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Unordnung aufräumen
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Unordnung: So bekommen Sie Ihren Teenager zum Aufräumen

Aufräumen leicht gemacht

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, werden sie oft ziemlich unordentlich. Wäscheberge auf dem Fußboden, stapelweise Zettel auf dem Schreibtisch und jede Menge Chipskrümel auf dem Bett: Das Chaos, das Jugendliche in ihrem Zimmer anstellen, ist für Eltern oft ein Graus. Doch was tun? Lesen Sie hier, warum sich das Chaos nicht ganz vermeiden lässt, wie Sie am besten damit umgehen und wie Sie es anstellen, dass Ihr pubertierendes Kind wenigstens ab und zu mal seine Bude aufräumt. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Viele Eltern von Pubertierenden sind ratlos: Sie fühlen sich angesichts der grandiosen Unordentlichkeit ihrer Jugendlichen überfordert und hilflos. Ermahnungen verhallen meist ungehört. Was ist bloß los mit den kleinen Chaoten? Und was soll man nun tun um sie zum Aufräumen zu bewegen? Um es gleich zu sagen: Es gibt kein Patentrezept, mithilfe dessen Sie es garantiert schaffen, Ihr Kind zum Aufräumen zu bewegen. Bei manchen Teenagern zieht hartnäckiges Bitten, das Androhen von Internetentzug, Fernsehverbot oder die Aussicht auf eine kleine Belohnung. Ob Sie diese Mittel für angemessene „Erziehungsmethoden“ halten, müssen Sie selbst entscheiden. Vermutlich werden solche Aktionen unter Druck und Strafandrohungen möglicherweise ein paar Mal funktionieren, später aber nicht mehr. Immerhin wird der Jugendliche sich ja mehr und mehr dem elterlichen Einfluss entziehen wollen und dabei umso mehr in den Widerstand gehen, je stärker er sich unter Druck gesetzt fühlt.

3 goldene Regeln – damit das Aufräumen in der Pubertät nicht zum Dauerthema wird

1. Das Zimmer des Teenagers liegt in seiner Verantwortung, Chaos inklusive

Ihr Kind muss lernen, mehr Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Dazu gehört auch, die Verantwortung für die Ordnung bzw. Unordnung in seinem Zimmer zu tragen und diese ab und zu aufzuräumen. Soll heißen: Wenn Sie nun anfangen, das Zimmer des Teenagers auszuräumen und durchzufeudeln, weil Sie das Chaos nicht ertragen können, nehmen Sie ihm die Verantwortung dafür ab. Übernehmen Sie also nicht seinen Job, indem Sie das Zimmer Ihres Teenagers aufräumen. Damit machen Sie Ihren Teenager wieder zum Kleinkind.

Überlassen Sie Ihrem Kind die Entscheidung, ob es in einem unaufgeräumten oder einem aufgeräumten Zimmer sitzen möchte. Es ist sein Zimmer, und dafür sollte es auch die „Vollmacht“ übertragen bekommen. Endgültig Schluss ist allerdings, wenn die Gesundheit beeinträchtigt wird, etwa durch schimmelnde Lebensmittelreste etc. Hier sollten Sie klare Worte sprechen sowie entsprechende Aufräum-Aktionen einfordern und durchsetzen.

2. Unordnung im Zimmer des Pubertierenden ist okay, Rücksichtslosigkeit gegenüber den anderen Familienmitgliedern nicht

Wenn die Unordentlichkeit des Teenagers die Familie stark beeinträchtigt, dürfen Sie darüber nicht hinwegsehen. Haare im Waschbecken, eine schmutzige Toilette oder Schlammspritzer durch verdreckte Schuhe: Der Teenager sollte dazu angehalten werden, seine „Spuren“ in der Wohnung stets aufzuräumen. Dafür sollten Eltern kämpfen. Auch dann, wenn es manchmal mühselig ist und es gelegentlich nicht klappt, sich mit seinen Forderungen durchzusetzen: Der Jugendliche muss trotzdem wissen, welche Erwartungen Sie an ihn haben und dass er in gewisser Weise Rücksicht zu nehmen hat.

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