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Kind mit Halsschmerzen
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Homöopathie gegen Halsschmerzen

Halsschmerzen mit Homöopathie behandeln

Oft kratzt erst mal der Hals, wenn sich eine Erkältung ankündigt. Manchmal steckt aber auch eine Mandel- oder Rachenentzündung dahinter. Lesen Sie hier, wie Sie Halsschmerzen mit Homöopathie lindern können und wann ein Antibiotikum sein muss. 

Expertenrat von 

Halsschmerzen treten meist im Rahmen einer Erkältung auf, können aber auch ernsthafte Ursachen haben, die ärztlich behandelt werden müssen. Dazu gehören z. B. eine bakterielle Mandelentzündung (Streptokokken-Angina, Scharlach) oder die wesentlich seltenere Kehldeckelentzündung.

Wann sollten Sie bei Halsschmerzen mit Ihrem Kind zum Arzt?

Wenn die Halsschmerzen Ihres Kindes länger anhalten oder heftig mit hohem Fieber einsetzen, sollten Sie mit ihm zum Kinderarzt gehen. Nur durch eine ärztliche Untersuchung (eventuell ergänzt durch einen Abstrich der Mandeln) lässt sich unterscheiden, ob Ihr Kind eine harmlose virale Form der Halsentzündung hat oder aber eine bakterielle Mandelentzündung durch Streptokokken, die antibiotisch behandelt werden muss.

Ihr Kind muss zum Arzt, wenn es

  • Atembeschwerden oder Luftnot hat,
  • hohes (über 39,5 Grad Celsius, rektal gemessen) oder anhaltendes (länger als zwei Tage) Fieber hat,
  • Schluckbeschwerden hat und/oder Speichel aus dem Mund herausläuft, das Essen verweigert, stark geschwollene und/oder schmerzhafte Lymphknoten hat,
  • Halsschmerzen und gleichzeitig Hautausschlag an Gesicht oder Körper hat,
  • eine himbeerrote Verfärbung der Zunge aufweist,
  • starke, einseitige Halsschmerzen entwickelt (Mandelabszess).

 

Sanfte Hilfe durch Homöopathie: Die richtige Dosierung bei Halsschmerzen

Geben Sie das passende Mittel (siehe Flussdiagramm) in der Potenz D12, anfangs 3-mal hintereinander im Abstand von 30 Minuten 5 Globuli oder 1 Tablette. Bessern sich daraufhin die Beschwerden innerhalb weniger Stunden, geben Sie zweistündlich 5 Globuli oder 1 Tablette, am folgenden Tag bei Bedarf noch 3-mal täglich. Bitte geben Sie Ihrem Kind nicht mehrere Mittel hintereinander falls das erste Mittel nicht gewirkt hat. Suchen Sie einen Homöopathen auf, wenn zwei Mittel keine Besserung gebracht haben.

Homöopathie bei Halsschmerzen

Hilft die Homöopathie auch bei Streptokokken-Angina und Scharlach?

Hat Ihr Kind eine Mandelentzündung durch Streptokokken, sollte es ein Antibiotikum bekommen, um Folgeschäden vorzubeugen. Denn die Bakterien können die Nieren in Mitleidenschaft ziehen oder auch ein rheumatisches Fieber hervorrufen, welches zwischen zwei bis vier Wochen nach einer Streptokokken-Angina auftreten kann. Höchst schmerzhaft sind die Gelenkbeschwerden, die dabei meist auftreten, aber die größte Gefahr besteht für das Herz, weil es zu einer Schädigung der Herzklappen kommen kann. Ohne Antibiotikatherapie bleiben Kinder mit einer Streptokokken-Angina zudem bis zu drei Wochen lang ansteckend. Antibiotisch behandelt, dürfen sie schon ab dem zweiten Tag wieder in den Kindergarten (falls sie wieder fit sind).

Mein Tipp zur Behandlung von Halsscherzen durch Homöopathie 
Auch wenn ein Antibiotikum notwendig ist, können Sie unterstützend das passende homöopathische Mittel geben.

So setzen Sie Homöopathie bei Halsschmerz-Symptomen richtig ein

Aconitum: plötzlich einsetzende Halsschmerzen mit Fieber, häufig nachts und als Folge von Zugluft oder kaltem Wind; vergrößerte, stark gerötete Mandeln; trockener, geröteter, heißer Rachen; rauer Hals (wie zugeschnürt) und starke stechende Schluckbeschwerden; Durst auf kaltes Wasser; Kind unruhig und ängstlich, schwitzt nicht.

Apis: Rachenschleimhaut blassrot, stark geschwollene Mandeln; auch das Zäpfchen ist blassrot geschwollen; Trockenheit der Schleimhaut; starke stechende Schluckbeschwerden und brennende Halsschmerzen; wenig Durst trotz Fieber; Wärme wird nicht vertragen (warme Umschläge oder Getränke verschlechtern), kalte Umschläge oder Getränke bessern.

Barium cabonicum: stechende Halsschmerzen beim Schlucken, besonders wenn nur Speichel geschluckt wird; Schwellung der Halslymphknoten; bewährt bei erkältungsanfälligen Kindern, die immer wieder Mandelentzündung bekommen.

Belladonna (neue Bezeichnung Atropa belladonna): plötzlich einsetzende (pochende) Halsschmerzen mit hohem Fieber; Mandeln stark gerötet („tomatenrot“) und geschwollen; Zunge himbeerrot; eventuell rechte Seite stärker betroffen als linke; Trockenheit im Hals und Kloßgefühl; möchte ständig schlucken, was aber sehr schmerzhaft ist; beugt beim Schlucken den Kopf nach vorne; rotes, heißes Gesicht mit glasigen Augen, dabei kalte Hände und Füße; Kind oft unruhig oder eventuell benommen, empfindlich auf Berührung, Geräusche, Licht; hat Schweißausbrüche.

Ferrum phosphoricum: beginnende Halschmerzen, langsamer Krankheitsbeginn; wenig Allgemeinsymptome, Kind macht keinen sehr kranken Eindruck, hat wenig andere Beschwerden; häufig bei beginnender Erkältung angezeigt.

Gelsemium sempervirens: beginnende Halsschmerzen bei Erkältung, häufig infolge von feuchtem Wetter; Rachen fühlt sich wund an, Schmerz zieht vom Hals zum Ohr; Kind ist müde, schlapp und zittrig; fröstelt am Rücken; kein Durst; häufig zusätzlich Kopfschmerzen. Hepar sulfuris: weiße Eiterstippchen auf den Mandeln; Kind friert, will zugedeckt sein; es ist gereizt, unzufrieden („schwieriger“ Patient) und äußerst schmerzempfindlich; Halsschmerzen, als wenn ein Splitter oder eine Gräte im Hals stecken würde; kann kaum schlucken; beim Schlucken stechende Schmerzen, die zum Ohr oder in den Unterkiefer ausstrahlen; Besserung durch Wärme in jeder Form (warme Getränke, Schal); Erkrankung häufig durch kaltenWind oder Zugluft ausgelöst.

Lachesis mutus: dunkelrote, geschwollene Mandeln; Halsschmerzen sind häufig auf der linken Seite schlimmer oder haben auf der linken Seite begonnen; will nicht am Hals berührt werden, will keinen Schal oder Wickel um den Hals; Hals fühlt sich zu eng und angeschwollen an; viel Durst, warme Getränke verschlimmern; morgens nach dem Schlafen schlimmer; Besserung durch kalte Umschläge oder Getränke; Schluckbeschwerden beim Leerschlucken oder bei Getränken schlimmer als beim Schlucken von Festem.

Lycopodium clavatum: Halsschmerzen beginnen rechts und breiten sich dann nach links aus; vor allem rechtes Nasenloch verschleimt, gelbliches Sekret, oft trockener Husten; muss ständig schlucken; Kind verlangt nach warmem Getränk, auch warme Umschläge bessern; kalte Getränke und Essen verschlechtern.

Mercurius solubilis Hahnemanni: dunkelroter Rachen, geschwollene Mandeln mit eitrigen Belägen; stark geschwollene und schmerzhafte Lymphknoten im Kieferwinkel; brennende Halsschmerzen, hat ständig das Bedürfnis zu schlucken, obwohl dies schmerzhaft ist; übler Mundgeruch; vermehrter Speichelfluss; eventuell auch kloßige Sprache, Verschlimmerung der Beschwerden nachts, auch nächtliche Schweißausbrüche; Zahneindrücke am seitlichen Zungenrand sichtbar; Kind ruhelos, vor allem nachts.

Nux vomica (neue Bezeichnung Strychnos nux vomica): Kratzen im Hals bei beginnender Erkältung nach Kälte oder Zugluft; Kind gereizt; Schluckbeschwerden, die bis zum Ohr ziehen;Wärme bessert.

Phytolacca americana: dunkelroter Rachen; stark geschwollene Mandeln; stechende Schmerzen beim Schlucken, die bis in die Ohren ausstrahlen (Kind kann nicht einmal Wasser schlucken); kloßiges, enges Gefühl im Hals, heiße, brennende Halsschmerzen; geschwollene und druckempfindliche Lymphknoten im Kieferwinkel, oft auch Ohrenschmerzen, gerötete Augen; warme Getränke verschlechtern, Besserung durch Ruhe, kalte Getränke und Wärme von außen (Schal, warmer Halswickel); bewährt bei Seitenstrangangina (nach Entfernung der Mandeln).

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