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Lehrergespräch
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10 wichtige Tipps fürs Lehrergespräch

Ein Lehrergespräch sinnvoll angehen

Viele Eltern scheuen sich nicht, ihrer Meinung im Lehrergespräch deutlich Ausdruck zu verleihen, denn das Vertrauen in Schulen ist angeschlagen. Doch gegenseitige Vorwürfe im Lehrergespräch oder im Elternabend bringen beide Parteien nicht weiter. Lesen Sie hier, wie Sie ein Lehrergespräch konstruktiv führen können. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Lehrergespräche finden in den meisten Schulen nicht allzu oft statt. Neben den geregelten Elternsprechtagen oder dem Elternabend bleibt wenig Zeit, sich in kurzen Abständen über die Entwicklung einzelner Schüler auszutauschen. Wenn Eltern doch häufiger in die Schule gebeten werden, sind die Inhalte solcher Lehrergespräche meistens nicht erfreulich. Erst wenn Konflikte aufbrechen, ein schlechtes Zeugnis ansteht oder das Fehlverhalten eines Kindes angesprochen werden muss, kommen Eltern und Lehrkräfte außerplanmäßig zusammen. Regelmäßige (positive) Rückmeldungen durch ein Lehrergespräch im Abstand von ein bis zwei Monaten sind aber besonders in der Grundschule und nach dem Wechsel auf die weiter führende Schule sehr hilfreich. Im Stundenplan der meisten Schulen ist das jedoch nicht vorgesehen, sodass es beim Lehrergespräch häufig um Konfliktsituationen geht.

Zeit ist knapp – und das gilt auch in deutschen Klassenzimmern. Meist sind weder Eltern noch Lehrer auf ein solches Lehrergespräch ausreichend vorbereitet, so dass grundlegende Gesprächsregeln nicht eingehalten werden und sich beide Parteien mit einem unguten Gefühl voneinander trennen. Beherzigen Sie deshalb meine Tipps fürs Lehrergespräch.

Diese drei Fallen beim Lehrergespräch sollten Sie unbedingt vermeiden:

1. Falle: Schuldzuweisungen und Vorwürfe machen

„Sie können mein Kind sowieso nicht leiden.“

„Bei Ihrem eintönigen Unterricht ist es ja kein Wunder, dass sich mein Kind langweilt.“

„Immer bekommt mein Kind den Ärger, dabei sind die anderen ebenso schuld.“

„Bei dem Lärm in der Klasse kann mein Kind sich ja nicht konzentrieren.“

„Zu Hause ist mein Kind nicht so, das muss also  an ihrem Unterricht liegen.“

„Die Klasse ist viel zu groß, da kann niemand richtig lernen.“

„Ich hab ja gleich gesagt, dass mein Kind in der ersten Reihe sitzen soll.“

Natürlich sind es nicht nur die Eltern, die ein Lehrergespräch mit Schuldzuweisungen und Vorwürfen bestreiten. Auch Lehrer suchen gerne die Schuld bei anderen, denn das ist ein durchaus menschliches Verhalten. Doch durch Schuldzuweisungen und Vorwürfe verändert sich nichts an der angesprochenen Konfliktsituation.

Mein Tipp
Zeigen Sie Ihre Emotionen und Gefühle wie Schock, Enttäuschung oder Sorge ruhig gegenüber der Lehrkraft und verschanzen Sie sich nicht hinter Vorwürfen. Nur so kann ein ehrlicher Austausch im Interesse Ihres Kindes gelingen.
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Kommentare zu "10 wichtige Tipps fürs Lehrergespräch"

  • Anonym schreibt am 23.05.2011

    Der bezahlte Pädagogikprofi ist doch eigentlich der Lehrer. Leider können allzu viele nicht besonders gut mit ihren Mitmenschen umgehen. Das kann ein Vorteil für all die sein, die es besser können oder bgesser lernen. In der neuen Ich-kann-Schule gilt: \"Wenn ich mit deinen Kräften BESSER umgeje als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir.\" Mit dem Verständnis dieses einfachen Sachverhalts kann schon ein 7jähriges Kind mehr Einfluss auf seine Lehrerin bgekommen als diese selbst. Und das ist nicht gerade uninteressant für Kinder jeden Alters.
    In der neuen Ich-kann-Schule habe ich die üblichen Lehrer-Elterngespräche mal mit einem IKS-Gespräch verglichen. Als IKS-Lehrer würde ich den Mund nicht aufmachen, wenn ich den Eltern nicht einen Erfolg berichten könnte, den ihr Kind mit meiner Pädagogik erzielt hat. Nie käme ich auf die peinliche Idee, Fehler des Kindes aufzuzählen und von den Eltern zu erwarten, dass sie daraufhin auch noch ihr Kind unter Druck setzten.
    Mich interessieren ALLE Talente des Kindes, die schwächten am meisten. Die bekommen von mir stets Interesse, Achtung, Bewunderung - von so etwas wächst man als Talent. Ich quäle das Kind auch nicht mit Aufgaben sondern ich interessiere mich erst einmal für sein GENIE. Dann gebe ich dem GENIE die Aufgabe, damit es zeigen kann, was es kann. Darauf schauen wir uns ebenso wohlwollend wie gtenau an, wieweit es schon gekommen ist. Und wenn es noch nicht die Höchstpunktzahlö erreicht hat, dann freuen wir uns mit ihm darauf, dass wir demnächst ein Stück weiter sind und das Ziel sicher erreichen werden. So, und nun überlege selbst, wie sich das anfühlt, wenn ich die Mama und den Papa an diesem erfreulichen WACHSTUMSPROZESS ihres Kindes Anteil nehmen lasse.
    Und wenn Dir mein Du-musst-Schule-Kollege nur alle Taten Deines Kindes kleinhäckselt und Dir seine gesammelten Misserfolge vor die Füße wirft, um Dich noch kleiner zu bekommen, als er schon ist? Lass es ihm! Behalte Deine eigene Sicht! Bleibe Dir und Deinen Kräften treu! Mache Dich mit ihnen stark und denke ihm und seinen geschwächten Kräften Stärkung zu! Haue ihm nicht jedesmal seine Fehler um die Ohren sondern sprich mit ihm darüber, wie er sich entwickeln wird, was ihm alles Gutes einmfallen wird, wie er die Probleme lösen wird, welche Freude darüber sein wird,..... dann lenkst Du die Entwicklung dahin, wo sie sein soll. Ich freue mich auf Euren Erfolg.
    Franz Josef Neffe
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