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Entspanntes Lernen und Hausaufgaben machen mit Lernlockerungsübungen
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So bleibt Ihr Kind fit mit Lernlockerungs-Übungen!

Enspannen nach den Hausaufgaben

Ganze 20 bis 25 Minuten können sich Grundschüler am Stück gut konzentrieren und ohne Unterbrechung lernen. Dann lassen ihre Kräfte nach, und die Gedanken schweifen ab. Diese Richtwerte müssen im Unterricht beachtet werden, aber auch bei den Hausaufgaben. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Übungen Ihr Kind seine Energiereserven wieder auffüllen kann. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

"Jetzt konzentrier' dich doch endlich und mach die Aufgaben schnell fertig, damit du spielen kannst!“ Kennen Sie diesen Ausruf? Viele Kinder sitzen lange an ihren Hausaufgaben und quälen sich durch das Lernen der einzelnen Fächer. Bis zu einer Stunde dürfen Hausaufgaben in der Grundschule in Anspruch nehmen. Doch lernpsychologischen Erkenntnissen zufolge können sich Grundschüler nicht so lange am Stück konzentrieren. Mindestens zwei Lernpausen sollte Ihr Kind einplanen, wenn es seine Hausaufgaben macht.

Kurze Lockerungsübungen entspannen Ihr Kind bei den Hausaufgaben

Eltern sollten wissen, dass Ihr Kind bei den Hausaufgaben mit seinem Lieblingsfach beginnen sollte. Das senkt die Hemmschwelle und motiviert. Sind diese Aufgaben erledigt, vielleicht ein kurzer Bericht in Deutsch, sinkt die Leistungskurve erst einmal. Das ist der optimale Zeitpunkt für eine Lernlockerungsübung. So kann sich Ihr Kind vom Schulstress entspannen und Kraft für die nächste Aufgabe sammeln. 

Diese Anzeichen signalisieren Erschöpfung beim Lernen

Lehrer wissen genau, wann ihre Klasse die Konzentration verloren hat. Dann wird es nämlich laut und unruhig im Klassenzimmer. Auch am Schreibtisch zu Hause sind die Anzeichen der Erschöpfung gut zu erkennen:

  • unruhiges Verhalten
  • auf dem Stuhl hin und her rutschen
  • sich auf dem Stuhl nach hinten lehnen
  • den Oberkörper auf den Tisch legen
  • mit den Füßen scharren
  • in sich zusammensinken

Nach den Hausaufgaben: Bewegung tut gut!

Nach der zweiten Lerneinheit hat Ihr Kind bereits eine ganze Weile auf seinem Stuhl gesessen. Nun ist es Zeit aufzustehen und den ganzen Körper zu bewegen.

  1. Ihr Kind kann aufstehen, sich hinter seinen Stuhl stellen, die Lehne anfassen und auf der Stelle gehen. Erst langsam, dann immer schneller.
  2. Ihr Kind zieht seine Schultern abwechselnd hoch, dann streckt es die Arme über den Kopf und tut so, als ob es Äpfel pflückt.
  3. Ihr Kind watschelt im Entengang (in der Hocke, ohne die Hände zu benutzen) um seinen Stuhl herum. Dann hüpft es wie ein Frosch zur Zimmertür und wieder zurück.

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Nach dem Schreiben: 3 Entspannungsübungen für die Hände

Je nachdem, was Ihr Kind in der letzten Lernperiode gemacht hat, sollte sich auch die Lockerungsübung daran orientieren. Nach dem Schreiben eines längeren Textes sind beispielsweise die Hände stark angespannt. Hier bietet es sich an, die kurze Arbeitspause mit einer Entspannungsübung für die Finger zu füllen. Diese drei Übungen sind dafür gut geeignet.

  1. Ihr Kind kann etwas kneten, Perlen auffädeln oder mit kinetischem Sand bauen.
  2. Sie können mit Ihrem Kind eine Runde „Knopfschnippen“ spielen. Dazu wird ein Spielfeld mit zwei Toren auf dem Tisch markiert. Nun dürfen sie beide abwechselnd versuchen, den Knopf ins gegnerische Tor zu schnippen.
  3. Ihr Kind führt die folgenden Bewegungen nacheinander immer schneller aus, bis es einen Fehler in der Reihenfolge macht. Faust machen und mit der Handkante die Tischkante berühren, Faust lassen und Daumen ausstrecken und wieder die Tischkante berühren, Faust lassen sowie Zeige- und  Mittelfinger ausstrecken und wieder die Tischkante berühren, zuletzt Faust lassen sowie Zeige- und kleinen Finger ausstrecken und Tischkante berühren. Dann wieder von vorne anfangen.

Nach dem Rechnen: 2 Entspannungsübungen für das Gesicht

Wenn Ihr Kind angestrengt gerechnet oder etwas auswendig gelernt hat, kann sein Gesicht eine Auflockerung vertragen. Versuchen Sie es doch mal mit diesen beiden Übungen.

  1. Lachen verboten! Stellen Sie sich gegenüber von Ihrem Kind auf. Nun versuchen Sie, so lustige Grimassen wie möglich zu schneiden. Ihr Kind soll versuchen, nicht zu lachen. Gelingt es ihm nicht mehr Ernst zu bleiben, werden die Rollen getauscht.
  2. Gesicht massieren. Bitten Sie Ihr Kind, seine Augen zu schließen und sich bequem hinzusetzen. Sie stehen hinter ihm und beginnen damit, ganz sanft sein Gesicht zu massieren. Streichen Sie die Wangen aus, und kneten Sie sie vorsichtig. Tippeln Sie mit den Fingern über Gesicht, Stirn und Kopf. Massieren Sie die Ohren, und bewegen Sie den Unterkiefer Ihres Kindes.

 

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