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frustrierter Junge bei den Hausaufgaben
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Hausaufgaben machen nicht bei jedem Schüler Sinn

Neues aus der Welt des Lernens

Hausaufgaben sind ein Dauerthema in den meisten Familien. Sobald ein Kind zur Schule geht, muss es sich mit dem Thema auseinandersetzen. Leider fällt das Lernen nicht allen Kindern gleich leicht, und es gibt in jeder Klasse einige Schüler, die Nachmittag für Nachmittag am Schreibtisch verbringen und sich durch den Schulstoff quälen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Da fliegen auch schon mal Stifte und Hefte durchs Zimmer oder ein Buch in die Ecke, wenn der Druck zu groß wird. Kein Wunder, denn es gibt offenbar verschiedene Lern- und Arbeitstypen, und nicht alle von ihnen profitieren gleichermaßen von Hausaufgaben

Tagträumer und unmotivierte Kinder quälen sich nur

So zeigten Forscher um Barbara Flunger und Ulrich Trautwein von der Universität Tübingen, dass nur die Kinder etwas davon haben, die die Aufgaben sorgfältig erledigen und ihre Zeit dabei effizient nutzen. Zeitmanagement ist wichtig, um von den Hausaufgaben zu profitieren. Das gelingt eher älteren und leistungsstarken Kindern. Junge und leistungsschwache Schüler fühlen sich von den Anforderungen schnell unter Druck gesetzt. Sie empfinden die Hausaufgaben eher als Last und können das pädagogische Ziel, den vormittags gelernten Stoff selbstständig zu vertiefen, nicht umsetzen. Sie sitzen die Zeit ab, lernen aber nur wenig dabei

Hausaufgaben-Tipp:

Begrenzen Sie die Hausaufgabenzeit mit einem guten Gewissen, denn längeres Herumquälen führt nicht zu besseren Schulleistungen. Sprechen Sie mit den Lehrern, und vereinbaren Sie angepasste Hausaufgaben für Ihr Kind. Hier ist weniger oft mehr!

Bildschirme, Bücher und Smartphones bedingen Kurzsichtigkeit – schon bei Kindern

Im Alter zwischen sechs und 20 Jahren liegt die kritische Phase, in der sich Kurzsichtigkeit entwickelt. Beschleunigt wird dieser Prozess, wenn das Auge lange auf etwas Nahes gerichtet wird. Bücher und Bildschirme zählen ebenso dazu wie Smartphones. Bei erhöhter Beanspruchung kann sich das Auge nicht mehr entspannen und reagiert in vielen Fällen mit Kurzsichtigkeit. Fachleute wie der Mainzer Augenarzt Professor Dr. Norbert Pfeiffer sind sich sicher, dass die Zahl der Kurzsichtigen durch die Nutzung der neuen Medien enorm ansteigen wird. Gravierende Auswirkungen zeigen sich bereits in Ländern wie China oder Südkorea, wo die Digitalisierung schon weit fortgeschritten ist. Hier sind 90 bis 96 Prozent aller Teenager und jungen Männer so kurzsichtig, dass sie eine Brille oder Kontaktlinsen tragen müssen. Langfristig kann die Kurzsichtigkeit zu einer Netzhautablösung oder einer anderen Erkrankung der Netzhaut führen.

Beugen Sie vor, damit Ihr Kind nicht kurzsichtig wird

  1. Reduzieren Sie die Zeit Ihres Kindes vor einem Bildschirm, Buch oder Smartphone auf das Nötigste.
  2. Ihr Kind sollte sich täglich mindestens eine Stunde draußen bei Tageslicht aufhalten.
  3. Beim Arbeiten am Bildschirm oder beim Lesen sollte Ihr Kind regelmäßig in die Ferne schauen.
  4. Kurzsichtige Kinder sollten ihre Brille beim Naharbeiten abnehmen.

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