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Hochbegabung
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Hochbegabung: So kann die Schule hochbegabte Kinder fördern

Hochbegabung verstehen und fördern

Damit ein hochbegabtes Kind seine Anlagen nutzen kann, braucht es sowohl von der Familie und seiner Umwelt als auch von der Schule Unterstützung. Im schulischen Bereich gibt es dafür zwei Möglichkeiten, deren Umsetzung immer auf das jeweilige Kind abgestimmt werden muss. Lesen Sie hier, welche das sind. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

1. Die Akzeleration (Beschleunigung)

Darunter versteht man das beschleunigte Durchlaufen der gesamten Schulzeit, z. B. durch

  • vorzeitige Einschulung,
  • Überspringen einer Klasse,
  • vorzeitigen Übergang auf weiterführende Schulen oder andere Institutionen.

2. Das Enrichment (Bereicherung)

Mit dem Enrichment verbleibt das Kind in seiner Altersgruppe und wird im Unterricht differenziert gefördert. Das erfordert großes Engagement der Lehrkräfte und ist von den Möglichkeiten der einzelnen Schulen abhängig. Ein projektorientierter oder offener Unterricht ist gut dafür geeignet, auf die individuellen Fähigkeiten eines Kindes einzugehen. Es gibt viele Möglichkeiten, hochbegabte Kinder individuell zu fördern, zum Beispiel mit

  • differenzierten Aufgabenstellungen,
  • Gruppenprojekten auf unterschiedlichem Niveau,
  • Bildung von Interessengemeinschaften, zusätzlichen Wahlfächern (z. B. einer Sprache),
  • stundenweisem Unterricht (in den besonderen Neigungsfächern) in höheren Klassen,
  • bilingualem Unterricht (Fachunterricht in einer Fremdsprache).

In vielen Bundesländern wird zurzeit die flexible Eingangsstufe erprobt. Das ist für hochbegabte Kinder ein Segen. Alle Schüler können die ersten zwei Schuljahre in einem, zwei oder drei Jahren durchlaufen. Interessierte und weit entwickelte Kinder können somit die ersten beiden Schuljahre innerhalb eines Jahres durchlaufen und im Anschluss daran direkt in die dritte Klasse kommen. Weiterhin gibt es vor allem für ältere Kinder immer mehr Schulen, die Hochbegabte besonders fördern. Nach der 10. Klasse besteht manchmal die Möglichkeit, als Schülerstudent bestimmte Seminare an der Universität zu besuchen. Diese Scheine werden später angerechnet.

Hochbegabung im Internet

Informieren Sie sich über spezielle Programme und Einrichtungen beispielsweise bei diesen drei umfassenden Internetseiten:

  • Die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind (DGhK) ist ein bundesweit tätiger gemeinnütziger Verein, in dem sich betroffene Eltern, Pädagogen, Psychologen sowie andere Interessierte ehrenamtlich für die Förderung hochbegabter Kinder einsetzen (http://www.dghk.de).
  • Die Karg-Stiftung verfügt über eine Datenbank, die bundesweit Adressen von Einrichtungen für Hochbegabte sammelt (http://www.karg-stiftung.de).
  • Mensa ist ein weltweiter Verein für hochbegabte Menschen jeden Alters mit derzeit etwa 100.000 Mitgliedern, davon über 5.000 in Deutschland. Mensa hat zum Ziel, hochintelligente Menschen zusammenzubringen – über lokale, überregionale und internationale Treffen, Interessen- und Diskussionsgruppen (http://www.mensa.de).

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