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So fördern Sie den Englisch-Wortschatzes Ihres Kindes

Methoden zum Vokabelnlernen

Die meisten Kinder in Deutschland lernen die Fremdsprache Englisch erst in der Schule bewusst. Schon lange vorher nutzen sie im Alltag allerdings viele englische Begriffe, ohne dies richtig wahrzunehmen. Wörter wie T-Shirt, Cornflakes, Popcorn, Skateboard, Computer oder Gameboy sind Vokabeln, die Ihr Kind nicht extra trainieren musste. Durch die häufige Verwendung im Alltag hat es sie ganz automatisch auswendig gelernt 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Mit der richtigen Methode ist das Vokabelnlernen gar nicht so aufwändig, wie es immer scheint. Natürlich merkt sich Ihr Kind die neuen Begriffe nicht im Schlaf: Etwas Interesse und Zeit muss es schon aufbringen, um seinen Wortschatz zu erweitern. Doch wenn das Auswendiglernen die richtigen Sinne anspricht und ganz spielerisch in den Alltag integriert werden kann, vergeht die Zeit wie im Flug. Wichtig ist dabei, dass Ihr Kind die neue Sprache so oft wie möglich anwendet. Ganz egal wie es klingt, am schnellsten wächst der Wortschatz durch das eigene Sprechen.

In der Grundschule stehen beim Lernen der englischen Sprache das Hören, das Verstehen und das Sprechen im Vordergrund. Übersetzt wird in der Regel vom Englischen ins Deutsche. Vokabeln werden in der Grundschule daher nur selten auswendig gelernt, es kann vereinzelt aber durchaus vorkommen. In der 5. Klasse ändert sich das: Englisch wird ein Hauptfach mit Klassenarbeiten und Tests. Jetzt gehört regelmäßiges Vokabelnlernen dazu. Ebenso wie Ihr Kind lernt, kurze Sätze selber zu lesen, zu schreiben und deren Sinn zu verstehen. Die folgenden Methoden zur Erweiterung des Wortschatzes umfassen sowohl Grundschulwissen als auch Lerninhalte der 5. Klasse.

Mit Bildkärtchen geht das Lernen leichter

Obwohl Ihr Kind sicher schon manche englischen Wörter kennt, sind ihm jedoch viele Laute noch fremd. Sich eine Vokabel nur über das Gehör einzuprägen, ist daher sehr schwierig. Nutzen Sie, wann immer es geht, die Kraft der Bilder, um einen Begriff zu verdeutlichen. Dazu können Sie sich aus einer Zeitschrift passende Grafiken ausschneiden, selbst etwas malen oder sogar Ihr Kind dazu anregen, den Begriff zeichnerisch darzustellen. Diese Bildkärtchen können Sie nun ganz spielerisch zum Vokabelnlernen benutzen. Hat Ihr Kind alle Begriffe gelernt, sammeln Sie die Kärtchen in einer schönen Kiste. Sicher ergibt sich später bei einer Klassenarbeit noch eine Einsatzmöglichkeit.

Bild der passenden Vokabel zuordnen (leicht)

Ihr Kind soll versuchen, die folgenden Wörter vorzulesen und das passende Bild dazu zu finden. Dann soll es Bild und Vokabel mit einem Strich verbinden. Falls es das kann, soll Ihr Kind nun mit der Vokabel noch einen Satz bilden. Noch besser ist es, wenn es die Tiere imitiert und dazu jeweils sagt: „Look at me, I’m a dog, mouse, horse …!“

Kartenspiele auf Englisch (leicht)

Diese Kärtchen können Sie auch noch anders verwenden. Beispielsweise soll Ihr Kind alle Karten mit der Bildseite nach oben auf den Tisch legen. Nun nennen Sie eine Vokabel, zum Beispiel „rabbit“. Ihr Kind sucht das richtige Tier und zeigt darauf. Bei dieser Übung muss es genau hinhören, um das Wort einem Bild zuordnen zu können – sein Hörsinn wird gefordert und trainiert. Sie können aus den Karten auch ein Memory herstellen, indem Sie für jedes Bild auch eine Vokabelkarte schreiben. Jetzt wird ganz normal Memory gespielt: Wer Bild und passende Vokabel gleichzeitig aufdeckt, bekommt das Pärchen.

Lesen und verstehen (leicht)

Der Englischunterricht in der Grundschule befasst sich in der Regel immer für einen bestimmten Zeitraum mit einem Thema. Da geht es zum Beispiel um den Menschen, die Natur, Länder oder Nahrungsmittel. Diese Gliederung des Unterrichts ermöglicht es, Begriffe zu lernen, die bestimmten Gruppen zuzuordnen sind. Das ist aus lernpsychologischer Sicht auch sinnvoll, weil sich Vokabeln in Sinnzusammenhängen oder so genannten Sachfeldern deutlich leichter lernen lassen. In der folgenden Übung soll Ihr Kind den jeweils unpassenden Begriff erkennen und überspringen. Dazu muss es alle Vokabeln kennen oder nachschlagen. Die aktive Auseinandersetzung mit der Frage „Was gehört nicht dazu?“ lässt das Vokabelnlernen in den Hintergrund treten. Im Vordergrund steht die Lösung der Frage, also das Rätsel. So prägen sich die Begriffe nahezu nebenbei ein.

Beispiel: What can you eat or drink? Draw a circle around the food words! (mittel)

Was kannst du essen oder trinken? Kreise die Lebensmittelwörter ein!

breadfruitcakeonceeggand
cleverchipsorangecoughicemilk
sandwichesbuttersaltpeppersomedessert
ricesteakfishsoupmorelemonade

Ähnliche Aufgaben können Sie mit aktuellen Vokabeln Ihres Kindes ganz einfach selber stellen. Setzen Sie doch einen kleinen Preis aus für fehlerfreies Lösen, vielleicht einen der Begriffe als Naturalie?

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Als Leser von "Lernen und Fördern mit Spaß" würden Sie hier noch eine fortgeschrittene Übung zum Lernen im Satzzusammenhang sehen.

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