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Ehrgeiz wecken: So können Sie Ihr Kind motivieren

So können Sie Ihr Kind richtig motivieren

Wir alle möchten erfolgreiche Kinder haben, die aus eigenem Antrieb und mit viel Spaß am Lernen das Leben und die Schule durchlaufen. Viele Kinder haben kaum noch ausreichend Ausdauer und Geduld, um auch einmal Misserfolge zu verkraften. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie Sie den Grundstein zu gesundem Ehrgeiz legen und so Ihr Kind motivieren. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Umgangssprachlich ist mit dem Ausdruck Ehrgeiz in der Regel die lustvolle und freudige Bereitschaft gemeint, etwas Wertvolles zu leisten, Hindernisse zu überwinden und auftretende Probleme zu lösen. Auf die Schule übertragen, bedeutet Ehrgeiz, sich mit Interesse und Spaß neue Lerninhalte zu erarbeiten und sich über den Wissenszuwachs zu freuen. Diese Form von gesundem Ehrgeiz würden vermutlich die meisten Eltern bei ihren Kindern gerne sehen. Doch welche Möglichkeiten haben Sie im Erziehungsalltag, Ihrem Kind diesen Ehrgeiz zu vermitteln und es zu motivieren. 

Motivieren Sie Ihr Kind - verwöhnen Sie es nicht

Kein Erfolg ist so befriedigend wie der, für den sich Ihr Kind richtig anstrengen musste. Das Überraschungsei als Siegprämie beim Stadt-Land-Fluss-Spiel ist sehr viel wertvoller, als das Überraschungsei, das Ihr Kind einfach so vom Einkaufen mitgebracht bekommt. Das Glücksgefühl des Siegens wird Ihr Kind in Zukunft motivieren. Erlebt ein Kind dieses Gefühl nicht, fehlt auch der Anreiz, neue Ziele in Angriff zu nehmen. Ebenso ist es bei den Hausaufgaben und beim Lernen.

Motivieren Sie Ihr Kind durch Anerkennung

Wenn Ihr Kind eine gute Note schreibt, sollten Sie dieses Erfolgserlebnis immer im Zusammenhang mit seinen Anstrengungen sehen. Betonen Sie, dass das Lernen und die Vorbereitung den Grundstein für das Erfolgserlebnis gelegt haben. So verknüpft Ihr Kind sein aktives Lernen mit dem Erfolg. Damit können Sie Ihr Kind motivieren, sich künftig weiter anzustrengen! Ermöglichen Sie Ihrem Kind also unbedingt auch das Glücksgefühl, ein Lob der Lehrkraft für seine selbst gemachten Hausaufgaben zu bekommen, es ist ebenso wertvoll wie das gewonnene Ei. Ein Erfolg spornt zu neuen Erfolgen an, und wird Ihr Kind in Zukunft motivieren, ein weiteres Lob einzuheimsen.

Achtung: So vermeiden Sie Rückschläge, wenn Sie Ihr Kind motivieren

Echtes Lob und Anerkennung für eigene Leistungen zeigen Ihrem Kind, dass sich sein Ehrgeiz gelohnt hat. Wenn Sie Ihr Kind motivieren möchten, sollten Sie außerdem die folgenden Punkte beachten:

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Mathe lernen in den Ferien-Wie motiviere ich mein Kind

Motivation zum Malen und Basteln

Rückschritte sind ein normaler Vorgang im Entwicklungsprozess von Kindern. Eltern müssen geduldig sein, wenn Sie Ihr Kind motivieren. Beispiel: Der Prozess des Lesenlernens geht mal schneller und mal langsamer voran. Es ist auch in Ordnung, ein Buch einer niedrigeren Klassenstufe zu lesen - Hauptsache, Ihr Kind liest überhaupt. Freuen Sie sich mit ihm über die kleinen Erfolge. Die Leistungen verschiedener Kinder miteinander zu vergleichen, schafft unnötigen Druck. Die Unterschiede sind groß, und es kann nicht der gleiche Maßstab angelegt werden. Beispiel: Per kann schon in der ersten Klasse im Hunderterbereich rechnen, Jana tut sich sogar mit dem Zehnersprung noch schwer, liest aber dafür besser. Betonen Sie die Individualität, wenn Sie Ihr Kind motivieren.

4 Tipps, wie Sie Ihr Kind beim Lernen und Üben motivieren

1.    Lassen Sie Ihr Kind die Hausaufgaben auf jeden Fall zunächst einmal selber probieren, bevor Sie Ihre Unterstützung anbieten. Betonen Sie dann die Schritte, die Ihr Kind bereits selber geschafft hat.
2.    Unterstützen Sie den Forscherdrang Ihres Kindes, auch wenn dabei Unordnung oder Chaos entsteht. Solange nichts beschädigt wird, sollte Ihr Kind seine Ideen ausleben und seine Grenzen kennen lernen dürfen.
3.    Loben Sie den Inhalt, auch wenn die Form zu wünschen übrig lässt! Fehlerfreie Hausaufgaben müssen nicht immer super ordentlich geschrieben sein. Über die nicht sehr leserliche Schrift können Sie später sprechen.
4.    Seien Sie offen für kreative und ungewöhnliche Lösungswege. Warum sollte Ihr Kind nicht bestimmte Textaufgaben praktisch "nachspielen", zum Beispiel bei Aufgaben mit Mengen oder Einheiten. Loben Sie solche Einfälle, sodass Sie Ihr Kind motivieren.

Auch bei Misserfolgen können Sie Ihr Kind motivieren

Misserfolge wie eine schlechte Note oder ein schlechtes Zeugnis erlebt fast jedes Kind einmal. Für die Entwicklung des gesunden Ehrgeizes, der durch die innere Motivation gesteuert wird, ist es wichtig, wie Sie als Eltern darauf reagieren. Ihr Kind sollte lernen, sich an seinen eigenen Erfolgserlebnissen (innere Motivation) zu orientieren und nicht nur auf Äußerlichkeiten wie Noten oder Vergleiche mit anderen Kindern (äußere Motivation) zu reagieren. Finden Sie anhand der folgenden Tabelle heraus, ob diese Reaktionen die innere oder die äußere Motivation unterstützen.

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