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Schulzeugnis
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Schulzeugnis: 3 Tipps für bessere Noten

Zeugnisnoten in der Grundschule verbessern

Gute Zeugnisnoten in der Grundschule sind eine Voraussetzung für den Übertritt auf's Gymnasium. Mit den folgenden drei Tipps können Sie unabhängig vom Schulfach eine bessere Note erreichen. 

Expertenrat von 
Dipl.-Päd. Uta Reimann-Höhn, Lern- und Erziehungsexpertin

Tipp1: Hinweise vom Lehrer erkennen

Viele Lehrerinnen und Lehrer weisen im Unterricht verdeckt immer mal darauf hin, welche Inhalte in der nächsten Arbeit abgefragt werden. Bereiten Sie Ihr Kind auf solche Hinweise vor, damit es sie auch wirklich bemerkt. Die Tipps werden häufig in den folgenden Formulierungen verpackt:

  •  „Diese Regel ist wichtig, schaut sie euch besser noch einmal gut an.“
  • „Wenn ihr Zeit habt, dann lest euch doch den Text über die Mischwälder am Wochenende noch einmal in Ruhe durch.“
  • „Vielleicht rechnet ihr zu diesem Thema zu Hause mal ein paar Übungsaufgaben mit euren Eltern, damit ihr das auch wirklich verstanden habt.“

Ebenso werden in Klassenarbeiten gerne übersprungene Aufgaben aus dem Lehrwerk verwandt.

Tipp 2: Engagement durch Zusatzaufgaben zeigen

Wenn Ihr Kind kein Redetalent ist und mit der mündlichen Mitarbeit große Probleme hat, gibt es eventuell andere Möglichkeiten, die Note noch zu verbessern. Fragen Sie die Lehrkraft nach freiwilligen Zusatzaufgaben. Wie wäre es mit einem weiterführenden Aufsatz, einer themenorientierten Arbeit (Frühlingsblumen sammeln, pressen und beschriften) oder der Bearbeitung zusätzlicher Arbeitsblätter. Wichtig ist dabei, dem Lehrer zu verdeutlichen, dass Ihr Kind Interesse am Unterricht hat und ihm nach seinen Möglichkeiten folgt. Engagement in jeder Form wird in der Regel von den Lehrern sehr positiv aufgenommen und auch bei der Notengebung berücksichtigt. Natürlich ist es noch wirksamer, wenn Ihr Kind selbst den Mut aufbringt, seinen Lehrer nach zusätzlichen Arbeitsmöglichkeiten zu fragen. Für einen Grundschüler bedeutet dies aber oft eine zu große Herausforderung, so dass es völlig in Ordnung ist, wenn Sie Ihrem Kind diese Aufgabe abnehmen.

Tipp 3: Auch die Kopfnoten zählen

In vielen Bundsländern gibt es wieder oder immer noch Kopfnoten, die das Arbeits- und Sozialverhalten widerspiegeln sollen. Obwohl diese Art der Benotung umstritten ist und an ihrer Objektivität immer wieder gezweifelt wird, sollten Sie diese Bewertung nicht vernachlässigen. Gute Kopfnoten gibt es beispielsweise für

  • Selbstständigkeit, Vollständigkeit der Schulmaterialien, Pünktlichkeit,
  • Konzentrationsstärke, kein Stören im Unterricht, Interesse,
  • Konflikt- und Teamfähigkeit.

Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Bedeutung der Kopfnoten und diskutieren Sie gemeinsam, ob es hier Möglichkeiten der Verbesserung gibt. Probieren Sie diese Punkte aber ruhig auch praktisch aus. Machen Sie nachmittags den Ranzen-Check und lassen Sie Ihr Kind aktiv überlegen, was im Unterricht am nächsten Tag benötigt wird. Üben Sie Pünktlichkeit auch in der Freizeit, und sprechen Sie über Konflikte in der Klasse.

Ist Ihr Kind ein Last-Minute-Lern-Typ?

Es gibt unterschiedliche Lerntypen. Manche schieben nichts auf die lange Bank, und andere lassen sich prinzipiell bis zur letzen Minute Zeit. Falls Ihr Kind zu den letzteren gehört, ist Ihnen diese etwas brenzlige Situation vor den Zeugnissen sicher nicht unbekannt, denn sie wiederholt sich Jahr um Jahr. Hier gilt es, Ihrem Kind klarzumachen, dass sein Lern- und Arbeitsverhalten die Ursache für die Schwierigkeiten und den notwendigen Endspurt ist. Überlegen Sie gemeinsam, wie dieses Verhalten in Zukunft „entschärft“ werden kann:

  • Können Klassenarbeiten eher und besser vorbereitet werden?
  • Ist es sinnvoll, die Hausaufgaben ernster zu nehmen?
  • Falls Ihr Kind etwas nicht versteht, soll es lernen, gleich bei Mitschülern oder den Lehrkräften nachzufragen. So gibt es keinen Verständnisstau.
  • Schlechte Noten sollten aufmerksam machen, auch lange vor den Zeugnissen.
  • Die regelmäßige Rücksprache mit den Lehrkräften deckt Probleme frühzeitig auf.

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