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Kaiserschnitt, Baby, Geburt

Kaiserschnitt: Möglichst nur, wenn für Mutter und Baby medizinisch notwendig

Wunsch-Kaiserschnitte sind für das Baby nicht ungefährlich

Die Zahl der geplanten Kaiserschnitte (ohne medizinische Notwendigkeit, so genannte Wunsch-Kaiserschnitte) hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Diese Art der Geburt ist jedoch gefährlicher fürs Baby als eine vaginale Geburt, wenngleich das Risiko beim Kaiserschnitt insgesamt gering ist. 

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Nach einer Studie der Universität Genf verdoppelt ein geplanter Kaiserschnitt das Sterberisiko des Babys. Bei einer vaginalen Geburt stirbt eines von 1.000 Babys, während es nach einem Wunsch-Kaiserschnitt zwei von 1.000 Babys sind. Kaiserschnitt-Babys hatten zudem häufiger Atemprobleme (Zunahme um 80 Prozent gegenüber vaginal geborenen Babys) und mussten um 40 Prozent häufiger auf der Intensivstation behandelt werden.

Für diese Studie werteten die Schweizer Forscher 56.549 Geburten im Zeitraum von 1982 bis 2004 aus. In dieser Zeit verdoppelte sich der Anteil der Kaiserschnittgeburten (Notfall- und Wunsch-Kaiserschnitte) von 10 auf 20 Prozent. Berücksichtigt wurden nur Geburten nach einer Schwangerschaftsdauer von mindestens 34 Wochen.

Kaiserschnitt: Diese Risiken kann er für das Baby haben

Eine Reihe anderer Studien, die sich mit den Auswirkungen eines Kaiserschnittes auf das Baby beschäftigten, förderten weitere Risiken der Kaiserschnitt-Geburt zutage. So zeigte sich in einer irländischen Untersuchung, dass Babys, die per Kaiserschnitt das Licht der Welt erblicken, ein um 20 Prozent höheres Diabetesrisiko (Diabetes = Zuckerkrankheit) haben.

Eine skandinavische Studie ergab, dass Babys, die per Kaiserschnitt zur Welt kommen, später häufiger an Asthma bronchiale erkranken. Das Risiko war um 52 Prozent erhöht.

In Notfallsituationen ist ein Kaiserschnitt überlebenswichtig fürs Baby und manchmal auch für die Mutter. Doch wenn es medizinisch nicht nötig ist, sollten Sie lieber auf einen Kaiserschnitt verzichten. 

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