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Was tun bei falschen Freunden
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"Falsche" Freunde in der Pubertät: Was Sie tun und was Sie lassen sollten!

Freundschaften zwischen Teenagern

Jugendliche sind manchmal mit Gleichaltrigen befreundet, die ihren Eltern nicht unbedingt gefallen. Mütter und Väter machen sich dann oft Sorgen, ob diese falschen Freunde schlechten Einfluss auf ihr Kind ausüben könnten. Lesen Sie in diesem Beitrag, worauf Sie achten und wann Sie intervenieren sollten. 

Expertenrat von 
Felicitas Römer, Paar- und Familientherapeutin

Während man die Freundschaften der Kinder in der Grundschulzeit noch gut steuern konnte, suchen sich die Jugendlichen nun ihre Peergroup selber aus. Das machen sie, um

  • dem Dunstkreis der Eltern zu entkommen und unabhängiger von ihnen zu werden,
  • ihren persönlichen Horizont zu erweitern und eine neue „Szene“ kennenzulernen,
  • sich selbst mal ganz anders erleben zu können und so das Selbstbild zu erweitern usw.

Falsche Freunde, die den Eltern nicht „passen“, spielen in der Pubertät eine besondere Rolle. Manchmal ist es für Jugendliche einfach spannend, in eine „andere Welt“ einzutauchen. Gelegentlich ist die Wahl der Freunde auch Ausdruck von Rebellion gegen das Wertesystem der Eltern während der Pubertät, vor allem wenn es als einengend und rigide empfunden wird. Jugendliche spüren auch deutlich, wenn unter dem Deckmäntelchen der bürgerlichen Harmonie Konflikte brodeln. Eine mögliche Reaktion darauf kann Flucht sein – die Flucht in eine andere Welt, die durch „coole“, lockere Teenager aus einer anderen Szene repräsentiert wird.

5 Tipps: Was Sie tun sollten, wenn Ihr Teenager sich mit „falschen Freunden“ trifft!

  1. Überlegen Sie: Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Malen Sie sich Ihr schlimmstes Horrorszenario aus. Und prüfen Sie dann, wie realistisch es wirklich ist, dass dieser „Worst Case“ eintritt. Oft relativieren sich Sorgen dann rasch.
  2. Besprechen Sie Ihre Sorgen mit jemandem, der Ihr Kind gut kennt und dem Sie vertrauen. Teilt sie/er diese Sorgen? Oder hält sie/er sie für unangemessen?
  3. Fragen Sie Ihr Kind, was es an diesen Freunden so reizvoll findet. Die Antworten sind oft sehr erhellend. Achten Sie dabei jedoch auf die Verwendung von Ich-Botschaften!
  4. Vergegenwärtigen Sie sich, dass der Blick über den Tellerrand hinaus in „fremde Welten“ für Teenies spannend ist. Meistens verfliegt dieser Reiz des Unbekannten nach einer Weile, weil sie merken, dass die Erfahrungen, die sie dort machen, begrenzt sind.
  5. Überlegen Sie, was Sie als Jugendlicher getan haben, was Ihren Eltern Sorgen bereitet hat. Können Sie sich an Ihre Motivation erinnern? Wollten Sie einfach etwas ausprobieren oder Ihre Eltern auf die Palme bringen? Oder beides? Sehen Sie Ihrem Kind es nach, wenn es das nun auch tut.

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Kommentare zu ""Falsche" Freunde in der Pubertät: Was Sie tun und was Sie lassen sollten!"

  • Holger schreibt am 29.09.2015

    Hallo,
    ich habe eine 17jährige Tochter, die einen 18jährigen Freund hat. Von ihm hatte sie sich bereits 2x in der zurückliegenden Zeit getrennt, ist aber wieder seit geraumer Zeit mit ihm zusammen.
    Er selbst ist sehr aggressiv in Stresssituationen und eifersüchtig, verlangte von ihr z.B. dass sie die Fotos ihrer Klassenfreundschaften vernichtet und setzte auch körperliche Gewalt gegen sie ein, als sie sich weigerte und verlangte auch, dass sie "ihre Typen" aus dem Handy wieder löscht. Dann kam er halb in der Nacht aus der 5 km entfernten Nachbarschaft zu unserem Haus, randalierte und verlangte zu ihr gelassen zu werden und als wir ihm mitteilten, dass sie bereits schon schläft, randalierte er solange weiter, bis die Polizei kam und ihn nach Hause brachte. Dann setzte er auch körperliche Gewalt hier in unserem eigenen Hause ein, um seinem Vater gegenüber seine "Männlichkeit" zu beweisen. Immer wieder fällt er immer negativ auf, so dass wir der Meinung sind, dass dieser Kontakt unserer Tochter nicht gut tut. Sie aber relativiert alle seine Handlungen und meint, sie müsse sich darum kümmern, dass er sich bessere. Man müsse ihm auch eine Chance geben. Schließlich gehe es ihr nicht darum., was "ER im Kopf habe, sondern mehr das, was ER in der Hose habe"
    Schulisch hat sie in der zurückliegenden Zeit abgebaut, will ihre Schule (Abitur) abbrechen und eine Ausbildung an der gleichen Schule beginnen, an der auch er beschult wird.
    Auch übernimmt sie immer mehr seine rechtsradikalen Positionen Für ihn will sie nun alle Zeit aufwenden nur nichts mehr für die Schule tun. Ursprünglich wollte sie Tierärztin werden, hat diesen Berufswunsch jetzt aber an den Nagel gehängt, weil er ihr immer wieder kommuniziert, dass er später das Geld verdienen werde und sie zu Hause bleiben und sich um den Haushalt kümmern könne.

    Meine Frage daher:
    Wie seht Ihr hier diese Verbindung meiner Tochter zu ihrem Freund.
    Immerhin ist sie für aufklärende Gespräche nicht (mehr weiter) empfänglich.

    Meine Frau schätzt vor diesem Hintergrund diese Verbindung mit unserer Tochter als für sie nicht gerade förderlich ein.

    Was kann sie tun, den Kontakt unterbinden?

    Danke für Eure Unterstützung.
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