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Mutter und Tochter beim Lebensmitteleinkauf
© Cathy Yeulet - 123rf.com

Mineralöl in (Kinder-)Lebensmitteln

So schützen Sie sich und Ihre Familie

Immer wieder wird Mineralöl in Lebensmitteln entdeckt. Darunter sind auch bekannte Markenprodukte und viele beliebte Süßigkeiten. Dass gerade Lebensmittel wie Frühstückscerealien, die Kinder gerne essen, mit Schadstoffen belastet sind, beunruhigt viele Eltern. Wie groß ist die Gefahr für die Gesundheit unserer Kinder wirklich? Was hat ein krebserregender Stoff wie Mineralöl überhaupt in unseren Lebensmitteln zu suchen? Und wie können Sie sich und Ihre Familie schützen? Antworten darauf liefert mein folgender Beitrag. 

Expertenrat von 
Dana Kümmeler, Heilpraktikerin

Schon im Jahr 2010 wurde durch das Bundesinstitut für Risikobewertung bekannt gegeben, dass in Lebensmittelverpackungen aus recyceltem Altpapier Mineralöle nachgewiesen wurden. Eine aktuelle Analyse der Verbraucherorganisation Foodwatch ergab nun, dass von 120 getesteten Produkten aus Deutschland, den Niederlanden und Frankreich 43 Prozent sogenannte aromatische Mineralöle enthielten. An Ostern wurde vor dem Verzehr von Schoko-Osterhasen gewarnt, die mit Rückständen von Mineralöl belastet waren. Aktuell gibt es wiederum eine Warnung vor dem Verzehr mehrerer deutscher Schokoladenprodukte. Dazu zählen die bekannten Kinder-Schokoriegel von Ferrero und ein Nougatprodukt von Lindt.

Wie kommt das Mineralöl in die Lebensmittel?

Kinder lieben Nudeln, Reis, Gries, Haferflocken, Kakao und Cornflakes. Doch gerade trockene Lebensmittel mit großer Oberfläche werden in Kartons aus recyceltem Altpapier verpackt. Recycling aus Altpapier ist grundsätzlich nichts Schlechtes, da es eine umweltfreundliche Alternative darstellt. Die Recycling Kartons enthalten jedoch Druckfarben, die Mineralöle enthalten. Beim Recycling-Vorgang werden diese Farben nicht ausreichend entfernt und bleiben daher in den neuen Kartonverpackungen. Durch direkten, aber auch indirekten Kontakt („Ausgasen“) können Mineralöle (als Bestandteile der Farben) in die Lebensmittel übergehen. Einige Lebensmittelhersteller bieten daher schon Lebensmittel in speziellen „Innenverpackungen“ an, damit diese vor Kontamination mit Mineralölen geschützt sind. Eine verbindliche gesetzliche Regelung oder Grenzwerte für Mineralöl in Lebensmitteln gibt es allerdings bisher nicht!

Was macht Mineralöle so gesundheitsschädlich?

Mineralöle bestehen unter anderem aus aromatischen und gesättigten Kohlenwasserstoffen.

 

  • Aromatische Kohlenwasserstoffe (MOAH): Diese Stoffe stehen unter Verdacht, schon in geringen Mengen krebserregend und erbgutverändernd zu wirken.
  • Gesättigte Kohlenwasserstoffe (MOSH): Diese Stoffe kommen häufiger und in größeren Mengen in Lebensmitteln vor. Sie reichern sich im Körper in Organen an und können insbesondere die Leber sowie die Lymphknoten schädigen.

 

So schützen Sie sich und Ihre Familie vor Mineralölen in Lebensmitteln

Beim Einkauf und bei der Lagerung Ihrer Lebensmittel können Sie auf einige wichtige Dinge achten:

 

  • Füllen Sie die Lebensmittel nach dem Einkauf z. B. in verschließbare Glasbehälter um.
  • Kaufen Sie vorzugsweise Lebensmittel, die mit einem Innenbeutel verpackt sind. Achten Sie darauf, dass die Innenbeutel nicht aus Aluminium hergestellt wurden. Das ist leider häufig bei Säuglingsnahrung der Fall. Aluminium ist ebenfalls ein schädlicher Stoff!
  • Achten Sie auf helle Verpackungen, denn je dunkler die Verpackung, desto höher ist der Recyclinganteil und damit die Konzentration der Mineralöle.
  • Vermeiden Sie Produkte, die in Wellpappe angeboten werden.
  • Bei Tiefkühlware achten Sie darauf, dass Sie beim Auftauen die Lebensmittel aus der Verpackung nehmen. In gefrorenem Zustand sind die Lebensmittel vor dem Mineralölübergang sicher.
  • Lebensmittel wie Reis oder Nudeln werden üblicherweise gekocht, daher ist hier die Gefahr der Anreicherung mit Mineralöl gering, weil beim Kochen ein Teil der Stoffe mit dem Wasserdampf verloren geht.
  • Die sicherste Lösung ist natürlich, auf solche Produkte ganz zu verzichten, von denen bekannt ist, dass sie schädigende Stoffe enthalten. Die Organisation Foodwatch hat im Oktober 2015 ihre Testergebnisse „Mineralöle in Lebensmitteln“ veröffentlicht
  • Es gibt immer mehr Geschäfte in Deutschland, die ihre Ware ohne Verpackung anbieten. Dort können Sie in eigenen Gefäßen Cerealien, Reis, Nudeln und dergleichen einkaufen

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