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Impfung, Krankheiten

Fakten zur Impfung: 12 Entscheidungshilfen!

Impfen bei Kinderkrankheiten

Eltern werden wegen der gegensätzlichen Ansichten zu den heute empfohlenen Schutzimpfungen stark verunsichert. Hier finden Sie Entscheidungshilfen, wie sinnvoll, nützlich oder gefährlich eine Impfung für Ihr Kind ist. 

Expertenrat von 

Leider kursieren – beispielsweise im Internet – einige nicht haltbare Thesen zum Thema Impfen. Wir geben diese hier wieder und stellen solchen „Mythen“ harte Fakten gegenüber. 

1. Das Immunsystem des Kindes wird durch die vielen Impfungen überfordert.

Diese Befürchtung ist unbegründet. Ein Neugeborenes, das sozusagen als „unbeschriebenes Blatt“ auf die Welt kommt, wird in den ersten Lebenstagen mit Milliarden von Bakterien besiedelt und produziert Antikörper gegen eine unvorstellbar große Zahl von Erregern. Moderne Impfstoffe hingegen enthalten nur wenige, gut definierte Antigene (im Sechsfachimpfstoff befinden sich z. B. nur noch 23 verschiedene Antigene), während in Impfstoffen früher wesentlich mehr Antigene waren. Der frühere Ganzkeim-Impfstoff gegen Keuchhusten enthielt allein etwa 3.000 Antigene!

2. Impfungen lösen Allergien aus.

Nach heutigem Wissensstand gibt es keine Belege, dass die derzeit verwendeten Impfstoffe Allergien wie Asthma oder Neurodermitis hervorrufen. Eine 2009 veröffentlichteStudie an über 2.000 Neurodermitis-Kindernkonnte weder eine anhaltende Verschlechterungdes Hautzustandes noch eine Zunahme derAntikörperwerte gegen häufige Allergieauslösernach Impfungen belegen. Im Gegenteil: Eszeigte sich, dass die Ekzeme umso wenigerausgeprägt waren, je mehr Impfungen die Kinderinsgesamt erhalten hatten.Allerdings kenne ich persönlich mehrereKinder, bei denen eine Neurodermitis nachAngaben der Mutter kurz nach der erstenImpfung aufgetreten ist. Dazu muss man wissen,dass das typische Alter, in dem eine Neurodermitisbei Säuglingen erstmals in Erscheinungtritt, um den 3. bis 4. Lebensmonat liegt– also genau dann, wenn die ersten Impfungengegeben werden. Daher ist es nicht verwunderlich,dass viele Mütter, deren Kind zu diesemZeitpunkt erstmals Ekzeme bekommt, dieImpfung dafür verantwortlich machen. Dasssich die Haut bei Neurodermitis-Kindern nach einer Impfung kurzfristig verschlechtern kann, ist bekannt. Dieses Phänomen– eventuell aber auch eine kurzfristige Besserung – ist allerdings auch zu beobachten, wenn solche Kinder eine (fieberhafte)Erkrankung durchmachen.Untersuchungen belegen inzwischen jedoch, dass Impfen eher vor Allergien schützt: Wissenschaftler der UniversitätHelsinki stellten fest, dass bei Kindern nach einer Maserninfektiondas Risiko für Allergien und Asthma um 67 Prozenthöher war als bei solchen, die gegen Masern geimpft waren. Auch traten in der ehemaligen DDR, wo sehr viel geimpft wurde, deutlich weniger Allergien auf als im früherenWestdeutschland, wo weitaus weniger geimpft wurde.

3. Eine durchgemachte Kinderkrankheit bewirkt lebenslange Immunität, die Impfung hingegen nicht.

Diese Aussage trifft auf manche Erkrankungen zu, so z. B. aufWindpocken. Es gibt jedoch eine Reihe von Infektionen, gegendie nur durch Impfung ein sicherer und kompletter Schutz erworben werden kann. Hierzu gehören Wundstarrkrampf,Diphtherie und Kinderlähmung.

4. Auffrischimpfungen gegen bereits ausgelöschte Erkrankungen sind sinnlos.

Erkrankungen wie Kinderlähmung oder Diphtherie sind in Deutschland durch konsequentes Impfen tatsächlich ausgerottet. In anderen Ländern kommen sie aber durchaus noch vor, und sie können z. B. durch Fernreisen wieder „importiert“ werden. Hier kann beispielhaft das epidemische Auftreten der Diphtherie in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion angeführt werden. Allein im Jahr 1994 gab es dort 50.000 Fälle, da nach dem Zusammenbruch des öffentlichen Gesundheitswesens in Osteuropa die erforderlichen (Auffrisch-)Impfungen nicht mehr durchgeführt werden konnten. Bei sinkenden Impfraten könnte die Diphtherie auch bei uns wieder auftreten.

5. Gestillte Kinder bekommen keine Kinderkrankheiten.

Leider ist dem nicht so. Im Kolostrum, der Vormilch, lassen sich zwar genügend Antikörper gegen Krankheiten nachweisen, die die Mutter durchgemacht hat oder gegen die sie geimpft ist. In der reifen Muttermilch sind die Antikörper-Mengen aber zu gering, um das Kind vor diesen Krankheiten zu schützen. Die Antikörper aus der Muttermilch gehen auch nicht ins Blut des Kindes über; Stillen schützt daher überwiegend gegen Darminfekte.

6. Durchgemachte Kinderkrankheiten sind wichtig für die seelische Entwicklung.

In den ersten Lebensjahren sind auch geimpfte Kinder häufig von Infekten wie Erkältungen, Durchfall oder auchKinderkrankheiten wie Dreitagefieber, Scharlach oder Ringelröteln betroffen. Diese geben dem Kind ausreichend Möglichkeit,daran zu reifen, aber auch sein Immunsystem zu trainieren.Eine Erkrankung Ihres Kindes wird immer dazu führen, dassdie Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind enger wird, weil esIhre Fürsorge spürt. Potenziell gefährliche Kinderkrankheitensind dazu allerdings nicht erforderlich. Schwere Erkrankungenwie Krebs oder ausgeprägtes Asthma führen nachweislich eher zu einer Hemmung der kindlichen Entwicklung.

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Kommentare zu "Fakten zur Impfung: 12 Entscheidungshilfen!"

  • Ich schreibt am 07.02.2014

    Kann mich da nur anschließen an Christinas Meinung
  • Christina schreibt am 18.12.2013

    Und wie steht es mit den bis zu 100 Zusatzstoffen pro Impfstoff, die zu 90% aus Zellgiften und Schwermetallen bestehen? Wie kommt es, dass 70% der Plötzlicher Kindstod-Fälle innerhalb von 7 Wochen nach der (war es die Masern-?) Impfung vorkommen? Und das ist nur ein Bruchteil der besorgniserregenden Fakten...

    Ich bin selbst schwanger und zurzeit dabei, objektive Informationen zu suchen. Die Argumente der Impfgegner finde ich aber auch hier nicht widerlegt. Offenbar setzen sich nur die Impfgegner mit den Argumenten der Impfbefürworter auseinander und nicht andersherum.

    Somit hat mich dieser Beitrag in keiner Weise beruhigt, sondern nur noch weiter von der Idee abgebracht, mein Kind impfen zu lassen.
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