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Mädchen und Junge springen über Wiese
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Haltungsschäden vorbeugen: Die besten Übungen für Ihr Kind

Bringen Sie Ihr Kind in Bewegung

Immer mehr Kinder leiden unter Rückenschmerzen. Die Ursache sind Haltungsschäden, die sich meist schon im Kindesalter gebildet haben. Ihre Wirbelsäule gerät „aus der Form“. Statt in der üblichen Form wie ein geschwungenes S (von der Seite gesehen) krümmt sie sich zur Seite (Skoliose), nach hinten (Rundrücken) oder nach vorne (Hohlkreuz). In diesem Beitrag zeige ich Ihnen, mit welchen Übungen Sie bei Ihrem Kind wirksam vorbeugen können. 

Expertenrat von 
Silke Lemhöfer, Heilpraktikerin und Dozentin

Die Ursachen für Haltungsschäden bei Kindern

Verantwortlich für die richtige Haltung der Wirbelsäule sind die Muskeln, die sie umgeben und halten. Auch die Bauchmuskeln spielen als Gegenspieler zu den Rückenmuskeln eine wichtige Rolle. Sind diese Muskelgruppen unterentwickelt, kann es zu Rückenschmerzen und Fehlhaltungen kommen. Da ihre Wirbelsäule noch weich und die Muskulatur noch nicht vollständig ausgebildet ist, sind Kinder hierfür besonders anfällig.

Haltungsschäden entstehen bei Kindern hauptsächlich durch:

 

  • schlechte Sitzhaltung am Schreibtisch
  • zu langes Sitzen am Computer
  • Bewegungsmangel
  • den falschen Schulranzen
  • Übergewicht

 

5 Tipps für eine gute Haltung

Um Rückenschmerzen und Haltungsschäden vorzubeugen, sollten Sie diese fünf Tipps beherzigen:

1. Ausgewogene und gesunde Ernährung.

Übergewichtige Kinder sind besonders anfällig für Haltungsschäden. Achten Sie daher auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung

2. Bewegung. Kinder sollten sich mindestens zwei Stunden am Tag bewegen:

Sport machen, draußen spielen, selbstständig zur Schule fahren oder gehen (wenn möglich, nicht mit dem Auto hinfahren!) – nutzen Sie im Alltag jede Gelegenheit, um Ihr Kind in Bewegung zu halten

3. Der richtige Schulranzen.

Auch wenn es vielleicht „uncool“ ist: Es schadet dem Rücken sehr, wenn man den Rucksack nur über einer Schulter oder kurz über der Oberkante Po trägt. Auch zu schwer sollte der Ranzen nicht sein. Vielleicht lässt sich Ihr Kind davon überzeugen, dass man einen Teil der Bücher auch in der Schule lassen kann!

4. Aufrecht sitzen.

Kinder müssen jeden Tag viel sitzen: in der Schule und bei den Hausaufgaben. Häufig kommt dann noch das Sitzen vor dem PC hinzu. Wichtig ist hier die richtige Sitzhaltung. Und die lautet: aufrecht! Lassen Sie Ihr Kind zu Hause an einem höhenverstellbaren Schreibtisch arbeiten. Investieren Sie außerdem in einen kindgerechten, ergonomischen Schreibtischstuhl. Auch regelmäßiges Verändern der Position kann helfen, den Rücken Ihres Kindes zu entlasten.

5. Rücken- und Bauchmuskeln stärken.

Starke Rücken und Bauchmuskeln halten den Rücken gerade. Manche Sportarten, wie z. B. Schwimmen, trainieren diese Muskeln auf natürliche Weise.

8 Übungen für einen gesunden Rücken Diese Übungen trainieren die Rücken- und die Bauchmuskeln:

 Lassen Sie Ihr Kind jeden Tag zwei Übungen aussuchen und diese zehnmal hintereinander ausführen, am besten mehrmals am Tag.

1. Äpfel pflücken:

Im Sitzen beide Arme abwechselnd weit nach oben strecken.

2. In den Himmel wachsen:

Im Stehen beide Arme zusammen mehrfach so weit wie möglich nach oben strecken.

3. Schräge Bahn:

Mit den Händen am Stuhl abstützen, Bauch und Po nach oben drücken und wieder absenken.

4. Po-Wackeln:

Mit den Händen am Stuhl abstützen, abwechselnd die linke und die rechte Po-Hälfte heben.

5. Roboter:

Im Sitzen Arme und Beine wie ein Roboter zackig im Wechsel auf- und ab bewegen.

6. Hebebühne:

Oberkörper an der Tischkante auf- und ab bewegen, sodass die Beine zwischendurch einen rechten Winkel bilden

7. Bohrer:

Im Stehen mit beiden Händen an der Stuhllehne festhalten. Dann in die Luft springen und dabei den Körper nach rechts und links bewegen.

8. Liegestütz:

Mit gestrecktem Körper beide Hände aufstützen, dann die Arme beugen und strecken. Wenn das zu schwer ist, kann die Übung auch im Vierfüßlerstand ausgeführt werden.

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