Im Volksmund wird der Kopfgneis häufig – fälschlich – Milchschorf genannt. Im Gegensatz zum Milchschorf geht der Kopfgneis jedoch nicht mit einem erhöhten Allergierisiko einher. Der Kopfgneis ist ungefährlich und klingt auch ohne Behandlung meist nach dem 3. Lebensmonat
Daran erkennen Sie Kopfgneis
Besteht bei Ihrem Baby eine Schuppen- oder Krustenbildung auf dem behaarten Kopf, hilft Ihnen unsere Tabelle dabei herauszufinden, ob es sich um Kopfgneis oder Milchschorf handelt. Sollten Sie unsicher sein, gehen Sie mit Ihrem Baby bitte zum Kinderarzt.
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Kopfgneis |
Milchschorf |
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Auftreten: wann |
ab Geburt bis 3. oder 4. Lebensmonat |
meist ab dem 2. Lebensmonat |
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Auftreten: wo |
behaarter Kopf, vor allem der Bereich der großen Fontanelle (Ausbreitung der Hauterscheinung auf Gesicht, Windelbereich, Leistengegend und Achselhöhlen möglich) |
Gesicht (vor allem an den Wangen) und behaarter Kopf (Ausbreitung der Hauterscheinungen auf den gesamten Körper möglich, Windelbereich meist nicht betroffen) |
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Aussehen |
rundliche, gelbbraune, fettige Schuppen, eventuell darunter liegende Haut etwas gerötet |
Haut flächig und deutlich gerötet, oft auch gerötete Knötchen, meist nässend mit Krustenbildung, häufig blutig gekratzt |
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Juckreiz |
fehlt |
stark |
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zugrunde liegende |
verübergehende, vermutlich hormonell bedingte Überproduktion der Talgdrüsen |
oft erstes Zeichen einer Neurodermitis bzw. einer allergischen Veranlagung |
Homöopathie zur Behandlung von Kinderkrankheiten wie Kopfgneis
Eine homöopathische Behandlung unterstützt das Abklingen des Kopfgneises. Damit Sie wissen, welches homöopathische Mittel zur Behandlung der Kinderkrankheit Kopfgneis hilfreich ist, haben wir die passenden Mittel und ihre typischen Symptome für Sie zusammengestellt. Geben Sie das passende Mittel 14 Tage lang in der Potenz D12, einmal täglich 5 Globuli oder 1 Tablette. Eine Ausnahme stellt hierbei Natrium Chloratum dar, das Sie ebenfalls 14 Tage lang, aber in der Potenz D6 und in einer höheren Dosierung (3-mal 1 Tablette) verabreichen.
Kinderkrankheiten homöopathisch behandeln: Homöopathische Mittel und ihre typischen Symptome
Calcium carbonicum: dicke, gelbe, fettige Schuppenkrusten, besonders am Hinterkopf; wohlgenährtes Kind mit dickem Kopf, heller Haut und wenig Haaren; schwitzt schnell an Kopf und Füßen, Schweiß riecht säuerlich; bewegt sich bedächtig.
Graphites: fettige Kopfhaut mit dicken honiggelben Krusten von unangenehmem Geruch, besonders am Scheitel und hinter den Ohren; Haut am Körper eher trocken und rissig; ruhiges, wohlgenährtes Kind mit gutem Appetit, neigt zu Verstopfung.
Natrium chloratum: fettige, eventuell sogar ölig glänzende Haut am behaarten Kopf und im Gesicht; Schuppung am Haaransatz und hinter den Ohren; rundliches Gesicht mit dicken Bäckchen; empfindsames Kind, meist durstig, verträgt keine Hitze; sabbert viel.
Sulfur: trockene, etwas gerötete Kopfhaut mit eher trockener Schuppung, eventuell auch leichter Juckreiz, besonders bei Wärme (mag keine Mütze!); Abneigung gegen Waschen und Baden, Wasser verschlechtert den Zustand; lebhaftes Kind mit gutem Appetit und viel Durst.
Alle angegebenen homöopathischen Medikamente sind in Apotheken erhältlich.
- 10 g Globuli 5,90 € (Hersteller: DHU, Karlsruhe)
- 80 Tabletten 7,35 € (Hersteller: DHU, Karlsruhe)
So entfernen Sie die Schuppen
Auch wenn es immer heißt, dass zur Haarwäsche bei Babys warmes Wasser völlig ausreichend ist, sollten Sie Ihrem Kind die Haare bei Kopfgneis zumindest einmal in der Woche mit einem milden Babyshampoo waschen. Ab dem 3. Lebensmonat können Sie bei ausgeprägter Schuppenbildung auch 2- bis 3-mal wöchentlich Shampoo verwenden.
Reicht eine Haarwäsche mit Babyshampoo zur Entfernung der Schuppen nicht aus, sollten Sie die schuppenden Stellen mit Olivenöl einreiben und vor der Haarwäsche eine Stunde einwirken lassen.
Mein Tipp: Ist die Haut nach Ablösung der Schuppen gerötet und/oder juckt sie, helfen Umschläge mit folgender Teemischung (in der Apotheke herstellen lassen):
Stiefmütterchenkraut 30 g
Zauberstrauchblätter 30 g
Odermennigkraut 20 g
Taubnesselblüten 20 g
1 Esslöffel der Teemischung mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, abseihen. Tränken Sie ein Taschentuch mit dem körperwarmen Tee (Temperatur mit Badethermometer prüfen!), legen Sie es auf die betroffene Stelle und ziehen Sie Ihrem Baby ein Mützchen darüber, damit der Kopf nicht so rasch auskühlt. Belassen Sie den Umschlag für 10 bis 15 Minuten. Sie können ihn zwei- bis dreimal täglich anwenden.








