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Feedback geben beim Lernen: So machen Sie es richtig

Lob und Kritik äußern

Gute Noten in der Schule und positive Beurteilungen von Lehrern stehen auf der Wunschliste von Kindern wie Eltern meistens ganz weit oben. Um diese Ziele zu erreichen, wird viel Mühe und Arbeit in die Hausaufgaben oder in die Vorbereitung der Klassenarbeiten gesteckt. Wie Sie die Anstrengungen Ihres Kindes optimal unterstützen können und welches Feedback es beim Lernen wirklich weiterbringt, lesen Sie im folgenden Beitrag. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Die Schule und alle damit verbundenen Anforderungen an Kinder bestimmen ganz maßgeblich den Alltag der meisten Familien. Sogar in den Ferien werden ab und zu die Bücher und alten Hausaufgaben herausgeholt und Lernstoff vor- oder nachgearbeitet. Doch das ständige Lernen und die Sorge um einen Leistungsabfall können auch bedrückend werden. Gerade Grundschüler sind noch stark darauf angewiesen, dass sie ermunternde und motivierende Rückmeldungen von ihren Eltern bekommen. Sie müssen immer wieder erfahren, dass ihre Anstrengungen lohnenswert und lobenswert sind, damit ihre Motivation nicht verloren geht.

Paulina weint: Beispiel aus der Praxis

Paulina geht in die 4. Klasse und kämpft schon seit Jahren mit einer leichten Rechtschreibschwäche. Sie muss mehr als andere Kinder lernen, um die gleichen Ergebnisse in Diktaten oder Aufsätzen erreichen zu können. Deswegen übt sie seit der 3. Klasse regelmäßig mit ihrem Vater, mindestens zweimal in der Woche eine halbe Stunde. Das Üben zeigt Wirkung, aber trotzdem belasten die Lerneinheiten das Mädchen zusehends mehr. Manchmal bricht sie sogar in Tränen aus und zweifelt an ihrer Intelligenz. „Ich bin halt blöd“ schluchzt sie, wenn sich mal wieder ein Fehler eingeschlichen hat und ihr Vater sie genervt darauf aufmerksam macht.

Es ist absolut lobenswert, dass Paulina und ihr Vater so diszipliniert sind und seit Monaten regelmäßig für eine bessere Rechtschreibung üben. Verständlich auch, dass es den Vater manchmal nervt und Paulina mitunter den Glauben an sich verliert. Dabei könnte sie doch stolz auf sich sein. Immerhin tut sie alles, um trotz ihrer Rechtschreibschwäche so wenig Fehler wie möglich zu machen. Tränen haben dabei allerdings nichts zu suchen. Was läuft hier falsch?

Diese Äußerungen von Eltern sind nicht konstruktiv

Beim gemeinsamen Lernen können Eltern ungewollt und unbewusst viele Fehler machen, die dazu führen, dass ihr Kind die Lust am Lernen verliert. Häufig sind es gedankenlos dahingesagte Sätze, die ein Kind traurig und mutlos machen. In diesem Zustand ist an Lernen dann nicht mehr zu denken.

  • Kannst du dir das denn nicht endlich merken?
  • Jetzt sitzen wir hier schon wieder seit einer halben Stunde, und es geht nicht voran.
  • Geht das nicht schneller?
  • Warum hast du denn „wenn“ schon wieder mit einem „n“ geschrieben, das haben wir doch schon so oft geübt?

Solche negativen Äußerungen sind wenig hilfreich. Sie stoßen das Kind mit der Nase direkt auf seine Defizite, übertragen eine genervte und gereizte Stimmung und signalisieren, dass das gemeinsame Lernen keinen Spaß macht, sondern Stress pur ist. Auf dieser emotionalen Grundlage ist es dann kein Wunder, wenn die Übungsstunde zu einer zähen, erfolglosen Durchhalteparole wird.

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