem Sie die Zwiebelwürfel leicht erwärmen)

  • Zwiebelwürfel etwa 1 cm dick auf das mittlere Drittel des Tuches oder Verbandmulls geben. Daraus ein flaches Päckchen packen und mit Pflaster zukleben
  • Bei empfindlicher Haut den Bereich ums Ohr mit einer Fett-Creme vorbereiten
  • Anschließend das Zwiebelpäckchen aufs Ohr legen und mit Mütze, Stirnband oder Schal befestigen
  • Dauer: Eine Stunde – kann aber auch über Nacht auf dem Ohr bleiben (und nur so lange, wie das Kind mag!)

Achtung: Lassen Sie starke oder anhaltende Ohrenschmerzen immer auch vom Arzt abklären!

2. Alleskönner: die Zwiebelsocken

Bei diesem Wickel wird die Verbindung zwischen den Fußsohlen und ihrer Verbindung zum ganzen Körper (Fußreflexzonen) ausgenutzt. Er wirkt hervorragend bei Erkältungen, Fieber und beginnender Blasenentzündung.

Mein Tipp:

Anfangs wird Ihr Kind sich vielleicht wundern, warum Sie ihm plötzlich Zwiebeln auf die Füße legen. Erklären Sie ihm etwas über die Kraft der Zwiebel, die die Krankheit aus dem Körper ziehen kann und gestalten Sie die ganze Prozedur so kindgerecht wie möglich. Bei kleinen Kindern könnten Sie z. B. vorher Gesichter auf die Füße malen oder ihm ein Tattoo auf die Fußsohlen kleben.

Wichtig:

Wenden Sie diesen Wickel nur an, wenn Ihr Kind warme Füße hat! Bei kalten Füßen erst ein warmes Fußbad machen, allerdings nur, wenn Ihr Kind kein Fieber hat.

Anwendungsbereich: Für Kinder ab 6 Monaten und Erwachsene bei:

  • Beginnender oder schon bestehender Erkältung
  • Fieber
  • Nasennebenhöhlenentzündung
  • Blasenentzündung (zusätzlich zur ärztlichen Behandlung)
  • Zahnungsbeschwerden

Das brauchen Sie:

  • 1 bis 2 Zwiebeln
  • Mullbinde
  • Heilwolle oder Watte
  • Wollsocken
  • Wärmflasche

So wird’s gemacht:

Die Zwiebel schälen, in ca. 1/2 bis 1 cm dicke Scheiben schneiden und z. B. auf einem umgedrehten Topfdeckel im Wasserdampf erwärmen. Legen Sie Ihrem Kind anschlie- ßend die Zwiebeln auf die Fußsohle, so dass diese bedeckt sind (ohne Zehen). Dann legen Sie etwas Heilwolle oder Watte darauf und wickeln zuletzt die Mullbinde um die Füße. Anschließend Wollsocken darüber ziehen und mit einer Wärmflasche liegen bleiben, bis das Kind nicht mehr mag (ca. 1 bis 4 Stunden, die Füße müssen warm bleiben).

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